Wintergedichte ✓ Gedichte über den Winter

Bild von Tannen im Winter

Der Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken, eingefangen in klassischen und modernen Gedichten.

"Wintergedichte" spielten schon in der klassischen Literatur eine durchaus wichtige Rolle. Es gibt kaum einen der bekannten klassischen Dichter, der nicht das Thema Winter in mindestens einem seiner Gedichte aufgegriffen, und auf die unterschiedlichste Art und Weise interpretiert hat.

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von Monika Laakes

Wintersonne schmeichelt mit hellem Licht,
lockt ins Freie, ich fühl Zuversicht.
Auf der Höhe des Tages macht sie mir Mut,
übertüncht weltweites Grauen - und für
einen kurzen Moment - die Seele ruht
in sich voller…

von Monika Laakes

Landschaft, fein gepudert mit Schnee.
Kälte tut den Fingerspitzen weh.
Da ist er nun, der minus-zählende Wintertag.
Und Sonne, hurra, die Sonne schiebt
Gedanken fort, die in grauer Diesigkeit
in steter Brut gewachsen…

von Monika Laakes

Weißes Kristallwunder
beschenk' uns mit deinem Glanz.
Breite dich aus mit
wirbelndem Tanz.

So drehe auch ich mich
streck' die Arme weit aus,
versinke in der Kindheit
und bin dort zuhaus.

Und Weiß…

von Monika Jarju

Im Garten Schnee
und lila Leinenzeug
waschwarm angeleint
flattert versteift
Frost zwickt zwackt
bricht es entzwei

von Sigrid Hartmann

Blauer Himmel, Sonnenstrahlen
Das ist's, was ich morgens seh
Wenn ich meine Augen öffne
Vor dem Fenster frischer Schnee

Rein und weiß ist er gefallen
In der klaren, kalten Nacht
Wolken, die den Mond verdunkeln…

von Eva Klingler

Welch Heiterkeit im Schneeflockentreiben
als ging es darum
in der Luft noch zu bleiben
zu tanzen zu schweben
ein Durcheinander zu weben
Auf und nieder
schräg und quer
fröhliche Lieder
jenseits von…

von Sigrid Hartmann

Schwarz und weiß erscheint die Welt
Mit wenig bunten Tupfen
Und selbst die Meisen scheinen grau
Wenn sie am Knödel zupfen

Die Sonne hält sich gut versteckt
Schnee will der Himmel bringen
Die Erde lässt die…

von Susanna Ka

Die Stille
Der windlosen Tage
Schwarzes Eis
In den Buchten
Der Singschwäne
Stolzes Weiß
Der Kontrast
Gemildert
Durch die Milchglasscheibe
Des Nebels

von Michael Dahm

Verstummet ist der Bäume Herz
in den Wäldern und den Gärten
sie träumen sich nun maienwärts
was alle stets begehrten.

Es trocknen nicht mehr Steg und Wege
das Laub rauscht seine Weise
und wo ich meine…

von Annelie Kelch

Es ist noch frisch, als wollt' der Winter uns bestrafen
und durch die Bäume strolcht ein scharfer kalter Wind,
ich stutze, denn es fehlen zwei, drei Schiffe im Museumshafen,
die, ja, wohin denn nur?, Hals über Kopf verschwunden…

von Friedrich Nietzsche

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. -
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
Vor…

von J.W. Waldeck

weiße Ballettschuhe
federleicht
für Wolkenzehen

doch ausgenutzt -
verdirbt Wissen
alles Wesen

kein Schwanensee
keine Eifersucht
kein Zergehen

ein ewiger Tanz
im dunklen
ohne…

von Angélique Duvier

Weil du gar so schön,
mit deiner ganzen Macht,
in Tälern und auf Höhn,
plötzlich, so über Nacht,

alles einhülltest,
in ein Schneeweißgewand.
Meinen Wunsch erfülltest,
und ich dadurch verstand,

von marie mehrfeld

Ausgestorben sei er, hieß es,
jener Herr mit Kälte, Schnee,
doch heut’ früh, mit aller Macht,
rein und weiß wie eh und je
kam ganz heimlich in der Nacht
weiße Pracht, so weit ich seh’,

lasse sie mir nicht…

von Axel C. Englert

Ein D (das aus dem Osten war)
Kam in WEST-Deutschland kaum klar:
Nich nuar de Audos und dos Ässen –
Dän WINDERSPOORRD gannsde värgässn!

Rein schpordlich scheind so wos jo schlächd –
Ooch wänn ich SCHILOOFEN ma mächd…

von Angélique Duvier

Der Sturm, er kommt aus Norden,
zeigt uns des Winters Gewalt,
bläst den frostigen Odem,
gar grimmig und bitterkalt.

Engelwurz von der Bergesmatte
trug ich vom Fels zu dir herab,
entgegen…

von Angélique Duvier

Leicht und unverdorben kommt er daher,
sein Winterlicht spielt mit den Schatten
und schiebt die Wolken vor sich her.

Bald winken uns die ersten Schneeglöckchen,
und das glitzernde Eis des Sees zerbricht.
Doch…

von Soléa P.

Kohle schwarze Augen starren vor sich hin
die Kälte macht ihm wohl zu schaffen
umzingelt ist er, ruht mitten drin
Kinderhände wollen nicht von ihm lassen.

