Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 211 - 245 von insgesamt 1090 Texten in dieser Kategorie
von Monika Jarju

Im Gemenge der Einsamkeiten
sammelt er Zeichen
in Erwartung
einer weichen Frau
er lädt sie ein
bis ans Fenster seines Exils
ihr matter Duft
nimmt das Schweigen fort
sein Lachen
war lange…

von Mara Krovecs

Unter der Erde
deines Herzens
ist der Himmel heute
tief schwarz
wohnt eine Herde
Hoffnung aus
Gold – Diamanten
und Quarz

Jede Bewegung ein Schmerz
jeder Kuss ein Scherz
jedes…

von Annelie Kelch

Licht:
durch Dunkelheit brich,
zu Dornen
zu Blinden
zu Maria
und Josef
gehe,
Schlangen küss
Wiesen fühl
Wasser wärm
unsere kalten
Winterherzen
schmilz
das Eis

O…

von Brigitta Wullenweber

Gefangen in unsichtbaren Spinnerfädchen,
die unüberwindliche Mauern bilden.
Mitten auf dem Meer.
Kein Land in Sicht.
Kein Land vorstellbar.

Verloren in winziger Nussschale,
verschaukelt von Wässerchen

von Michael Dahm

In dunkler Nacht,
des Schlafes beraubt,
da hab ich gedacht
und töricht geglaubt,
ein Wesen sei hier
und lauschte mir,
ich hab ihm erzählt,
was mich so sehr quält,
und es hörte mir zu,…

von Michael Dahm

Ich kann nicht sagen
wo in fernen Tagen
mein Schiff wohl wird liegen
welchen Platz wird es kriegen?

In einem Hafen
wo die sicheren schlafen
oder auf Grund
mit Segeln - die wund?

Treibt es im Meer…

von D.R. Giller

Spanne ein Seil, über uns schaut die Geschichte
Vernichtender Pfeil, es dringt Grauen ein
Blicke vorbei, zum neuen Erfassen, schlicht Sichte
Bring jene Dinge als Detail
Kleines Stück im ganzen und Großen
Zu den…

von Annelie Kelch

In der Schlange vor dem Schalter -
Sie tastet
nach seiner Hand

von Michael Dahm

Kinder meines Geistes
ich liebe euch doch alle
ist manches ein verwaistes
so liegt's an seinem Falle.

Ihr seid auf dieser Welt
weil Leben euch geholt
das eine hat's erhellt
das andere dann verkohlt.…

von D.R. Giller

Märchenkraft erschafft die Sichtung
Um Mythen zu behüten, auf keiner andren‘ Bühne
mühsam schleicht dein Vorhang, in dem Augenblicke‘
Wog‘ Gerechtigkeit, entsprach Erscheinung
Wir altern, bis wir mal Stillstand um Längen…

von Soléa P.

Es fing an vor vielen Jahren
als die Kinder an die Seife kamen
sie spielten und schäumten damit rum
zum Händewaschen gab’s plötzlich Grund.

Und ich, eine feine, reine Frau
hab meinen Augen nicht getraut
die…

von Michael Dahm

Rauschend blinken bunte Wälder
unterm blauen Himmelsdach
Herbstwind streichelt frische Felder
und der neue Tag wird wach.

Vögel singen ihre Lieder
mit geschwächtem Stimmenchor
denn das Jahr es legt sich nieder…

von Sabrina Jung

Bei jedem hinterlässt das Leben Spuren,
zumindest bei den meisten Lebensuhren,
manche sind einfach wunderschön,
manche will man nie wieder sehn,
wer keine Spuren kennt,
hat das Leben verpennt,
drum lebe einfach…

von Thorsten K.

Blitze, Stechen, Qualen.
Mein Herz will mir was sagen.
Krämpfe, Ziehen, Plagen.
Mein Magen will wohl ganz versagen.

Eisige Stacheln mich durchbohren.
Damit bin ich nicht geboren.
Mein Innres will nur schaudern…

von Alice V

Du und ich, wir hatten unsere eigene Realität
Etwas, was bei anderen nicht besteht
Ziele die eigentlich unerreichbar waren
Träume die größer als das Weltall schienen
Als das Weltall noch unerforscht und undendlich in uns…

von Annelie Kelch

So kurz das Leben:
Sturz eines Regentropfens
über mein Dachfenster

von Johanna Blau

Tritt ein, schenk mir Dein Weglicht als Kamin.
Mein Heim will Deines sein, tritt ein.
Wer hofft schon, dass wir weiter zieh'n,
wenn Du und ich uns Flügel leih'n.

