Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 176 - 210 von insgesamt 1050 Texten in dieser Kategorie
von Jürgen Wagner

Der Wind des Lebens
beseelt, führt und nimmt dich mit
Verlässt dich wieder

*******************

Ohne diesen kleinen Hauch
bliebst du nichts als kalter Stein.
Wär dir das lieber?

von Sigrid Hartmann

Die Weinbergschnecke hat es gut,
denn hat sie einmal keinen Mut,
zieht sie sich in ihr Haus zurück,
denn es ist ja von ihr ein Stück.

Sie nimmt es mit, wohin sie geht,
egal, wie stark der Wind auch weht.

von D.R. Giller

Berühren tut mehr als Gut und gibt ein Formulieren
Mit der Kraft – Erhalt erschafft den Satz
Einsprung verdoppelt den Salto gewippte – Poesie
Ist was ich mit euch erhaben, als die alten
und Moderne – Sage, Goldwaage

von Willi Grigor

Ob ich mag den Januar?
Ich hab ihn nie gemocht!
In jenem kalten Januar
man um sein Leben focht.

Quer durch Polen auf der Flucht
immer Richtung Westen
haben wir das Heil gesucht -
Angst und Rache…

von Susanne Rowell

Im Wartezimmer
Meines Zigeunerherzens
Rutschen Empfindungen
Von orangefarbenen Plastikstühlen
Götterspeisegleich
In die Ablageregale
Der Zwischenzeit

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Die wilden Wasser fließen rauschend,
tragen Leben über glatte Kieselsteine.
Stauen sich bisweilen auf, strömen -
überwinden Hindernisse.

Springt kraftvoll der Strahl in fliehende
Tiefen. Gezähmt ziehen sie von…

von Soléa P.

Es fing an vor vielen Jahren
als die Kinder an die Seife kamen
sie spielten und schäumten damit rum
zum Händewaschen gab’s plötzlich Grund.

Und ich, eine feine, reine Frau
hab meinen Augen nicht getraut
die…

von Rainer Maria Rilke

Du siehst, ich will viel.
Vielleicht will ich Alles:
das Dunkel jedes unendlichen Falles
und jedes Steigens lichtzitterndes Spiel.

Es leben so viele und wollen nichts,
und sind durch ihres leichten Gerichts

von Michael Dahm

Am Rande des Weges steh ich,
ich sehe nach vorn und zurück,
hinten verdunkelt er sich,
und vorn seh ich nur ein Stück.

Die Nornen verkünden mir nicht,
sie sehen und schweigen wie je,
ich spür dieses Weges…

von Michael Dahm

Rausche Wind doch deine Weise
erzähle mir vom Anbeginn
sag wo endet einst die Reise
und wie hoch ist der Gewinn.

Schlage Sonne deine Räder
viele Male um die Welt
dass des Dichters flinke Feder
auch auf…

von Mara Krovecs

Unter der Erde
deines Herzens
ist der Himmel heute
tief schwarz
wohnt eine Herde
Hoffnung aus
Gold – Diamanten
und Quarz

Jede Bewegung ein Schmerz
jeder Kuss ein Scherz
jedes…

von marie mehrfeld

… Freude.
Der verloren gegangenen unbändigen Freude der Kindheit.
Der Freude an Worten. Menschen. Farben. Klängen. Bewegung.
Berührungen. In seltenen glücklichen Lebensmomenten taucht
sie wieder auf, diese unverstellte…

von Annelie Kelch

Licht:
durch Dunkelheit brich,
zu Dornen
zu Blinden
zu Maria
und Josef
gehe,
Schlangen küss
Wiesen fühl
Wasser wärm
unsere kalten
Winterherzen
schmilz
das Eis

O…

von Michael Dahm

In dunkler Nacht,
des Schlafes beraubt,
da hab ich gedacht
und töricht geglaubt,
ein Wesen sei hier
und lauschte mir,
ich hab ihm erzählt,
was mich so sehr quält,
und es hörte mir zu,…

von Michael Dahm

Ich kann nicht sagen
wo in fernen Tagen
mein Schiff wohl wird liegen
welchen Platz wird es kriegen?

In einem Hafen
wo die sicheren schlafen
oder auf Grund
mit Segeln - die wund?

Treibt es im Meer…

von Michael Dahm

Rauschend blinken bunte Wälder
unterm blauen Himmelsdach
Herbstwind streichelt frische Felder
und der neue Tag wird wach.

Vögel singen ihre Lieder
mit geschwächtem Stimmenchor
denn das Jahr es legt sich nieder…

von Johanna Blau

Du reibst an meiner Oberfläche,
Zerstörst meinen Panzer,
Da steh ich nackt vor dir.
Und wenn ich mich in Deinem Herzen verlier'
zerbricht auch mein letzter kranker Wille.
So bin ich Dein nun ohne falsche Hülle.

