Deine Farbe

Bild von Philo Sophia
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Wortlos voll im Inneren belebt,
niemand es sieht und niemand versteht.
Stirbt Hoffnung stirbt auch der Glaube daran,
habe ich dich nicht richtig erkannt?

Schauer auf Haut, Kopf und Haar,
mit Blick in den Spiegel mein Herz gebar
deine Farbe-
sie ist immer noch da.

Sie wird verblassen mit der Zeit, da bin ich sicher,
drum lasse ich sie da, schön und glänzend sie schimmert.
Wässere das Herz in Tränen, die mein eigen sind,
still und schweigend die Zeit gerinnt.

Dann, ein erneuter Blick und siehe da,
eine Blume wuchs, dem Himmel nah,
in ihrer vollsten Pracht schaut sie mich an,
will aus meiner Brust geliebt, will anerkannt.

Nein, das wollte ich nicht sein,
wollte, dass sie leise geht, deine Farbe,
es sich ganz von selbst versteht-
ohne Narbe.

Nun ein eigens Leben sie besitzt,
ihre Wurzeln sind tief, ihr Dorne sticht.
Versuche sie zu entreißen,
bis mein Herze mir bricht,
deine Farbe läuft nun
auf die Hand und das Gesicht.

Ich stehe da, laufe an, in einer Farbe,
die ich nicht mehr benennen kann.
Ist es Liebe frage ich mich?
Ich habe dich in mir und kenne dich nicht.

Hinterlässt Spuren wo keine waren,
weißt nichts davon und lächelst mich jetzt an,
soll alleine damit sein, soll dankbar gehen,
in mir selbst dann Ruhe finden
und dich nie wieder sehen.

Windend die Seele noch vom Schmerz geplagt,
denn du bist ganz ungefragt
die Antwort für mich,
ich hingehen bin für dich

nichts.

Wortlos voll im Inneren belebt,
niemand es sieht und niemand versteht.
Stirbt Hoffnung stirbt auch der Glaube daran.

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