Armutsrentner

von Regina Bäcker
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Ich will nicht,
wirklich nicht, unsterblich sein.
Nein! Nein!
Jedoch bin ich auf einmal ein Armutsrentner,
mein Beruf war Kellner.

Rücken kaputt,
die Frau im Pflegeheim.
Fünzig Jahre Erinnerung,
die Wohnung muß ich räumen,
zu wenig verdient zum sparen.

Mein kopf steht unter Druck.

Nun geh ich stundenlang an den Mülleimern entlang.
Hab sogar Kollegen, die mit mir gehen.
Auch wenn es sinnlos scheint,
die Aufstockung zur Grundsicherung
mir noch bleibt.

Pfeif auf 45 Jahre Arbeitsleben jetzt,
ist alles nur Geschwätz.
Manch Arbeit reicht nicht für die Rente,
die ist am Ende nur noch eine ENTE.

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Kommentare

30. Jul 2016

Nicht umsonst haben die Tafeln einen solchen Zulauf.
Wer sein Leben lang unterbezahlt wurde, kann im "wohlverdienten Ruhestand" wahrlich keine großen Sprünge machen.

30. Jul 2016

Beschämend für ein sogenanntes "reiches Land". Ein Text mit Foto, der unter die Haut geht und Sprachrohr ist für all die ehemaligen "Lohnsklaven". Das tut weh und macht wütend, wenn man darüber nachdenkt. Stimme mit Axel überein.
LG Monika