Rezitation:
© Johanna Blau
von Angélique Duvier

In meinem Herzen dein Lächeln,
umrahmt von deiner Liebe,
die auch Wasser niemals abwaschen wird.
Auf meinem Mund als Lippenschutz,
ein Lippenstift von roter Farbe,
den Schweiß
der Liebe auf der Stirn.

von D.R. Giller

Spanne ein Seil, über uns schaut die Geschichte
Vernichtender Pfeil, es dringt Grauen ein
Blicke vorbei, zum neuen Erfassen, schlicht Sichte
Bring jene Dinge als Detail
Kleines Stück im ganzen und Großen
Zu den…

von Annelie Kelch

In der Schlange vor dem Schalter -
Sie tastet
nach seiner Hand

von Michael Dahm

Kinder meines Geistes
ich liebe euch doch alle
ist manches ein verwaistes
so liegt's an seinem Falle.

Ihr seid auf dieser Welt
weil Leben euch geholt
das eine hat's erhellt
das andere dann verkohlt.…

von Leah Hood

Ich spür das Leben.
Doch hab noch nicht viel gesehen.
Also kann ich euch noch nicht viele Antworten geben.
Aber Nachrichten schwirren an mir nicht bedeutungslos vorbei.
Es ist nicht einerlei
und das was ich weiß ist…

von Alice V

Du und ich, wir hatten unsere eigene Realität
Etwas, was bei anderen nicht besteht
Ziele die eigentlich unerreichbar waren
Träume die größer als das Weltall schienen
Als das Weltall noch unerforscht und undendlich in uns…

von Annelie Kelch

So kurz das Leben:
Sturz eines Regentropfens
über mein Dachfenster

von Willi Grigor

Ich bin wie im Frühling der Falter,
ich suche nach Blumen mit Duft.
Doch bin ich für Junge ein Alter,
mal schweb ich, mal schnapp ich nach Luft.

Das Leben gibt uns unsre Zeiten,
die Älteren sind nicht mehr jung.…

von Ekkehard Walter

Bei sehr genauer Betrachtungsweise
gibt's für den Menschen nur eine Reise.
Immer vorwärts heißt deren Devise,
Stillstand hat im Leben keine Perspektive.
Nur leider sind auch Rückfahrkarten
in diesem Fall nicht zu…

von Flu Kanda

Das Leben ist der Wind
der dich zu unbekannten Höhen trägt
und dich stürmend in die Tiefe schlägt
Der Wind bringt dich über die Wolken
und wirbelt dich tosend umher
lässt dich fallen, gleich einem Felsen, so schwer…

von Monika Jarju

Montag war gestern ist
heute einer von diesen
unzähligen übereinander
auf Kante gestoßenen Tagen
Immer öfter ist mir Montag
Wann ist Montag kein Montag?
Mittwoch zum Beispiel
entkomme ich der

von Rainer Maria Rilke

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise…

Rezitation:
Lotte Lehmann liest "Ich lebe mein Leben" / 1961
von Anett Yvonne Heinisch

Was deine Wege pflastert
ist nicht nur kalter Stein und Teer
Ist nicht nur grau und dreckig
es ist noch so viel mehr

Was deine Wege pflastert
sind Furchen von Stürmen und Regen
Von Kämpfen, die dich lehrten…

von Axel C. Englert

Dass Seehundauffangstationen es gibt –
Davon las und hörte man. Die sind beliebt:
Denn süß sind doch die kleinen Heuler –
Denen – stopft man gern die Mäuler!

Ein „Seehund“ wurde jüngst enttarnt:
(Man hatte stark vor…

von Eva Klingler

Und dann jener Winter
als das Heu ausging,
die Kühe unruhig, täglich lauter.
Tonfrequenzen ätzten sich in dein Gehör.

Im Frühling nahm dich die Mutter in den Arm, ungewöhnlich.
Sie durfte bleiben, du nicht.…

von Michael Dahm

Nie säumt die heutige Zeit
sie strömt durch Täler und Höhen
die Menschen sind nicht mehr gescheit
und hasten in eiligen Böen.

Am Ende fällt erst der Taler
am Ende da ist es zu spät
der Geschmack der Eile ist…

von Susan Melville

Alleine durch den Wald laufen,
stundenlang und ganz ohne Ziel,
dem Rascheln der Blätter lauschen,
bewundern der Natur Farbenspiel.

Dem Alltagstrott mal entfliehen,
etwas Freiheit für wenige Stunden,
den…

von Annelie Kelch

Bewusstsein im Nebel
Schotten dichtgemacht
Nichts, dass dich noch erreichen könnte …
Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart: perdu

Wir gehen schwanger mit einer Anfangszeile -
Wort, Vers, Metrum et cetera pp.

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.