Stern und Schneeflocke

von J.W. Waldeck
Mitglied

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verurteile nicht
was du nicht verstehst
unterschiedliche Wege
sind doch nur Wege...
was immer du begehst
trifft auf deine Seele

.............................

ich frug nach deiner Liebe
dankbar
für deine bloße Existenz

was willst du von mir
die du flehende Liebende von dir weist
und durch Brennen... vereist?

wieso bereitet mein Wesen
dir Schmerzen und Feuer zehrt
an deiner nachtbegehrenden Seele?

vermag dir Sonne sein und Sterne
dunkler Winter Flockentanz
ist Freude mir und Dankbarkeit

in dir ein stummes Fordern
doch schweigsam ist die Ewigkeit
über Wunden zu belohnen

ich will dir einfach nicht weh tun
und fürchte mich davor
das du an mir dich verletzt

weil du mein Wesen nicht erträgst
das deinen Reizen widersteht
und sei die Liebe noch so tief

die dich aus Dunkelheit berief...

für mich ist rabenschwarze Asche glänzend
und Funken sprühen aus der Nacht
ist Höllenqual bloß Wahnes Ohnmacht

und heilig ist mir deine Liebe
und mörderisch dein enttäuschtes Herz
so ohne Trost und ohne Friede

was willst du denn von mir
wenn du mich bloß zur Kunst missbrauchst
doch nicht mein Wesen erschaust?

wieso ist meine Seele dir ein Dorn
und nicht die Rose voller Blut
und nicht das Herz lebendige Glut?

ist es die Angst zu zerschmelzen
was überirdisch schön dich kleidet
auf mondverhang'nen Feldern?

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© 2007

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Kommentare

31. Aug 2016

Ich habe wohl Glück, in mancher Hinsicht deinen Geschmack zu treffen.

Und es macht mir große Freude, wenn miir mal was gelingt.
Natürlich beziehst du dich eher auf das Gesamtbild jener Lyrik die du von anderen Seiten kennst.
Denn dieses Gedicht ist nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Aber gefühlt habe ich totz der einfachen Formulierung eine Menge.

Geistige Nähe, jenseits der Sprache. Ob man sowas zur Sprache bringen darf?