Ein Hauch von Malven überzieht das Blau

von Ephraim Kolczynski
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Ein Hauch von Malven überzieht das Blau,
der sanften See in dunstbelegter Ferne,
die Sonne stellt ihr weißes Glas zur Schau,
bestrahlt in flachen Tiefen Mandelkerne.

Ich spür die Rillen großer Fingerkuppen,
die reich am Grunde tasten jeden Schritt
und sich wie Hände unterm Sand entpuppen,
den Menschen haltend, der auf ihm entglitt.

Der Uferböschung morgendlicher Tau,
bezeugt den Glanz der nachtumwebten Sterne,
das frühe Licht im nebelbleichem Grau,
erhebt den Schleier dieser Pracht so gerne.

Ich fühl mich schwebend, gleich den Wolkengruppen,
die Jahr für Jahr die reiche Glut durchschnitt,
ertauch´ in Stille meine Seelenschuppen
und nehm´ die Klarheit freudig atmend mit.

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