Wintergedichte ✓ Gedichte über den Winter

Bild von Tannen im Winter

Der Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken, eingefangen in klassischen und modernen Gedichten.

"Wintergedichte" spielten schon in der klassischen Literatur eine durchaus wichtige Rolle. Es gibt kaum einen der bekannten klassischen Dichter, der nicht das Thema Winter in mindestens einem seiner Gedichte aufgegriffen, und auf die unterschiedlichste Art und Weise interpretiert hat.

empfohlene Wintergedichte
von Joachim Ringelnatz
von Else Lasker-Schüler
neue Wintergedichte
von Jürgen Wagner
die schönsten Wintergedichte
von Monika Laakes
von Monika Laakes
von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 234 Texten in dieser Kategorie
von Soléa P.

Kohle schwarze Augen starren vor sich hin
die Kälte macht ihm wohl zu schaffen
umzingelt ist er, ruht mitten drin
Kinderhände wollen nicht von ihm lassen.

Überall wird er emsig berührt
sein kugeliger Leib glitzert…

von Ekkehard Walter

Heut bin ich erwacht und glaubte es kaum,
ich sah eine Winterlandschaft wie im Traum.
Über Nacht musste der Schnee gefallen sein,
nun hüllte uns die weiße Pracht wunderbar ein.
Abends kam noch der leuchtende Weihnachtsbaum…

von Sigrid Hartmann

Lasst uns tanzen, lasst uns singen,
lasst uns unsere Zeit verbringen,
mit den Menschen, die wie wir
danken dafür, dass sie hier!

Lasst uns feiern diese Zeit,
denn das Licht ist nun bereit,
unsere Tage zu…

von Soléa P.

Weiße Flocken fallen nieder
auf Erde und auf mich
dazu der Wind – singt frostige Lieder
sie schmelzen auf meinem Gesicht.

Bäume und Sträucher tragen Watte
die Sonne hält sich bedeckt
ich eine hellbraune…

von Angélique Duvier

Der Sturm, er kommt aus Norden,
zeigt uns des Winters Gewalt,
bläst den frostigen Odem,
gar grimmig und bitterkalt.

Engelwurz von der Bergesmatte
trug ich vom Fels zu dir herab,
entgegen…

von Angélique Duvier

Leicht und unverdorben kommt er daher,
sein Winterlicht spielt mit den Schatten
und schiebt die Wolken vor sich her.

Bald winken uns die ersten Schneeglöckchen,
und das glitzernde Eis des Sees zerbricht.
Doch…

von Angélique Duvier

Leise fallende Schneeflocken,
leicht und wolkenwatteweiß,
schweben vom Himmel herab,
wollen gar ins Freie locken.

Sanft legen sie sich auf das Land
und hüllen auch die Bäume ein.
Kleiden alles, über Nacht,…

von Annelie Kelch

Die tristen Wintertage sind beinah' vorüber;
das Grand Hotel empfängt die ersten Frühlingsgäste.
Manch alter Baum reckt hoffnungsfroh die Äste:
War dieser Himmel über mir nicht gestern trüber?

Paar Sonnenstrahlen spielen…

von * noé *

So versöhnlich kann sie enden,
und so hoffnungsvoll beginnen,
die als Jahr bemessene Zeit.
Rund geschliffenes, buntes Glas
liegt an menschverlassnen Stränden,
winterkalter Wind weht blass,
während Fluten…

von Peter Boensch

Unterm Eis die Wasser rufen
Nebelschleier ziehen sanft
auf dem Feld die Spur von Hufen
leise in den Schnee gestampft

Blauer Frost liegt überm Land
herabgewälzt vom Berg
Hoffnung versteckt im Eisgewand

von Jürgen Wagner

Von Nebeln umhangen, von Schneelast bedrückt
Vom Winde gebeugt und der Kälte berückt
So sieht man die Tannen im Harze steh‘n
Am liebsten würden sie heut' wohl geh’n
 
Doch sind sie an diesen Ort gestellt,
ganz…

von J.W. Waldeck

über dem Meer
die Wolkenbank
Küsten Wälder Wellenklang
über dem Meer
die Sehnsucht weiß
über dem Meer
das sich zerreißt

über der Sonne
kaltes Winterleuchten
über den Strahlen
glitzernde…

von Werner Krotz

Heute ist Wintersonnenwende
Dringend erwarteter Tag
Der die Wiederkehr des Lichts einleitet
Unabhängig von jeder Interpretation
Das in Baumstämmen gefrorene Licht
Beginnt an die Oberfläche zu treten
Schon…

von Annelie Kelch

Jetzt gibt er sich die Ehre
Jetzt malt er Raureif auf die Dächer
Jetzt zaubert er aus Trittoirs spiegelglattes Parkett
Jetzt wird die Luft kalt
Jetzt gefriert dein Atem
Jetzt trägst du endlich deine warme Jacke…

von Axel C. Englert

Ein Schneemann gab zu Protokoll:
SCHWARZE Augen?! Was das soll …
Wenn ich schon ein ALBINO bin -
Macht ROTE Färbung schönen Sinn!

Der Umbau jedoch fiel ihm schwer:
Wo kriege ich viel Hilfe her?
Erst eine Krähe…

von Michael Dahm

Raben tragen den Schrei in die Wolken
eine Feder fällt wankend zum Fluss
im Mondlicht sie unwirklich kolken
die Maus rollt versteckt eine Nuss.

Von Osten weh'n eisige Winde
und hauchen dem Teich eine Haut…

von Annelie Kelch

Der Fluss hält sich bedeckt und seinen Atem an.
Vom Himmel stiebt der erste leise Schnee.
Der Wind vertreibt das letzte Blatt vom
Baum; das tut ihm weh. Der Herbst ist
auf der Flucht vorm Weihnachtsmann.

