Ihr Liebenden und Jungen

von Willi Grigor
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Der Tod reibt sich die Hände,
recht viel hat er zu tun.
Die Toten sprechen Bände,
ihr Leiden ist zu Ende
- sie dürfen ewig ruhn.

Die Lebenden sich sorgen
und wenden hoch den Blick:
Ach könnte man sich borgen
der Tage Nächte, Morgen
und geben sie zurück.

Die Gläubigen sich sagen:
Der Tot das Leben nimmt,
doch wollen wir nicht klagen,
uns werden Engel tragen
zur Seligkeit. Bestimmt!

Ihr Liebenden und Jungen,
ihr fürchtet nicht den Tod.
Ihr zeigt ihm eure Zungen,
presst Kraft aus euren Lungen,
auch wenn das Schlimmste droht.

© Willi Grigor, 2019
Aus dem Leben

(Der Text ist vor dem Coronavirus geboren.)

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