Wintergedichte ✓ Gedichte über den Winter

Bild von Tannen im Winter

Der Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken, eingefangen in klassischen und modernen Gedichten.

"Wintergedichte" spielten schon in der klassischen Literatur eine durchaus wichtige Rolle. Es gibt kaum einen der bekannten klassischen Dichter, der nicht das Thema Winter in mindestens einem seiner Gedichte aufgegriffen, und auf die unterschiedlichste Art und Weise interpretiert hat.

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von Angélique Duvier
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von Axel C. Englert

Ein D (das aus dem Osten war)
Kam in WEST-Deutschland kaum klar:
Nich nuar de Audos und dos Ässen –
Dän WINDERSPOORRD gannsde värgässn!

Rein schpordlich scheind so wos jo schlächd –
Ooch wänn ich SCHILOOFEN ma mächd…

von Soléa P.

Kohle schwarze Augen, starren vor sich hin
Kälte macht wohl zu schaffen
umzingelt ist er, ruht mitten drin
Kinderhände wollen nicht von ihm lassen.

Überall wird er emsig berührt
sein kugeliger Leib glitzert im Licht…

von Angélique Duvier

Der Sturm, er kommt aus Norden,
zeigt uns des Winters Gewalt,
bläst den frostigen Odem,
gar grimmig und bitterkalt.

Engelwurz von der Bergesmatte
trug ich vom Fels zu dir herab,
entgegen…

von Soléa P.

Wie Butter schmilzt er längst dahin
es gibt kein Halten mehr
ich sehe es und traurig bin
vermisse ihn schon sehr.

Er war nett und er war freundlich
blickte auch so altgescheit
es ging ihm gut – eindeutig…

von Angélique Duvier

Leicht und unverdorben kommt er daher,
sein Winterlicht spielt mit den Schatten
und schiebt die Wolken vor sich her.

Bald winken uns die ersten Schneeglöckchen,
und das glitzernde Eis des Sees zerbricht.
Doch…

von Monika Laakes

Blüten im Winter
zeigen innere Sonne,
erhellen den Tag.

von Annelie Kelch

Ich wusste genau, auch ich würde an die Reihe kommen ...
Es gab keinen anderen Ausweg.
Der Graben vor dem Deich war zu breit.
Nicht mal Heide* hätte den im Alter von
acht Jahren bezwungen.

Vor mir waren Carola,…

von Volker Harmgardt

W i n t e r s o n n e n g l a n z,
ich habe den Tag vergraben -
mühselig im Schnee.

von Annelie Kelch

Erfüllen, was der Tag von mir verlangt,
fällt mir leicht – wenn ich an euch denke …
An euch, die ihr jahrelang in Gefangenschaft
zugebracht habt, in Verstecken gehaust oder
auf der Flucht gewesen seid – wegen eines

von Sigrid Hartmann

Lasst uns tanzen, lasst uns singen,
lasst uns unsere Zeit verbringen,
mit den Menschen, die wie wir
danken dafür, dass sie hier!

Lasst uns feiern diese Zeit,
denn das Licht ist nun bereit,
unsere Tage zu…

von Yvonne Zoll

Ach, Winter,
aschend grau erstrahlend gleißt
im Geschick entgrenzt beizeiten
verschwenderisch bis in die Lachen
ausgeschüttet im Aufwerfen
dieser überzuckert eisskandierten Wolkennebel;
verliebt in deine Stimme…

von Angélique Duvier

Wenn die Zweige sich hinabbeugen
und die Schneeflocken leise schweben,
wenn der Winter vor dem Hause steht
und die Straßen zugeweht scheinen,
wenn der Schnee auf den Wangen schmilzt

und sich mit den Tränen vermischt…

von Annelie Kelch

Jetzt gibt er sich die Ehre
Jetzt malt er Raureif auf die Dächer
Jetzt zaubert er aus Trittoirs spiegelglattes Parkett
Jetzt wird die Luft kalt
Jetzt gefriert dein Atem
Jetzt trägst du endlich deine warme Jacke…

von Axel C. Englert

Ein Schneemann gab zu Protokoll:
SCHWARZE Augen?! Was das soll …
Wenn ich schon ein ALBINO bin -
Macht ROTE Färbung schönen Sinn!

Der Umbau jedoch fiel ihm schwer:
Wo kriege ich viel Hilfe her?
Erst eine Krähe…

von Soléa P.

Winterwunderland
Es funkelt glitzert und strahlt
In meiner Schneekugel

von Angélique Duvier

Leise fallende Schneeflocken,
leicht und wolkenwatteweiß,
schweben vom Himmel herab,
wollen gar ins Freie locken.

Sanft legen sie sich auf das Land
und hüllen auch die Bäume ein.
Kleiden alles, über Nacht,…

von Annelie Kelch

Die tristen Wintertage sind beinah' vorüber;
das Grand Hotel empfängt die ersten Frühlingsgäste.
Manch alter Baum reckt hoffnungsfroh die Äste:
War dieser Himmel über mir nicht gestern trüber?

Paar Sonnenstrahlen spielen…

von * noé *

So versöhnlich kann sie enden,
und so hoffnungsvoll beginnen,
die als Jahr bemessene Zeit.
Rund geschliffenes, buntes Glas
liegt an menschverlassnen Stränden,
winterkalter Wind weht blass,
während Fluten…

von Annelie Kelch

Schon morgens welkt der Tag,
die Zeit galoppiert davon;

meine Sehnsucht stolpert ihr nach,
sucht ein Lasso, einzufangen

die weiße unendliche Stille:
das Gebet unter einem blauen Himmel.

