Tod der Natur

von Alfred Mertens
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Die Lüfte flüstern leis ihr Lied,
als Klage ihrer Todestunde.
Der Nebel durch die Zweige zieht
und streichelt sanft die letzte Stunde.

Der Himmel tief gehüllt in grau
das Leid erfährt das Sterben nah,
die Wiese trägt ihr milder Tau
als letzter Glanz - kaum wahrnehmbar !

Die Bäume kahl kein Blatt zu sehn,
selbst Tiere machen sich heut rar
Die Zukunft wird ab heut vergehn,
und nichts ist mehr berechenbar.

Es ist die Stille die so schweigt,
wie sich das Sterben langsam übt
bis jäh das Ende ist erreicht,
und die Natur sich selbst besiegt.-

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Kommentare

03. Okt 2017

Liebe Soléa, man müsste meinen, dass mir solche Anwandlungen fern blieben, Als alter Witzbold passt es eigentlich nicht recht zu mir. Und dennoch sind mir solche Gedanken nicht fremd. Im Gegenteil, ich kann mich den Todessehnsüchten ernsthaft nähern Oft trifft das ein, was ich schon lange im Köcher habe,und heißen soll: Die Menschheit bereitet sich selbst bald sein Ende. Als Atheist.
sehe ich den Weltuntergang unter anderen Gesichtspunkten. Ist es da abartig, wenn mich solche Gedanken beschleichen ?
Manchmal ist es mir wirklich ernst zu Mute.

Danke für Dein Gefallen
Lb. ALFRED

02. Okt 2017

Hier schafft Melancholie wundervolle Poesie.
Und dennoch blitzt in mir Hoffnung - irgendwie.
Danke.

LG Monika

02. Okt 2017

Liebe Monika, wenn wir nicht Hoffnung hätten, wäre es schlimm !
Deshalb lasse ich meine Anwandlungen auch so , wie sie sind !
Es muss sich ja nicht alles bewahrheiten, was sich bei mir in der Birne abspielt!

Ich danke Dir für deine Bemerkung!

Gruß
ALFRED

03. Okt 2017

Lieber Willi, last not least, danke für dein Statement. Hoffentlich nicht zu tief, um dich zu "verletzen"
Und Morgen feiern wir wieder unsere Wiedervereinigung, die hoffentlich keine Tücken mehr beinhalten

Alles Gute !

LG
ALFRED