Herbstgedichte ✓ Gedichte zum Thema Herbst

Bild zeigt Blätter im Herbst

Der Herbst gehört als eine der vier Jahreszeiten seit jeher zum festen Themenrepertoire jedes Dichters. Eines der beliebtesten Herbstgedichte ist wohl der "Herbsttag" von Rainer Maria Rilke. Frühling, Sommer, Herbst und Winter symbolisieren in der Literatur und Malerei den ewigen Kreislauf der Natur, wobei der Herbst nach dem Wachsen und Reifen als Symbol für die Vergänglichkeit steht.

Gleichzeitig ist er aber auch - eben als Teil des natürlichen Kreislaufs - ein notwendiger Schritt zur Erneuerung. Hier finden Sie moderne und klassische Herbstgedichte zum Thema.

klassische Herbstgedichte
von Johanna Ambrosius
von Rainer Maria Rilke
von Günter Ullmann
neue Herbstgedichte
von J.W. Waldeck
von Michael Dahm
von Kathleen Friedrich
die schönsten Herbstgedichte
von Monika Laakes
von Sigrid Hartmann
von Angélique Duvier
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 191 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Bin entzückt und auch entrückt,
seh dies Rot, ein blendend Rot.
Hier hat Herr Herbst sich ausgetobt,
hat mit der Schönheit sich verlobt.

Er blendet mich mit tiefer Sonne,
da bleib ich steh'n, fang Strahlen auf.…

von Sigrid Hartmann

Ade du schöne Sommerzeit,
mit Nebel, feucht und kalt,
macht langsam sich der Herbst bereit,
färbt bunt uns unseren Wald.

Noch trägt der froh sein grünes Laub,
doch sieht man sie schon sitzen,
die Maler, die…

von Michael Dahm

Schau, das Blatt im Tanze stirbt,
wenn stürmisch es der Wind umwirbt,
bunt schenkt es ein Lächeln her
und dann wird's im Baum so leer.

Sieh, es treibt ein lächelnd Heer,
so bunt, so froh und gar nicht schwer,…

von Angélique Duvier

Goldener Blätterreigen
tanzt im wirbelnden Tanz.
Sanfte Windspielgeigen
locken mit buntem Glanz.
Kastanien prasseln herab,
schlagen dabei den Takt.
Bäume werfen schon Blätter ab,
die Zweige wiegen sich…

von Ralf Risse

Heraufgerannt um dreinzuschauen . . .
Gesetzt des Nebels Lungen
im Stillstand seinen Atem wahr'n -
vom Herbst ja längst durchdrungen.

Kopfüber zur Vergessenheit,
geschult im Auf und Nieder.
Von oben legt…

von Michael Dahm

Der Himmel weint
warum auch immer
ein Rabe greint
kein lauer Schimmer.

Die Straße glänzt
die Tropfen prallen
die Sonne schwänzt
die Tränen fallen.

Der Wind er weht
wohin auch immer
der…

von Sigrid Hartmann

Schweben, fliegen
Losgelöst und frei
Vom Winde getragen
Ach wär's doch nie vorbei

Ein Lufthauch hebt mich
Erneut empor
Ein Stückchen höher
Als zuvor

Hoch über allem
Treib ich dahin

von Michael Dahm

Der Herbst schaut durch den Tag,
verzaubert Feld und Blätter,
mit feinem grauen Schlag
verändert er die Wetter.

Er streift durch Strauch und Bäume
und küsst den Sommer fort,
denn seine bunten Säume…

von Michael Dahm

Nebel schwelgt im Garten grau,
versteckt die bunten Blätter,
darunter schläft der Igel schlau,
enthoben aller Wetter.

Felder kahl im Abenddunst,
sind nur zu erahnen,
Herbst zeigt seine triste Kunst
und…

von Annelie Kelch

Novemberblues:
die Stadt versinkt im dichten Nebel,
am Boden kniet die Luft und sehnt sich
nach ein bisschen Sonne.
Das Herbstlaub modert in der Regentonne,
indes diverse Schwaden um die Türme wabern.

Selbst…

von Rainer Maria Rilke

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie…

Rezitation:
Rezitation: Angélique Duvier, Klavier und Komposition: Vladyslav Sendecki
von Michael Dahm

Eine Wolke schwarzer Stare
flattert rauschend durch das Grau,
Flora hat schon gelbe Haare,
und am Himmel fehlt das Blau.