Mein Weg war ohne Dich so fad'
ich wollte dauernd…

Rezitation:
© Johanna Blau
von Willi Grigor

Ich war ein Kind, so fünf, sechs Jahre
- vielleicht war alles nur ein Traum -
Meine Mutter, die wunderbare,
erzählte mir von einem Baum:

"Es war im Land, wo wir einst wohnten,
die Linde stand am Küchenhaus*.

von Johanna Ambrosius

Im kleinen Städtchen ist es Jahrmarkt heut‘,
Die Sonne lacht vom blauen Himmel droben;
An einem Brunnen stand ich lange Zeit
Und schaute in das wilde, wüste Toben.
Hier Peitschenknallen, barscher Kutscherton,
Im…

von Flu Kanda

Das Leben ist der Wind
der dich zu unbekannten Höhen trägt
und dich stürmend in die Tiefe schlägt
Der Wind bringt dich über die Wolken
und wirbelt dich tosend umher
lässt dich fallen, gleich einem Felsen, so schwer…

von Michael Dahm

Wie hab ich verloren
was mir wurde gegeben
als ich ward geboren
hinein in dies Leben.

Wann kam er abhanden
hat ihn ein anderer?
Hab ihn nicht verstanden
nun ist er ein Wanderer.

von Leah Hood

Ich spür das Leben.
Doch hab noch nicht viel gesehen.
Also kann ich euch noch nicht viele Antworten geben.
Aber Nachrichten schwirren an mir nicht bedeutungslos vorbei.
Es ist nicht einerlei
und das was ich weiß ist…

von Axel C. Englert

Werter Leser, lese wonnig dieses Gedicht –
Wie schön, wenn Dich sein Reim anspricht!
Doch, bitte, übe streng Verzicht:
Und stelle NIEMALS, NIE Dein Licht –

Unter jenen Scheffel! Nimmer! Nein!
Denn Scheffel findet…

von Anett Yvonne Heinisch

Was deine Wege pflastert
ist nicht nur kalter Stein und Teer
Ist nicht nur grau und dreckig
es ist noch so viel mehr

Was deine Wege pflastert
sind Furchen von Stürmen und Regen
Von Kämpfen, die dich lehrten…

von Eva Klingler

Und dann jener Winter
als das Heu ausging,
die Kühe unruhig, täglich lauter.
Tonfrequenzen ätzten sich in dein Gehör.

Im Frühling nahm dich die Mutter in den Arm, ungewöhnlich.
Sie durfte bleiben, du nicht.…

von Michael Dahm

Nie säumt die heutige Zeit
sie strömt durch Täler und Höhen
die Menschen sind nicht mehr gescheit
und hasten in eiligen Böen.

Am Ende fällt erst der Taler
am Ende da ist es zu spät
der Geschmack der Eile ist…

von Susan Melville

Alleine durch den Wald laufen,
stundenlang und ganz ohne Ziel,
dem Rascheln der Blätter lauschen,
bewundern der Natur Farbenspiel.

Dem Alltagstrott mal entfliehen,
etwas Freiheit für wenige Stunden,
den…

von Annelie Kelch

Bewusstsein im Nebel
Schotten dichtgemacht
Nichts, dass dich noch erreichen könnte …
Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart: perdu

Wir gehen schwanger mit einer Anfangszeile -
Wort, Vers, Metrum et cetera pp.

von Ekkehard Walter

Bei sehr genauer Betrachtungsweise
gibt's für den Menschen nur eine Reise.
Immer vorwärts heißt deren Devise,
Stillstand hat im Leben keine Perspektive.
Nur leider sind auch Rückfahrkarten
in diesem Fall nicht zu…

von marie mehrfeld

Den Vormittag hast du verpennt. Erst als kiebige Sonnenstrahlen deine Nase kitzeln, raffst du dich nach dreimaligem Niesen auf, duschst eiskalt und schmeißt dich in Jeans und T-Shirt. Das Blinken deines Taschentelefons ignorierend packst du…

von ulli nass

Hamsterrad -
immer im Kreise kriechen
ganz langsam dahinsiechen,
ohne Not selbst erzeugt
habe mich zu schnell gebeugt
dem vermeintlichen Zwang ergeben
dabei wollte ich nur leben

Egoding -
stets…

von Michael Dahm

Der, den ich im Spiegel seh',
hat braune Augen wie ein Reh,
das Leben gab ihm manche Falte,
trotzdem ist er noch der Alte.

Schwarze Haare, olala,
grau dazwischen, wunderbar,
nach drei Tagen stoppelig,

von D.R. Giller

Obacht

Ob Groß, ob klein
Obwohl im sein, Lob schont etwas
Mehr als sonst, vom Worte, deren
Erde um erkunde
Sah fauchend an, jenes Glück, war gewebt
Klassifiziert, zieh Leinen los
Im Vorhang lag Begabung…

von Angélique Duvier

In meinem Herzen dein Lächeln,
umrahmt von deiner Liebe,
die auch Wasser niemals abwaschen wird.
Auf meinem Mund als Lippenschutz,
ein Lippenstift von roter Farbe,
den Schweiß
der Liebe auf der Stirn.

von Willi Grigor

Ich bin wie im Frühling der Falter,
ich suche nach Blumen mit Duft.
Doch bin ich für Junge ein Alter,
mal schweb ich, mal schnapp ich nach Luft.

Das Leben gibt uns unsre Zeiten,
die Älteren sind nicht mehr jung.…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.