Das sündenfreie Raubtier

von J.W. Waldeck
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mein weißer Himmelshund
das Schneezicklein im grünen Grase
waren sonnige Gefährten

blendende Sprünge
und sprudelnde Freude mehren
das unglaubliche Glück
einfacher Hingabe
bei frischer Milch verzückt

werden nie das Opfertal verlassen
solange Materie durch Materie
ko...existiert!
...

jaja! End=Scheiden lag nah!
als ich Knäblein des Morgens
Opa
die Haut des Zickleins abziehen sah

hang in Fasern und blauen Sehnen
mit zwei tiefschwarzen Punkten
in den unschuldigen Traubenaugen
starr vor Grauen

doch Instinkte entlockten Freuden
der Knoblauch im Braten
die saftigen Kräuter
mein Hund der bereits genoss
ohne zu fragen

Veganer und Kräutersammler
fänden nichts als Zähneklappern
ohne die Auserwählten Gottes

fressen Ziegen am liebsten
junge Sprossen
und nagen Baumrinden
bis Bäume schutzlos verrotten

die Wüste Gobi entstand
durch feindfreie Ziegenherden
- überhaupt zerstören Herden
jede natürliche Grundlage
wenn nicht - ja! wenn nicht gerade
diese auserwählte Logik
ausgleicht

Edens dunkler Ausweg aus der Sackgasse
vergällt sie doch manch Himmelreich!

gebe Umengen an Geld
für Korsischen Käse
dessen pikante Seele den Gaumen
zu Sinnknospen erregt

wir leben voneinander / gerissen
oder tilgen künstlich
in einer sterilen Maschinenwelt
jedes schlechte Gewissen

© j.w.waldeck 2010
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