Episode

Ein Greis vereist, im Morgenmantel
Der Raureif von der Seele kratzt
Schlurft durch den Pulverschnee der Zeiten
Und rodelt durch die Kindheitstage
Wie durch ein Zelt voll Jahresbreiten

Im Zeitgeschehen sich Ringe ziehen
In jedem Baum entblößt sich Leben
Wie Wanderer durch Jahrhunderte gehen
Gereift in Rinden und in Borken
Der alte Greis braucht keine Korken
Er lässt sein Glas beim Abschied stehen

So tragen uns die Flügel leise
Wohin nur will die Welt sich drehen
Wenn im Konzert Gestirne leuchten
Und Monde durch die Jahre fliehen
Eingeklemmt in Sternenzeichen
Die Seelen zu den Himmeln reifen.

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Kommentare

27. Jan 2021

...und wenn sie sich dann endlich entfalten,
schlagen andere Zeiten Gewalten.

Liebe Grüße
Soléa