Abgelichtet in letalen Lichtern

von J.W. Waldeck
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hinters Licht Geführte, die an Flammen glauben
legen ins Feuer ihr blindes Vertrauen
als unsichtbare Wesen ihre Energie nehmen
bleibt nur das Schlusslicht abgebrannter Kerzen
wie Tinnitus: ein Rausch der Schaumschläger
schlagen Wellen über, bis Erschlagene vergehen
im NimmerMeer namenloser Schmerzen

Fiedel, Fiedel, Obolus!
von Wänden hängt dein Lohn herab
eines Wundensohnes Blutverguss
so strecke gelockte Griffel unverzagt
über Engelkerzen halte still
ganz still! egal was dein Verlangen will
es heilt bestimmt, was Glück verkohlt:
der Armleuchter ausgegangen Trost!

ein Spinnennetz, so glitzernd hell
gewebt zum sanften Schlummer
zeitlich begrenzt und scheinbar virtuell:
dort herrscht niemals Hunger!
und alles zieht sich in die Länge
wie fades Licht sich ewig krümmt
surren dort silberne Gesänge!

vibriert, ihr Fäden einstigen Lebens
gewebt aus vergangenen Seelen!
jubiliert, ganz ausgezogen
im Ausgeschiedenen, hoch oben!
damit sich einfängt, was höh'rem Ziele dient
ohne Eigensinn durch fremde Sinne zieht

© j.w.waldeck 2018
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