Adieu Rosemarie

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Es wird langsam kühl um mich herum
der Tag zittert ein Abendgebet
im kraftlosen rotem Rausch.

Der kalte Mond vor der Türe steht
im dunklen Wolkenmantel gehüllt,
sein Silber leuchtendes Laternenlicht
dringt durchs Fenster ein.

Gespenstisch spukt der Schatten
im Zimmer, ängstlich flackert Kerzenschein.

So stumm hab ich den Herbst mir nie gedacht,
so nachdenklich, verschwiegen
um mich wird es Nacht.

Der Abschiedsgruß kam leise
zwei Zimmertüren nur entfernt
lag sie am Rand des Lebens
mein Herz hat ihn gehört.

Nur ein Seufzer noch, ein Hauch
der Atem, der schlief ein
die Augenlider sanken.

Im kühlen Korpus Frieden,
so leer hab ich mir den Abschied
nie gedacht, es weinten
mit mir die Engel in dieser Nacht.

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Kommentare

27. Okt 2019

Ein zu Herzen gehendes Gedicht, lieber Jürgen.

Liebe Grüße
Soléa