In der Ferne singt ein Chor
monoton die alte Weise,
Kranichkehlen bring'n hervor,…

von Michael Dahm

Die Spinne webt Altweiberhaar
und will die Sonne fangen,
im Abendlichte wunderbar,
als Tag schon fast gegangen.

In rotem Lichte Wolken glühn,
am klaren Himmelsbogen,
und Gänse, die ins Warme fliehn,
sind…

von Monika Laakes

Noch bezaubert mich das Grün der Bäume
und ich atme tief in sie hinein.
Sehe in mir bunte Sommerträume,
die berauschen mich wie milder Wein.

Und die Fähigkeit des Waldes
heuer noch so frisch zu sein,
trotz des…

von Volker Harmgardt

H e r b s t z a u b e r g r ü ß e,
wie fern ich von dir lebe -
gleich dem gefall`nen Blatt.

von Michael Dahm

Mecklenburg, mein herbstlich' Land,
bindest mich mit buntem Band,
in den Auen und Alleen,
an den Flüssen und den Seen.

Kühler weht es durch die Wälder,
überschaubar sind die Felder,
und des Forstes Stämme…

von Michael Dahm

Das Licht steht tief
der Wind er geht
ein Kranich rief
das Jahr verweht.

Der Wald wird licht
die Eicheln fallen
die Sonne bricht
durch bunte Hallen.

Es hält die Zeit
den Ton nun länger…

von Sigrid Hartmann

Ein grauer Tag, der Regen fällt
in Schnüren, die nicht enden.
Der Himmel will ihn spenden,
wer hat den Segen nur bestellt?

Kein Sonnenstrahl im Nebelgrau,
vom Herbstbaum fallen Blätter,
was ist das für ein…

von Willi Grigor

Die Nebel aus den Gründen steigen,
das Licht beginnt sich zu begrenzen.
Die hohen Gräser tief sich neigen,
das Bild auf ihre Art ergänzen.

Die Bäume sich verschwommen zeigen,
mit Farben, die den Grauton tragen.…

von Sigrid Hartmann

Wenn der Ruf der Krähen hallt,
Über Wald und Flur erschallt,
Wenn ganz schemenhaft ein Licht
Durch die weißen Schleier bricht,

Wenn die Morgennebel sinken,
Und die Krumen Tröpfchen trinken,
Biene es mit…

von J.W. Waldeck

nächtlch, im nicht Ersichtlichen
beschreite ich deine virtuelle Schwelle
vergesse gekannter Geschenke
und geliebter Augenblicke
denen ich Zukunft verlieh

mit offenem Regenschirm
unter dunklen Abendlampen…

von Angélique Duvier

Braune Blätter an den Ästen,
Sturmgepeitschter Regen,
gepaart durch kühle Lüfte.
Welke Rosen duften noch,
nach Sommerwind und Lüste.

Die frühe Eiche ist bald kahl,
trägt letzte Blattgoldblätter.
Planlos…

von Kathleen Friedrich

Regen trommelt immer zu
Aus dem dick bewölkten Himmel
Rieselt auf die müden Blum'
Die sich zum Schlafen legen.
Kalter Wind reisst bunte Blätter
Auf den feuchten Boden,
Wo der Frost sich an sie krallt
An…

von Michael Dahm

Schaukelnde Blätter, vom Wind sanft gewiegt,
hierhin und dorthin, ihr Dasein verfliegt,
tief fällt die Sonn' durch güldene Bäume,
selig, selig singen Vögel noch Träume.

Friedvoll atmet dunstig der Wald,
der…

von Michael Dahm

Der Herbst blaut kalt am Himmelsmeer
mein Land, es legt sich nieder,
sein Atem rauscht in Eichen schwer,
trägt heut noch Vögleins Lieder.

Diamanten funkeln Sämlings Spitzen,
vom Tau im Morgenlicht,
im…

von Angélique Duvier

Beeilt euch trocken nach Hause zu kommen,
die Erde ist nass und die Luft ist feucht,
Die Bäume wiegen und biegen sich schon,
Vögel flüchten sich ins nahe Gesträuch.

Nur was uns wichtig ist schleppen wir hastig
ins…

von Michael Dahm

Leer die Krume,
Raben unken,
letzte Blume,
bald versunken.

Stille Weite,
Kranich schreit,
an der Seite,
Ewigkeit.

Fahler Schein,
auf graue Soden,
hebt den Stein,
aus…

von Annelie Kelch

In allem zeigt sich müde der Zerfall,
indes: die Bäume trifft es, wie 's mein Aug'
mir glauben macht, am härtesten,
und deshalb lieb ich sie am zärtesten
von allen Pflanzen dieser Welt.

