Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 246 - 280 von insgesamt 1050 Texten in dieser Kategorie
von Michael Dahm

Der Mond ging durch die Nacht
und blickte in die Scheiben.
Sterne schwammen in seiner Gracht,
sah sie vorübertreiben.

Vom Styxe nickte ich ihm zu
und traute den Gezeiten.
Nebel folgten seiner Ruh,
konnt…

von Johanna Blau

Ungeduldig steh' ich vor leeren Fenstern.
Will mich bessern, in die Welt entschlüpfen.
Mit unsichtbaren Wesen um die Wette hüpfen.
Denk nicht an morgen oder gar an gestern.

Mein Mahl war Arbeit und davon zu viel.

Rezitation:
© Johanna Blau
von D.R. Giller

Gaben lindern, meine Erscheinung
besticht im Worte
Von Anbeginn, ein und aus verkünden
Als Stunden rastlos‘ Sage
verbinde, umsorge
Im Glanz der Gesichter, überwältigte
Wende, befahre zig Brücken
Verloren…

von Michael Dahm

Wären meine Worte mächtig
wie die Natur so prächtig
so würden meine Blätter bunt
die ich schrieb im Erdengrund.

Doch was ich mag zu sagen
lässt noch so viele Fragen
und ist nur halb so weise
- ich…

von Bân Gîl

Er sitzt da
starrt auf das weiße Blatt
fängt an zu schreiben

Seine Hand zittert
er atmet tief durch
bewusst
Er fängt an nachzudenken
ein Fehler
Tränen brennen in seinen Augen
Er schreibt…

von Michael Dahm

Im Frühling noch ein grünes Kind,
welket hin im Herbstenwind,
sterbet unter Schnee und Eis,
laufet auf dem Lebenskreis.

Wieder frisch im grünen Kleid,
hat es seine neue Zeit,
klettert auf der…

von Ekkehard Walter

Wunderbar ist doch das Leben
welches uns einstmals ward gegeben.
Wir können staunen, reden, springen, lachen
können laufen, sehen, hören und noch ganz andre Sachen machen.

Doch bei all dem man oft vergisst,
dass…

von * noé *

Mein Vater starb.
So um halb vier
fiel er aus unser beider Leben.
Was daran lag,
erzählt' man mir,
er habe sich dem Krebs ergeben.

Schon weit vor sechs,
da lehrte ich
mich selbst die Kunst des…

von Angélique Duvier

Eine rosarote Nacht zerfließt.
Ich bewerfe den Tag mit Wattebällchen,
bis der Sturm ungehört verhaucht
und dein Herz laut, freudig pulsiert.
Ich bleibe nicht stehen,
zögere nicht, begleite dich, wohin du
auch…

von Sascha El Farra

Ein guter Mensch der einsam ist,
definiert sich über Klicks,
so geht er dann mal schnell online,
doch verbessert damit nix,
er sitzt zuhaus' und martert sich,
schreibt Texte jeden Tag,
sucht sich so seine…

von Monika Jarju

Allein und dunkelnd fahren wir
auf schwindligen Nebenstraßen
fahren wir beengt und fremd
scheinbar endlos pulst die rote Ader
wo sind wir bloß?
Kreuzen Kanten Körperreihen
erfinden uns halbblind in das hinein…

von Johanna Blau

Ich seh' in dir ein Häufchen Asche
Und doch bist Du jetzt hier
Ich denk von dir Du bist vergangen
Und doch bist sprichst Du zu mir

Dein Haar wie ihr's so lang und rot
Deine Augen so voll ihres Leides
Dein Mund…

Rezitation:
© Johanna Blau
von ulli nass

der Mensch -

ist Mann oder Weib
eher Geist,oder Leib
intro- oder extrovertiert
unbedarft oder versiert
ist arm,oder reich
innen hart oder weich
schwarz oder weiß
Kind oder Greis

ist doch…

von Soléa P.

Endlich Sommer, endlich Meer…
die Schöne bummelt zum Badestrand
der Bikini ist knapp, die Tasche schwer
benutzt Schutzcreme dreißig, gegen Sonnenbrand.

In Ihr flauschiges Badetuch ist Johnny Depp gewebt
zieht Blicke…

von Michael Dahm

Ein Stein, der in die Zeit gebettet
der vom Anfang an die Welt gekettet
der viel sah und noch mehr weiß
vom wandelbaren Lebenskreis.

Könnt' einmal er die Stimme heben
in dieses hingelebte Leben
dann bräch aus…

von Michael Dahm

Alltag, graues Tier,
fletschst die Zähne hinter mir,
verfolgst mich täglich, Stund um Stunde,
hetzt mich wie ein Rudel Hunde.

Bist mir ständig auf dem Hacken,
spür deinen Atem kalt im Nacken
und je mehr…

von Michael Dahm

Die Uhr frisst die Jahre
in Ihren Kreis hinein
schon tickt dir die Bahre
eben warst du noch klein.

Die Zeit ist ein Kern
die Uhr sein Gehäuse
auf unserem Stern
sind wir die Rennmäuse.

