Die Mondelfe

von Ephraim Kolczynski
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Im Schleier weiß gefangen,
umging sie Nachts den See
und trank aus dem Verlangen,
das Silber sanft vom Klee.

Ihr Haar wob alle Schatten,
zu einem tiefen Schwarz
und glitt wie Nebelmatten,
in einen Mund aus Quarz.

Der Mond durchdrang wie immer,
sein Spiegelbild so fein
und färbte reinen Schimmer,
ins Haarkleid ihr hinein.

Da küsst sie mit Rubinen,
den Mond in matter Not
und leiht ihm Stern beschienen
ihr allerschönstes Rot.

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