Stadtregen [Melancholie]

von Jan Jendrejewski
Mitglied

Die hohen Häupter der schemenhaften Kratzer
gefangen hinter einem Schleier beklemmender Dunkelheit.

Regenschirme, ein Meer mannigfaltig
Tränen des weinenden Himmels standhaft.

Gespenster nachtfarben, verschlossen flanieren
einander melancholisch leblosen Mienen dreinblickend.

Prachtstraßen und Avenuen und Boutiquen feudal.

Unweit der Fluten, in einem Café wohlig
eine Beauté, berückend und blutjung
tiefschwarze Haarpracht, ihre Lippen kirschrot.

In einem Buch der Melancholie entfliehend.

Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Kommentare

13. Nov 2019

Dies war mein erstes wahres (Nicht-Reim)-Gedicht. Ich weiß noch genau, wie lange ich auf der Suche war nach schönen Wörtern, mit denen ich die Szenerie in Sachen Gefühl, Schönheit und Bildhaftigkeit bestärken konnte, und wie genau ich bei jedem einzelnen Vers überlegt habe.