Und…

von Michael Dahm

Hab an Wolken mich gehängt
Ließ mich von ihnen tragen
Der Wind hat uns gelenkt
Und auch meine Fragen.

Hab Antwort nie erhalten
Der Wind hat sie verweht
Mit anderen Gewalten
Er hat auch nie gedreht....…

von Walter W Hölbling

der entschluß
meinen geburtstag allein
in der friaul
zu begehen

ein solitäres dinér
mit gutem cabernet

gedankenfutter

ein schritt
auf dem weg
zu mir selbst

nach langen jahren

von Annelie Kelch

Manche ernähren sich von einem Wurzelgeflecht
und streben früh auseinander:
In den Wipfeln sind sie sich fremd geworden.

Andere treffen erst in der Krone zusammen
und verzweigen sich dort auf ewig!

Wo die…

von Eva Klingler

Weißt du noch
von dieser Zeit
als es im Winter
hat geschneit ?

Als ein Kind gefroren
dass noch im Mutterschoß
geboren

Weißt du noch
von dieser Zeit
wo Himmel blau
wo Himmel weit ?…

von Michael Dahm

Die Zeit ist ein Fluss,
in dem ein jeder schwimmen muss,
seine Mündung sieht man nie,
– temporäre Hierarchie …

von Willi Grigor

Das wahre Leben ist die Freude,
die dich ganz plötzlich überrascht.
Es ist die junge Rosenblüte,
von der die erste Biene nascht.

Das wahre Leben ist die Liebe,
die dich so wunschlos glücklich macht.
Es sind…

von Michael Dahm

Im dunkelkalten Wald,
da, wo die Bäume hausen,
und was man reinruft, widerhallt,
wo sich die Füchse lausen.

Da wohnte auf einer hohen Säule -
die war aus Eichenholz -
des Forstes älteste Eule -
und war…

von Axel C. Englert

Ein schlapper Klapperstorch hatte nen Klaps:
Er trank! Bei jedem Kind – stets Schnaps …
Alllsssooddaaakannnichniggssaffür!
DddiieeElldernspendiierendasssjjamiihr …

Seinen Flug-Schein entzog man ihm darum:

von Corinna Herntier

Die Zeit ist mir abhandengekommen.
Wie zäher Schleim zieht sie dahin
und ich werd nirgends wahrgenommen
und weiß nicht, wo ich gerade bin.

Es ist mir, als wär jedes Ticken
im Uhrwerk gnadenlos erstickt.
Kein…

von Kerstin Vivien Schmidt

Ich werde sie zählen
die Steine die auf meinem Weg liegen
Ich werde Liebe wählen
denn die Liebe ist mir geblieben
und an dieser halte ich mich fest
und werde immer bei dir sein
wenn du mich lässt

Ich…

von Rainer Maria Rilke

Ich lese es heraus aus deinem Wort,
aus der Geschichte der Gebärden,
mit welchen deine Hände um das Werden
sich ründeten, begrenzend, warm und weise.
Du sagtest leben laut und sterben leise
und wiederholtest immer…

von Michael Dahm

Was weiß die Flieg' von Weltenwehen,
auf des Rindes Exkrement,
sie kann nur bis zum Rüssel sehen
und mag, was sie erkennt.

In Genügsamkeit und Stagnation
liegt wohl der Lebensschlüssel,
Zufriedenheit ist…

von Werner Krotz

fragwürdig
ist das leben geworden
und mein leben dazu
und jedes rufzeichen
das ich setze
verbiegt sich sogleich
zu einem fragezeichen
fragwürdig
ist mein leben geworden
und doch fraglos

von Julia Körner

Wenn alles in Vergessenheit gerät
Was für ein Leben hab ich dann gelebt?

Ich weiß da steht mein Name doch
Mich gibt es also noch.

Setz einen Detektiv auf meine Spuren
Damit er mein Gedächtnis ist.

Vertrauen…

von Eva Klingler

Viele Farben hat das Leben
Keiner möchte ich Vorrang geben
Jede Einzelne hat ihr Licht
Schatten auch
wenn sie sich bricht

Es ist so rot
so feuerrot
wenn wir uns drehen
und rot nur sehen

Es…

von Anett Yvonne Heinisch

Die Jahre ziehen still ins Land
begleitet von vier Jahreszeiten
ich hab der Zeit(en) Wert erkannt
und lass mich gern durch sie begleiten

von * noé *

Ich gehe aufrecht, nicht an Krücken.
Dass mich diverse Dinge zwicken,
das muss ja nun nicht jeder sehn -
doch mancher kann dies nicht verstehn ...

Selbst, wenn die Krankheit sich verschlimmert,
's gibt keinen, der…

von Marcel Strömer

Obwohl du gerne mit deiner Farbe
die Wichtigkeiten unterstreichst,
deine Prioritäten setzt -
ordnungsliebend und prinzipientreu,
die Wertigkeiten bestimmst
und große Unterschiede
zwischen den Menschen machst,…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.