Onkel Arthur

von Alfred Mertens
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Arthur hieß das Orginal,
wandernd über Berg und Tal,
sah man ihn, ganz unverworren,
täglich an der Türe schnorren.

Lustig, immer munter pfeifend,
irgendjemand einzuseifend,
verdiente er sein täglich Brot,
bei ihm war alles noch im Lot.

Sicherlich war seine Habe,
nicht so groß - doch sein Gehabe
wenn bescheiden, trotzdem flott,
galt er als KING vom KOHLENPOTT!

Wenn er durch die Straßen zog,
und um eine Ecke bog,
wo in einer kleinen Pinte,
er den ersten Korn "verdiente"

Dann gings los, von Tür zu Tür,
dafür hatt`er ein Gespür.
Groschen, Märker was zu rauchen
alles konnte er gebrauchen.

Und gefiel ihm eine "Puppe",
blieb er oft zur Erbsensuppe!
Seine Wohnung die Natur,
während er auf seiner Tour,

schlief er einmal da, mal dort
immer an nem andern Ort.
Und weil er so "gertenschlank",
pennte er auch auf ner Bsnk.

Doch eines Tages hörte man,
von einem alten Pennemann,
dass Authur, dieser alte "Schimmel",
seit vielen Wochen sei im Himmel.

So wie er heimlich kam geschlichen,
so lautlos war er auch verblichen.
Doch was man fand in seinem Ranzen,
war alles andere als Wanzen.

Denn Arthur, den man hielt für arm,
wäre für manche Frau der "Schwarm".
So war der Nachlaß eines Toten,
viele Bündel dicker Noten.

Was "lehrt" uns jetzt des Arthur`s Tugend,
dass sich schon frühe in der Jugend
eine Arbeit sich nicht lohne,
denn man sieht`s, es geht auch "ohne"!!
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Lieber ein eckiges Etwas,
als ein rundes Nichts.

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Kommentare

25. Okt 2017

Und eine schöne Zeit hatte er scheinbar auch noch ... Gerne gelesen, liebe Alfred!

Viele Grüße
Soléa