Überall wird er emsig berührt
sein kugeliger Leib glitzert…

von Volker Harmgardt

W i n t e r s o n n e n g l a n z,
ich habe den Tag vergraben -
mühselig im Schnee.

von Sigrid Hartmann

Lasst uns tanzen, lasst uns singen,
lasst uns unsere Zeit verbringen,
mit den Menschen, die wie wir
danken dafür, dass sie hier!

Lasst uns feiern diese Zeit,
denn das Licht ist nun bereit,
unsere Tage zu…

von Carl Heinz Kurz

unterm schnee friert der
feuerbaum und verliert sein
rot im weißen moor

von Axel C. Englert

Ein Schneemann gab zu Protokoll:
SCHWARZE Augen?! Was das soll …
Wenn ich schon ein ALBINO bin -
Macht ROTE Färbung schönen Sinn!

Der Umbau jedoch fiel ihm schwer:
Wo kriege ich viel Hilfe her?
Erst eine Krähe…

von Michael Dahm

Raben tragen den Schrei in die Wolken
eine Feder fällt wankend zum Fluss
im Mondlicht sie unwirklich kolken
die Maus rollt versteckt eine Nuss.

Von Osten weh'n eisige Winde
und hauchen dem Teich eine Haut…

von Angélique Duvier

Leise fallende Schneeflocken,
leicht und wolkenwatteweiß,
schweben vom Himmel herab,
wollen gar ins Freie locken.

Sanft legen sie sich auf das Land
und hüllen auch die Bäume ein.
Kleiden alles, über Nacht,…

von * noé *

So versöhnlich kann sie enden,
und so hoffnungsvoll beginnen,
die als Jahr bemessene Zeit.
Rund geschliffenes, buntes Glas
liegt an menschverlassnen Stränden,
winterkalter Wind weht blass,
während Fluten…

von Annelie Kelch

Die tristen Wintertage sind beinah' vorüber;
das Grand Hotel empfängt die ersten Frühlingsgäste.
Manch alter Baum reckt hoffnungsfroh die Äste:
War dieser Himmel über mir nicht gestern trüber?

Paar Sonnenstrahlen spielen…

von Heinrich Heine

Unterm weißen Baume sitzend,
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst, wie oben stumme Wolken
Sich in Nebeldecken hüllen;

Siehst, wie unten ausgestorben
Wald und Flur, wie kahl geschoren; –
Um dich Winter, in…

von J.W. Waldeck

über dem Meer
die Wolkenbank
Küsten Wälder Wellenklang
über dem Meer
die Sehnsucht weiß
über dem Meer
das sich zerreißt

über der Sonne
kaltes Winterleuchten
über den Strahlen
glitzernde…

von Annelie Kelch

Jetzt gibt er sich die Ehre
Jetzt malt er Raureif auf die Dächer
Jetzt zaubert er aus Trittoirs spiegelglattes Parkett
Jetzt wird die Luft kalt
Jetzt gefriert dein Atem
Jetzt trägst du endlich deine warme Jacke…

von Annelie Kelch

S chau, Mama, draußen liegt Schnee - die Welt ist weiß
C lara, komm an den Tisch, dein Kakao ist nicht mehr heiß
H at der Weihnachtsmann schon die Geschenke eingepackt?
N och nicht, er hat erst einmal Holz gehackt für seinen…

von Michael Dahm

Nebelschwaden die getrieben
vor dem Wald vorüber stieben
tragen kalt noch Winters Hauch
ziehn vorbei an Baum und Strauch.

Und die Lerche ist verborgen
singt ihr Lied von übermorgen
wo sie steigt ins helle…

von Soléa P.

Eisiger Wind peitscht ins Gesicht
das erste Atmen tut dem Rachen weh
verkniffene Augen engen die Sicht
aus grauen Wolken rieselt dichter Schnee.

Eingewickelt in Mantel und Schal
die Nase zeigt ein Stück rote Haut…

von Annelie Kelch

Der Morgen drängelt durch den Vorhang:
Er ist so jung wie dieses neue Jahr.
Vom nahen grünen Teich dringt an mein Ohr
die lieb geword'ne Entenschnatterei
und nebenan, im Arbeitszimmer, klingelt schon
mein schwarz-…

von Annelie Kelch

Die Luft riecht nach Schnee;
mein Liebster hat soeben die Kufen
unserer Schlitten poliert.

Nun hocken wir am Fenster und warten,
dass draußen irgendetwas passiert …
Da, eine Schneeflocke fällt in den Garten!

von Annelie Kelch

Der Fluss hält sich bedeckt und seinen Atem an.
Vom Himmel stiebt der erste leise Schnee.
Der Wind vertreibt das letzte Blatt vom
Baum; das tut ihm weh. Der Herbst ist
auf der Flucht vorm Weihnachtsmann.

Die…

Seiten

Auch moderne Wintergedichte benutzen dieses literarische Motiv um den Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken, einzufangen. In einem Gedicht zum Thema Winter kann sich die Atmosphäre absoluter Kälte entladen- es kann aber auch Geborgenheit und Wärme einfangen. Gerade diese Gegensätzlichkeit macht den Winter als Thema so interessant und bietet Raum für den Ausdruck von Emotionen und Gefühlen.