Die…

von Annelie Kelch

S chau, Mama, draußen liegt Schnee - die Welt ist weiß
C lara, komm an den Tisch, dein Kakao ist nicht mehr heiß
H at der Weihnachtsmann schon die Geschenke eingepackt?
N och nicht, er hat erst einmal Holz gehackt für seinen…

von Annelie Kelch

Der Morgen drängelt durch den Vorhang:
Er ist so jung wie dieses neue Jahr.
Vom nahen grünen Teich dringt an mein Ohr
die lieb geword'ne Entenschnatterei
und nebenan, im Arbeitszimmer, klingelt schon
mein schwarz-…

von * noé *

Der Nebel hat sich nachts verdichtet.
Die Welt wirkt morgens wie belichtet:
Sie strahlt in hellem Weiß.

Selbst Vögel haben es vernommen:
„Der Winter ist jetzt doch gekommen ...“,
sie plustern und sie sind ganz leis…

von Annelie Kelch

Die Luft riecht nach Schnee;
mein Liebster hat soeben die Kufen
unserer Schlitten poliert.

Nun hocken wir am Fenster und warten,
dass draußen irgendetwas passiert …
Da, eine Schneeflocke fällt in den Garten!

von Soléa P.

Eisiger Wind peitscht ins Gesicht
das erste Atmen tut dem Rachen weh
verkniffene Augen engen die Sicht
aus grauen Wolken rieselt dichter Schnee.

Eingewickelt in Mantel und Schal
die Nase zeigt ein Stück rote Haut…

von * noé *

(mit Emphase nach der Melodie „Walking in a Winter Wonderland“)

Wenn bei Kälte Flocken fallen,
kündet damit Winter allen:
„Dies ist meine Jahreszeit,
ich erhell die Dunkelheit,
haltet euch fürs Weihnachtslichterfest…

von Michael Dahm

Nebelschwaden die getrieben
vor dem Wald vorüber stieben
tragen kalt noch Winters Hauch
ziehn vorbei an Baum und Strauch.

Und die Lerche ist verborgen
singt ihr Lied von übermorgen
wo sie steigt ins helle…

von marie mehrfeld

Fahles Sonnenlicht
durchbricht die Wolkendecke,
bald wird es schneien.

An Buchenästen
Schneekristalle ringsherum -
nur für eine Nacht?

Verzaubert ist er,
gefroren, von Reif bedeckt,
mein kleiner…

von * noé *

Ganz langsam schneit es wieder zu,
nur Reste waren noch geblieben.
Die Straße liegt in Winterruh,
Vögel haben ins Weiß geschrieben,
wie Kalligraphen, federzart:
Die Futtersuche wird jetzt hart …

Tabakbraun…

von Michael Dahm

Ostwind kämmt die Fichtengeister
russisch pfeift er durchs Dickicht
zwischen schmalen Stämmen beißt er
und er find' auch mein Gesicht.

Dunkel wird es zur Sekunde
Ahnung senkt sich schwer herab
und ich hör aus…

von Annelie Kelch

Schon morgens welkt der Tag,
die Zeit galoppiert davon;

meine Sehnsucht stolpert ihr nach,
sucht ein Lasso, einzufangen

die weiße unendliche Stille:
das Gebet unter einem blauen Himmel.

Den Abend umgarne ich…

von Ingrid Herta Drewing

Gedämpft sind meine Schritte,
sanft rieselnd fällt der Schnee.
Wie eine stumme Bitte
liegt eiserstarrt der See.

Durch einen Vorhang schreite
ich einsam in der Stille,
empfinde diese Weite
beglückt als…

von Annelie Kelch

Mit Schnee fällt Unschuld vom Himmel:
Die Englein schütteln die Flügel aus.
Schnee, ach so weiß wie ein Schimmel -
wer ihn liebt, verlässt jetzt sein Haus.

Der Tag streut leichte Flocken
begräbt den Berg, das Tal,…

von Eva Klingler

Im Schneegestöber tobt Übermut
rollt sich ein Kopf
trägt vom Opa den Hut
greift nach Reisigbesen
gestern erst ist's gewesen
Eiszapfen als Nase
Karotte bleibt Joggl
dem Hase
Großmutter schaut

von Heike Hoffmann

Wenn die weißen Flocken tanzen,
möcht‘ ich Kind noch einmal sein,
einfach raus in das Vergnügen,
schwungvoll in den Schnee hinein.

Magisch in das Pulver greifen,
lustvoll werfen in die Luft,
voller Spaß im…

von Angelika Schüring

Bäume werfen ab die Blätter, Gebüsch und Sträucher werden licht,
Tiere tragen warme Pelze, Gefieder sind besonders dicht.

Eiskristalle schweben nieder, funkeln auf wie Sternenstaub,
verstummt sind auch der Vögel Lieder, der…

von Annelie Kelch

O Schnee
sanfter Wintergesell'
fülle leis' den Raum
meiner
Trauerseele
bevor ich
schlaflos
Vergangenes
und den
Sommer
vermiss.

von Sabrina Jung

Winter, wer hätte das gedacht?
Nun ist er da in seiner Pracht!
Bin nun vor Kälte aufgewacht.

Seiten

Auch moderne Wintergedichte benutzen dieses literarische Motiv um den Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken, einzufangen. In einem Gedicht zum Thema Winter kann sich die Atmosphäre absoluter Kälte entladen- es kann aber auch Geborgenheit und Wärme einfangen. Gerade diese Gegensätzlichkeit macht den Winter als Thema so interessant und bietet Raum für den Ausdruck von Emotionen und Gefühlen.