Die Blätter fallen –…

von Shinwar Bomhof

Im Herbst
sinken die Blätter
müde im sanften Wind.
Auf die kühl gewordene Erde
fallen sie wie Schneeflocken.
Die feuchte Erde
nimmt sie tief in sich hinein,
nimmt ihnen ihr Rascheln,
ihre…

von Michael Jörchel

Meine Sehnsucht, eingesperrt
der dunkle Herbst setzt seine Schranken.
Der Weg zum Licht wird mir verwehrt,
finster kreisen die Gedanken.

Fühle mich fremd in dieser Welt.
Verzweifelt, hilflos ohne Kraft.
Wo ist…

von Angélique Duvier

Die Tage stehen nicht still,
weil der Herbst jetzt kommen will.

Blätter fallen lautlos welk herab,
in goldgelber Farbenpracht

und die Nebel steigen in den Tag,
legen ihren grauen Schleier ab.

Wie ein…

von Susanna Ka

Die Vögel im Wind
fliegen geschwind,
suchen Schutz in den Bäumen,
dort wollen sie träumen
vom Fliegen im Wind.

Die Vögel im Regen
sich nicht bewegen.
Sie sitzen da und tropfen
aus ihren…

von Monika Laakes

Abendliche Schatten zaubern im Wald
aus Baumstümpfen kleine Schweinchen von Wohlgestalt.
Sie zaubern den riesigen Diamant,
er blitzt durch die Zweige und funkelt mich an.
Jetzt sehe ich, was du nicht siehst.
Ist es…

von Willi Grigor

Ein Sonnenstrahl, ein winzig kleiner,
besucht ein welkes Birkenblatt.
Ein Herbstmoment, ein wirklich feiner,
der Farbverwandlungswirkung hat.

Das sterbend Blatt, ein Kind des Zweiges,
schaut glanzlos und ein…

von Susanna Ka

Ich liebe diese grauen Tage,
wenn die gelben Blätter leuchten
und die Hagebutten.

Wenn die Feuchtigkeit in meine Jacke kriecht
und der Wald nach Herbst duftet.

Ich liebe diese grauen Tage,
Wenn der Seeadler…

Seiten

Schon Rilke, Goethe oder Heine haben Gedichte über den Herbst geschrieben

Der Herbst gehört als eine der vier Jahreszeiten seit jeher zum festen Themenrepertoire jedes Dichters. Eines der beliebtesten Herbstgedichte ist wohl der "Herbsttag" von Rainer Maria Rilke. Frühling, Sommer, Herbst und Winter symbolisieren in der Literatur und Malerei den ewigen Kreislauf der Natur, wobei der Herbst nach dem Wachsen und Reifen als Symbol für die Vergänglichkeit steht. Gleichzeitig ist er aber auch - eben als Teil des natürlichen Kreislaufs - ein notwendiger Schritt zur Erneuerung.

Herbstgedichte können Symbol, aber auch das Einfangen des Moments selbst sein

In Herbstgedichten muss nicht notwendigerweise symbolisch vom Kreislauf des Lebens, der Vergänglichkeit des menschlichen Seins gesprochen werden. Oftmals fangen Gedichte über den Herbst auch einfach nur einen Moment in der tatsächlichen Jahreszeit ein. Kastanien, die von den Bäumen fallen oder auch Blätter, die ihre Farbe in dieser Jahreszeit ändern und im Herbstwind tanzen. Der Herbst hält viele Gestaltungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Worten bereit und kann dabei inhaltlich durchaus auch freudig empfangen werden. Thematisch muss es in Herbstgedichten demnach nicht zwingend um die Vergänglichkeit gehen.

Gedichtformen sind für Herbstgedichte nicht vorgegeben

Hier finden Sie Herbstgedichte, die in allen erdenklichen Gedichtformen verfasst wurden. Neben den klassischen Dichtungen oder modernen Herbstgedichten finden Sie hier auch zahlreiche Haiku, die Themen des Herbstes aufgreifen und in gerade einmal 17 Silben verarbeiten. Es kann bei Herbstgedichten aber auch ganz ohne Reim gehen, wie das zum Beispiel in den Prosagedichten immer der Fall ist. Egal, welche Gedichtform bevorzugt wird- die Herbstgedichte auf LiteratPro halten für den Interessierten in jedem Fall etwas bereit!