Glückwunsch zur Promotion von C . . .

Bild von Ernst Wetzel
Mitglied

Nach Erteilung der Druckerlaubnis und Veröffentlichung deiner Dissertation,
ist nun formal beendet das mehrjährige Verfahren deiner Promotion.
Darfst nun den Titel einer Doktorin der Wirtschaftswissenschaften führen
und damit mehr als berechtigt deinen Nachnamen mit Dr. rer. oec. verzieren.
Die Disputation zu deiner Dissertation geschah ja schon vor zwei Jahren,
die Vielbeschäftigung deines Doktorvaters verlangsamte das weitere Verfahren.
Formale Vorgaben der Veröffentlichung trugen dazu bei; es wurde noch später,
deinen Doktortitel endlich einzutüten; es waren doch nur noch wenige Meter.
Wegen Corona kam die ersehnte Urkunde auf postalischem Weg endlich an,
Du hadertest schon und überlegtest, was alles noch so passieren kann … .
Nun hältst du deinen Dr.-Titel auch verbrieft zu Hause in deinen Händen,
bist damit „frei“, kannst deine Blicke auch anderen Bereichen zuwenden.
_______________________________________________________________

C . . . ,
deine erste wichtige externe Prüfung war dein erlangtes Abitur
dem folgte zeitnah die Zäsur, was mache ich damit denn nur.
Zur Orientierung bot sich eine Demi-Pair-Phase in Toronto an,
im Blick, dort eine Zeit zu leben man selbstständiger werden kann.
Wo man seine Englisch-Sprachkenntnisse konnte erweitern
und sich an der Natur und Kultur in Kanada konnte erheitern.
Und pädagogische Erfahrungen macht in der Kinderbetreuung,
sowie einschätzen lernt erweiterte familiäre Haushaltsführung.
Zurückgekehrt entschiedst du dich interessegeleitet in Bochum zum Studium,
in Wirtschaft und Politik Ostasiens - einem eher fachlichen Sammelsurium.
Das Studium dort schien dir, weil zu breit angelegt, einfach zu oberflächlich,
was für die dann volkswirtschaftliche Schwerpunktfestlegung war ursächlich,
dies aber an der Universität zu Köln immatrikuliert, weil auf deren Ruf geschaut,
du dort deinen Bachelor- und Master-Science Abschluss in Economics „gebaut“.
Dies alles weiterhin mit dem ÖPVN vom preiswerteren Wohnsitz in Bochum aus,
fühltest dich an der RUB als studentische Hilfskraft im Dekanat WiWi weiter zuhaus‘.
Entwicklungspolitik hast du schon in deinen BA- und MA- Arbeiten aufgegriffen,
wusstest, an der RUB gehört das Institut IEE u. a. zu den vielen Flaggschiffen,
das sich mit Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik dezidiert beschäftigt.
Ein auslotendes Gespräch von Prof. Dr. L . . . mit dir hat dich bekräftigt,
doch in diesem Bereich forscherisch zu arbeiten und auch mal zu promovieren,
weshalb du dich als Doktorandin bei der RUB musstest erneut immatrikulieren.
Im Rahmen eines Projektes zur Ernährungs- und Nahrungsmittelsicherheit,
das international und interdisziplinär sich bezog auf Westafrika insonderheit.
Mit Feldforschungsphasen vor Ort in Burkina Faso, Ghana, Mali und Kamerun
sollte erfasst werden, welche Konsum- und Kaufentscheidungen sind opportun.
Dazu waren dort über einen längeren Zeitraum u. a. Haushalte zu befragen,
die Datenmengen koordiniert und verantwortlich zu erfassen dir dabei oblagen.
Das zu händeln warst du gut sieben Monate in Westafrika in Etappen präsent,
die vielen dann auszuwertenden Daten dienten als empirisches Fundament
für den Theorieteil der wissenschaftlichen Doktorarbeit, um sie zu untermauern,
die Dissertation ganzheitlich abzufassen, das musste noch drei Jahre dauern.
Daneben bestanden ja noch Verpflichtungen zur Mitarbeit an der WiWi-Fakultät,
auch bei Übungen, Vorlesungen und Seminaren des IEE war gefordert Qualität,
Und das universitäre Prüfungswesen beanspruchte seinen größeren Zeitanteil,
waren doch Klausuren in Etappen zu beaufsichtigen und zu bewerten derweil.
Und die Studenten bei ihren Abschlussarbeiten auch Unterstützung begehrten
das alles waren parallele Tätigkeitsfelder, die regelmäßig wiederkehrten … .
______________________________________________________________

