2 A.M.

von Büsra Koc
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Die Eitelkeit der Lebenden
Die Weisheit der Sterbenden
Eine unsichtbare Wand trennt sie
Nur Erinnerungen und Träume
Durchbrechen sie flüchtig

Aber keine Vereinigung, nicht mal für einen kurzen Moment
Der Gestorbene bleibt tot,
Trotz seiner lebendigen Erinnerung
Und der Lebende wird nie wissen
Welchen Tunnel der Tote durchquerte

Was würde ich alles dafür geben
Um mit den Toten reden zu können
Wovor würden sie mich warnen
Und wozu anmahnen?

Manchmal scheint mir mein Leben rückblickend
Wie ein fremder Film mit vertrauten Rollen
Und das Fenster, durch das ich schaue
Kann ich es denn vertrauen?
Kann ich durch das Fenster erkennen,
welcher Mensch mir entgegensteht
Oder schaue ich in Wahrheit auf Spiegel?

Mein Herz, das mich auf bestimmte Wege lenkt
Kann ich es vertrauen, ist es ein guter Kompass?
Oder hat es mich in Wahrheit verirren lassen?

Zu viele unbeantwortete Fragen
Zu viele offene Antworten
Zu wenig Klarheit
Und ein bebender Boden
Auf den ich mich festklammere
Um nicht durchzudrehen,
versenke ich mich in meine Eitelkeit
bis mich an einer schlaflosen Nacht
wieder diese Gedanken einholen

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