Der Kuss

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Es brennt mich das Verlangen nach einem Kuss
Kirschen roter Lippenpaare.
Eis meine Haut,
es kocht mein Blut,
doch ich konnte sie nicht berühren,
der Abstand war zu groß.

Ein Blick in den Spiegel,
da presste ich meine Lippen aufs
kühle Glas meines Konterfeis,
als ob der Mensch sich nicht selber küssen könne?
So küsst er doch nur die Fantasie seiner Gedanken
auf einen Badezimmerspiegel,
im nackten Bewusstsein der Tatsachen.

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Kommentare

29. Sep 2018

Ja, lieber Jürgen, Du hast total recht. Sich selber zu küssen, was für ein schöner Gedanke (bei geringer Ansteckungsgefahr, womit auch immer :-)). Ich hoffe, dieser Eigenkuss hat Dein Blut ein wenig beruhigt. Meiner Meinung nach ist Dir ein sehr gutes Gedicht gelungen.

Liebe Grüße,
Annelie

01. Okt 2018

Ach Annelie, mein Blut fließt längst schon wieder in geordneten Bahnen:-) Ansteckungsgefahr gebannt :-)

Eine gute Woche.

Grüße

Jürgen

29. Sep 2018

...ein Verharren im beschlagenen Gedachten der Schlieren eines leicht vernebelten Gedankenspiels...
LG Yvonne

01. Okt 2018

....... vernebeltes Gedankenspiel..., passt sehr gut, gesteuert vom unterschwelligen Verlangen!

Viele Grüße

Jürgen