Götterdämmerung

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Poseidon rauscht auf seinem
Wogenstreitgespann
über alle sieben Meere,
seine Wasserrosse
jagen, schnauben durch
aufgetürmte Wasserherden,
niederbrausen und zusammenfließen,
schaumbekrönt sind seine Wellen,
die die Felsen fest umschließen.

Wenn Zeus Geschicke
Wolkenmeere blitzend teilt,
Götter und Heroen
und allen Sterblichen zu
seinen Füssen beugt.

Und in der Tiefe,
geschwärzt von Nacht,
der Höllenhund des Hades
Reich bewacht.
Wenn jener seine schwarzen
Netze spannt und fischt
die Seele aus der Gischt,
die Poseidons Wut ertrank.

Hat siebenmal der Styx
sich um die Nacht gewunden,
wenn lautlos der Fährmann
durch die dunklen Stunden,
die Seelen ins Vergessen übersetzt,
wohl dem, der in der Lethe Wellen,
tief versenkt und fest gebannt,
kein Schmerzgefühl
ihn mehr benetzt.

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Kommentare

27. Dez 2018

Bei Deinem Ausflug in die Welt der Götter folgte ich Dir gern ...
Dem Höllenhund des Hades blieb ich eher fern.
Und auch Poseidons Wut hat mich erschreckt,
doch wunderschön hast Du das Wogenstreitgespann geweckt.
Danke, lieber Jürgen, für diese ausführlich gewaltige Götterdämmerung.

Liebe Grüße,
Annelie