Das Unscheinbare

von J.W. Waldeck
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In der Liebe soll Gott (bei)wohnen
überall herum Geister umfangen:
ein Zustand voller Projektionen
die all deine Liebe abverlangen
in freier Leere sich ewig entleeren
im Reinwerden sein Dasein mehren
eines Irrlichts im Namen des Nichts
und hier endet die heilige Ein-Sicht!

nichts anderes bleibt dort übrig
als die eine Wahrheit des Tropfens
im Lügenmeere falschen Hoffens
verdreht – besonders rührig
wallen Gefühle im Anfall
nervenkranken Größenwahns
der grob gesagt, nur groß versagt
in der Gewissheit die im Wandel stirbt
im Überfluss keinen Überschuss liebt

Worte versagen nicht im wahren Geiste
wo unaussprechliche VERSPRECHER
Schicksalsspulen preisen
mit der Absicht gelenkter Prozesse
fehlt solcher Vorliebe einhelliger Inzucht
jede Auslese, die gewaltsam befreit
hängt Spieglein gerne an der Vorwand
wie manch stereotyper Heiland
Scheinleben zum starren Vorbild weiht

© j.w.waldeck 2017
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Kommentare

27. Jun 2017

Wir sind Opfer der Schicksalsspulen...wäre es anders, dann würde man auch mal Gutes erreichen...

LG Alf

29. Jun 2017

Schleifen schleifen nun mal nicht immer, sie tragen eher ab, wo wenig eigene Substanz vorhanden war.

LG. Waldeck

01. Jul 2017

Also wird alle Substanz bis auf die Zahnwurzel abgetragen - bis es wehtut?

02. Jul 2017

Ich denke, dass ein Mangel an Substanz wie an Geist denjenigen, welche betroffen sind leider nicht weht tut,
selbst wenn die ganze Umwelt darunter leidet.

LG. Waldeck