Den Abend umgarne ich…

von J.W. Waldeck

über dem Meer
die Wolkenbank
Küsten Wälder Wellenklang
über dem Meer
die Sehnsucht weiß
über dem Meer
das sich zerreißt

über der Sonne
kaltes Winterleuchten
über den Strahlen
glitzernde…

von Soléa P.

Weiße Flocken fallen nieder
auf Erde und auf mich
dazu der Wind – singt frostige Lieder
sie schmelzen auf meinem Gesicht.

Bäume und Sträucher tragen Watte
die Sonne hält sich bedeckt
ich eine hellbraune…

von Michael Dahm

Raben tragen den Schrei in die Wolken
eine Feder fällt wankend zum Fluss
im Mondlicht sie unwirklich kolken
die Maus rollt versteckt eine Nuss.

Von Osten weh'n eisige Winde
und hauchen dem Teich eine Haut…

von Angelika Zädow

Kristallluft
eist
die Natur
kunstvoll

Eissonne
glitzert
den Frost
frühlingsreif

Winterblüten
tupfen
die Landschaft
lebensfroh

Erwartungsvoll
ich
schauend…

von Michael Dahm

Es ist nun eine tote Zeit
nur die Uhren kreisen
im Ofen kracht manch Scheit
starr stehen Winterwaisen.

Es ist kein Kommen, kein Gehen
kein Kreuchen und Fleuchen
nur klamme Winde wehen
die uns ins Warme…

von Annelie Kelch

S chau, Mama, draußen liegt Schnee - die Welt ist weiß
C lara, komm an den Tisch, dein Kakao ist nicht mehr heiß
H at der Weihnachtsmann schon die Geschenke eingepackt?
N och nicht, er hat erst einmal Holz gehackt für seinen…

von Michael Dahm

Nebelschwaden die getrieben
vor dem Wald vorüber stieben
tragen kalt noch Winters Hauch
ziehn vorbei an Baum und Strauch.

Und die Lerche ist verborgen
singt ihr Lied von übermorgen
wo sie steigt ins helle…

von Ekkehard Walter

Heut bin ich erwacht und glaubte es kaum,
ich sah eine Winterlandschaft wie im Traum.
Über Nacht musste der Schnee gefallen sein,
nun hüllte uns die weiße Pracht wunderbar ein.
Abends kam noch der leuchtende Weihnachtsbaum…

von Annelie Kelch

Der Morgen drängelt durch den Vorhang:
Er ist so jung wie dieses neue Jahr.
Vom nahen grünen Teich dringt an mein Ohr
die lieb geword'ne Entenschnatterei
und nebenan, im Arbeitszimmer, klingelt schon
mein schwarz-…

von Annelie Kelch

Der Fluss hält sich bedeckt und seinen Atem an.
Vom Himmel stiebt der erste leise Schnee.
Der Wind vertreibt das letzte Blatt vom
Baum; das tut ihm weh. Der Herbst ist
auf der Flucht vorm Weihnachtsmann.

Die…

von * noé *

Der Nebel hat sich nachts verdichtet.
Die Welt wirkt morgens wie belichtet:
Sie strahlt in hellem Weiß.

Selbst Vögel haben es vernommen:
„Der Winter ist jetzt doch gekommen ...“,
sie plustern und sie sind ganz leis…

von Annelie Kelch

Die Luft riecht nach Schnee;
mein Liebster hat soeben die Kufen
unserer Schlitten poliert.

Nun hocken wir am Fenster und warten,
dass draußen irgendetwas passiert …
Da, eine Schneeflocke fällt in den Garten!

von Soléa P.

Eisiger Wind peitscht ins Gesicht
das erste Atmen tut dem Rachen weh
verkniffene Augen engen die Sicht
aus grauen Wolken rieselt dichter Schnee.

Eingewickelt in Mantel und Schal
die Nase zeigt ein Stück rote Haut…

von marie mehrfeld

Fahles Sonnenlicht
durchbricht die Wolkendecke,
bald wird es schneien.

An Buchenästen
Schneekristalle ringsherum -
nur für eine Nacht?

Verzaubert ist er,
gefroren, von Reif bedeckt,
mein kleiner…

von Michael Dahm

Die Hagebutte ist des Feldrands Zier
in einer knöchern Winterwelt,
sie stillt des Auges Farbengier,
wenn kein Licht das Land erhellt.

Es zeigt kein grünes Blatt im März,
dass ein Baum zu leben scheint,
und ich…

von * noé *

Ganz langsam schneit es wieder zu,
nur Reste waren noch geblieben.
Die Straße liegt in Winterruh,
Vögel haben ins Weiß geschrieben,
wie Kalligraphen, federzart:
Die Futtersuche wird jetzt hart …

Tabakbraun…

Seiten

Auch moderne Wintergedichte benutzen dieses literarische Motiv um den Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken, einzufangen. In einem Gedicht zum Thema Winter kann sich die Atmosphäre absoluter Kälte entladen- es kann aber auch Geborgenheit und Wärme einfangen. Gerade diese Gegensätzlichkeit macht den Winter als Thema so interessant und bietet Raum für den Ausdruck von Emotionen und Gefühlen.