All das lässt mich anerkennen und ringt mir viel Respekt ab,
hielt diese Lebensphase dich vielerorts vielschichtig auf Trab,
bist dadurch aber auch weit in der Welt herum gekommen
und hast verdient einen akademischen Status erklommen,
der dich als Doktorin für Wirtschaftswissenschaften statuiert,
damit dir sind weitere einschlägige Berufsbereiche offeriert:
Da bietet sich an zu begehen den Weg der Hochschullaufbahn,
als nun voll tätige wissenschaftliche Mitarbeiterin ist der schon getan.
Am Institut weiter zu forschen, einmündend in eine Habilitation,
die noch vorhandenen wertschöpfenden Daten warten ja schon.
Am Ende dieses Weges könnte steht dann eine Professur,
der bedingt sich damit zu unterwerfen einer erneuten Dressur.
Es bleiben dabei die Zweifel, man ist dann zwar habilitiert,
weiß aber, die Lehrstühle an den Hochschulen sind limitiert … .
Tätigkeitsbereiche wären auch die Nichtregierungsorganisationen,
sozial-karikative, kirchliche, Wirtschaftsverbände wären Optionen,
da fallen mir das Int. Rote Kreuz, Misereor oder die FAO spontan ein,
die ja (Entwicklungspolitik-)Projekte unterstützen ganz allgemein.
Da könnte man unmittelbar vor Ort helfende Projekte umsetzen
und trifft sicher auf Menschen, die diese Arbeit wertschätzen.
Ein weiteres Aktivitätsfeld wäre die Mitarbeit in der Exekutive.
hier wäre wirtschaftliche Entwicklung mitzugestalten inklusive.
Auch die EU und die BRD unterstützen nachhaltige Entwicklung,
initiieren und tragen Projekte und übernehmen deren Finanzierung.
Für die Ausführungsbestimmungen dazu wird Fachwissen angefragt,
den politischen Willen zielführend umzusetzen ist dabei angesagt.
Es bleibt also weiter spannend deinen Lebensweg zu begleiten,
wohin es dich örtlich und inhaltlich verschlägt in künftigen Zeiten.
Da spielt auch sicher der private Sektor einflussgebend mit hinein,
will man ganzheitlich in seinem Leben ein glücklicher Mensch sein.
Im Beruflichen und Privaten stehen für dich nun Entscheidungen an,
die mit Bedacht und hoffentlich dann nachhaltig werden getan.
Dazu dir (und euch) eine (einvernehmliche) glückliche Hand.
die dich (und euch) antreiben, innovieren und halten instand.
Herzlichen Glückwunsch
und freudvolle Blicke
in die Zukunft wünscht
Ernst

Die Glückwunschkarte wurde mit Publisher (Seiten 1 und 4) und Corel Draw
(Innenseiten 2 und 3) im DIN-A4-Queerformat erstellt, auf doppelseitigem
Fotopapier gedruckt, dann auf DIN-A5-Format gefaltet.
Wegen des nur geringem Speichervolumens für ein anzuhängendes Bild
ist die Qualität leider nicht gut, es gibt aber wenigstens die Gliederung
des mehr autobiografischen Gedichtstextes auf den Kartenseiten wieder.