Limerick ✓ die besten Limericks

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Die Gedichtform des Limericks geht zurück auf das 19. Jahrhundert. Ihr erster und bisher größter Meister war Edward Lear, der den Limerick um 1820 ins Gespräch brachte. In seinem 1843 veröffentlichten Werk "A Book of Nonsense" sind 107 der scherzhaften Gedichte enthalten - diese wurden von Lear zusätzlich illustriert. Sie finden hier moderne und klassische Limericks verschiedener Autoren.

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die schönsten Limericks
von Monika Laakes
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 202 Texten in dieser Kategorie
von Edward Lear

There was an Old Man of the West,
Who wore a pale plum-colored vest;
When they said, "Does it fit?" he replied, "Not a bit!"
That uneasy Old Man of the West.

von Edward Lear

There was a Young Lady of Troy,
Whom several large flies did annoy;
Some she killed with a thump, some she drowned at the pump,
And some she took with her to Troy.

von Edward Lear

There was an Old Man of the Cape,
Who possessed a large Barbary Ape;
Till the Ape, one dark night, set the house all alight,
Which burned that Old Man of the Cape.

von Edward Lear

There was an Old Person of Rheims,
Who was troubled with horrible dreams;
So to keep him awake they fed him with cake,
Which amused that Old Person of Rheims.

von Edward Lear

There was a Young Lady of Tyre,
Who swept the loud chords of a lyre;
At the sound of each sweep she enraptured the deep,
And enchanted the city of Tyre.

von Edward Lear

There was an Old Person of Ems
Who casually fell in the Thames;
And when he was found, they said he was drowned,
That unlucky Old Person of Ems.

von Edward Lear

There was an Old Man of the West,
Who never could get any rest;
So they set him to spin on his nose and his chin,
Which cured that Old Man of the West.

von Thomas Elbrecht

Bestürzt las ein Pfarrer in Essen
von Bonzen und ihren Exzessen
mit Callgirls. »Ich bete!«,
entfuhr’s ihm. Er flehte:
»O Herr, schick mir solche Hostessen!«

von Edward Lear

There was an Old Man of Whitehaven,
Who danced a quadrille with a Raven;
But they said, "It's absurd to encourage this bird!"
So they smashed that Old Man of Whitehaven.

von Monika Laakes

Da steht der Mann mit der Kappenfrisur,
brüllt von der Bühne den Treueschwur.
Mein Land zuerst,
wer sich hier sperrt,
aus dem mach ich rasch eine Miniatur.

von Edward Lear

There was an Old Man of Columbia,
Who was thirsty, and called out for some beer;
But they brought it quite hot, in a small copper pot,
Which disgusted that man of Columbia.

von Edward Lear

There was an Old Man of the Wrekin,
Whose shoes made a horrible creaking;
But they said, "Tell us whether your shoes are of leather,
Or of what, you Old Man of the Wrekin?"

von Edward Lear

There was a Young Person of Smyrna,
Whose Grandmother threatened to burn her;
But she seized on the Cat, and said, "Granny, burn that!
You incongruous Old Woman of Smyrna!"

von Edward Lear

There was an Old Person of Dutton,
Whose head was as small as a button;
So to make it look big he purchased a wig,
And rapidly rushed about Dutton.

von Edward Lear

There was a Young Lady of Norway,
Who casually sat in a doorway;
When the door squeezed her flat, she exclaimed, "What of that?"
This courageous Young Lady of Norway.

von Edward Lear

There was an Old Person of Dover,
Who rushed through a field of blue clover;
But some very large Bees stung his nose and his knees,
So he very soon went back to Dover.

von Edward Lear

There was an Old Person of Chili,
Whose conduct was painful and silly;
He sate on the stairs, eating apples and pears,
That imprudent Old Person of Chili.

