Alice in der Realität

von Janni van Heisen
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Alice war im Wunderland, jetzt ist sie wieder in der Realität.Sie würde so gern zurückgehen, doch dafür ist es zu spät.

Sie ist allein mit ihren Sorgen, von Tag zu Tag zu Tag.Sie findet sich so hässlich und unbedeutend, Sie weiß nicht warum man sie so mag.

Sie hat nicht nur Narben auf ihrer Seele, ihre Arme sind auch übersät.
Sie wäre so gern endlich wieder fröhlich, doch sie weiß nicht mehr wie das geht.

Sie hat unendlich viele Freunde und Bekannte, doch sie fühlt sich so oft so allein.
Und kommt dann doch ein Moment des Glücks, erstickt ihr Schmerz es wieder im Keim.

Missbraucht, Misshandelt, Verraten, die Liste der Leiden ist lang.
Jeden Morgen wacht sie mit roten Augen auf, und denkt heut ist ihr Schwanengesang.

Als sie noch nicht gebrochen war, so jung, so rein, so pur.
Da wollte sie für immer Leben, von dunklen Gedanken keine Spur.

Doch die Zeit, sie läuft, das ist ihr bewusst, von ihr aus auch gerne schneller.
Denn sie sitzt so lange schon im Dunkeln, niemals mehr wird es Heller.

Noch einmal eine Teeparty machen, mit dem Hutmacher und dem Faselhasen.
"Und dann ist wieder alles gut", sie glaubt selber nicht an solche Phrasen.

Jetzt sitzt sie da in ihrem Zimmer, hat schon lange keinen Lebenswillen mehr.
"Einfach Augen zu und nie wieder aufwachen", sie wünscht es sich so sehr.

Im Endeffekt kann man durchaus sagen, vergesst das bitte nie!
Fast alles kann man überwinden, mit der Kraft der Fantasie.

Das Kind in euch darf bloß niemals sterben, haltet euch das vor Augen.
Alles was ihr dafür tun müsst, ist an euch selbst zu glauben.

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