Zerbrochen und zertreten

von Büsra Koc
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Ihr schmales und
Schönes Haupt
Die leise Ahnung
Vom Sturm
Ein Windhauch reichte
Um sie zu zerbrechen

Tausende Stücke, zerstreut
Ihre Haut, porzellanweiß
Das Blut, was gerinnt
Rosenrot

Ohnmächtig liegt sie
Auf dem Boden, fühlt
Als wäre sie zertreten
Keiner half ihr auf

Der Täter schaut, schadenfreudig
Und verachtungsvoll, denn wie schwach
Musste man sein, um nicht einmal
Gegen eine einzige Brise anzukommen?

So lag sie auf dem Boden, wartete darauf
Dass jemand ihr aufhalf, dabei
Zertrat man sie immer häufiger
Ihre Stücke gingen auseinander
Immer weiter, bis sie Hoffnung verlor
Und anfing, auf das Ende zu warten

Mitleidig schaute der Täter diesmal
Auf die elende Eitelhaftigkeit des Opfers
"So ist die Welt nun einmal.
Entweder man zerbricht, um sich wieder zusammenzufügen
Oder man wird zertreten."

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