De Visione Dei

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Mit verschränkten Armen sitzt Gott,
schaut gelehnt aus seinem Fenster.
Bewegt sein Haupt und seufzt nur: „Ach!“
Da laufen sie, 7,2 Milliarden Gespenster,
was hab‘ ich mir nur dabei gedacht.

Geschichte ist doch dazu da
um draus zu lernen was mal war.
Doch scheint die Welt sich aufzurüsten,
Despoten sich mit Hass nur brüsten.

Der Versuch, das Menschen Hirne tragen,
ist, denk ich, fast schon fehl geschlagen.
Mein Traum von meinem Ebenbild,
es scheint, er hat sich nicht erfüllt.

Mein Paradies ist fast noch leer,
und Gott steht auf: „Viele kommen
da wohl auch nicht mehr. Ich fühl mich da
doch schon verletzt. Wie sagt der Mensch;
die Hoffnung stirbt zuletzt!

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Interne Verweise

Kommentare

29. Dez 2016

Das Paradies ist leer
weil ein monotheistischer Gott alle Seelen
selbst verzehrt... ;)

LG. Waldeck

29. Dez 2016

Sollte Gott so etwas wie eine Allseele sein, so könnten die Seelen auch hypothetisch betrachtet wieder in ihr aufgehen, in dem
sie sie aufnimmt, damit er selber bestehen kann. Ein sich ewig erneuender Prozess, Kreislauf.
Beste Grüße. Jürgen

30. Dez 2016

Sollte solch ein Alptraum wahr werden, ist er kein wahrer Gott, sondern auf Ernte aus, auf Frischzellenkur.

Immer nur eine Seele, einen einzigen Geist, eine einzige Wahrheit, die nicht von selbst bestehen vermag.

Ein solcher Gott ist nichts als eine projizierte Kreatur geistiger Ängste.
Sie besteht, solange lebendige Wesen ihre Energie darin verschwenden.

Das All ist Leben und Tod, Geist und Materie, wo immer man hinschaut.
Aber was es nicht ist: begrenzt durch eine vorbestimmte Absicht
welche die unendliche Anzahl, die der Zufall generiert ignoriert,
um sich auf eine imitierte Anzahl an Variationen zu limitieren,
welche wiederum vereinzelt als absolute und festgelegte Autoritäten,
Seelen, Sphären oder Ebenen von ganz oben oder Jenseits
dies alles managen.

Kreisläufe sind in sich geschlossen.

Sie halten nur solange wie ein BESTIMMTES Konstrukt
überlebt bzw. funktioniert.
In einer permanent sich verändernden Daseinsform
gehen sie darum unter, falls sie nicht ihre alte Bahn verlassen.
Sich ewig erneuern, um gleich zu bleiben
ist Kreationismus, und der versagt bereits seit dem Erfinden
bestimmter einkreisender geistiger Gefängnisse.
Meine Meinung. ;)

LG. Waldeck