von Thomas Elbrecht

Ein Kassenpatient aus Steinstücken
bekam beim Dentisten zwei Brücken.
Beide saßen arg schief,
doch der Kurpfuscher rief:
»Mehr geht nicht für zweihundert Mücken!«

von Walter W Hölbling

als wanderer zwischen welten
sind stets viele worte mir neu
die leute sind freundlich
und mir ist es nicht peinlich
daß ich als fremder muß gelten

von Monika Laakes

Ein kesses Mädchen in Essen
hatte den Zeitpunkt vergessen,
um ihn zu sehen,
ließ ihn lang' stehen,
so fühlt er sich angefressen.

von Thomas Elbrecht

Ein Hahn nahm zwei Hennen in Speyer
vor Ostern beiseite. »Die Feier«,
so sprach er, »rückt näh’r,
der Eier braucht’s mehr.
Ich fürchte, da hilft nur ein Dreier!«

von Olaf Lüken

Sigurd aus Eisenhüttenstadt
angelt wie Herr Nimmersatt
Vieles hat er ausprobiert
selten hat was funktioniert
Tritt auch mal den Köder platt

von Edward Lear

There was a Young Lady of Ryde,
Whose shoe-strings were seldom untied;
She purchased some clogs,
And some small spotty dogs,
And frequently walked about Ryde.

von Thomas Elbrecht

Eine Jungfrau versprach in Lausanne
ihrem Liebsten, sie lasse ihn ran.
Die Replik auf die Frage,
die dann folgte, blieb vage;
diese drängende Frage hieß: »Wann?«

von Edward Lear

There was an Old Man with a nose,
Who said, "If you choose to suppose,
That my nose is too long,
You are certainly wrong!"
That remarkable Man with a nose.

von Annelie Kelch

Bei Milwaukee ein Feld mit Mohn
gehörte einst Al Capone;
darin pfiff hin und wieder
frivole Halunkenlieder:
eine Spätzin aus Iserlohn.

von Thomas Elbrecht

Es konnte ein Rabe aus Plauen
der eigenen Sippe nicht trauen.
Die Adern der Brut
durchströmte sein Blut,
drum wusste er sicher: »Die klauen!«

von Jürgen Wagner

Ein Mann war am Ende der Kräfte,
brutal wurden all die Geschäfte
Er stieg einfach aus,
blieb fortan zu Haus
Neu wurden die Tage und Nächte

von Monika Laakes

Ein frommer Pilger aus Deutschland
verlor den Weg, blieb außerstand,
danach zu fragen,
nahm's ohne Klagen,
wurd' so zum Kneipen-Aspirant.

von Jürgen Wagner

Eine Dame, entschlossen zu leben,
begann sich der Schuh zu entheben
Sie ging barfuß auf Straßen,
lief schwebend auf Rasen
Das brachte ihr Herz zum Erbeben

von Volker C. Jacoby

Ein Gamsbock aus den Abbruzzen
bot Gamsbartjägern kaum Nutzen:
es war zwar nicht Gamsart,
doch pflog er den Gamsbart
höchstvorsorglich morgens zu stutzen.

vcj

von Robert K. Staege

Ein Jungschauspieler aus Verden
wollte ein „Western-Star“ werden.
Die Karriere fiel aus;
es wurde nichts draus,
denn er fiel zu oft von den Pferden.

von Thomas Elbrecht

Es mahnte ein Pfarrer in Rieden
die Gläubigen: »Mehret den Frieden!«
Da sagte ein Mann:
»Ich tu, was ich kann.
Drum bin ich seit gestern geschieden.«

von Thomas Elbrecht

Ein Elektriker wollte in Rom
nach der Lehre ein Hochschuldiplom.
Doch er schaffte es nicht,
denn er stand leider schlicht
und ergreifend zu oft »unter Strom«.

von Thomas Elbrecht

Es hat eine Dame aus Benken
Konsum gegenüber Bedenken.
Doch schränkt sie klar ein:
»Das Eine darf sein:
Ich lasse mich gerne beschenken.«

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Die besten Limericks enden mit einer Schlusspointe

Obwohl der Engländer die noch heute bekannte Struktur mit dem Reimschema aabba, also erste, zweite und fünfte sowie dritte und vierte Zeile schließen mit dem gleichen Reim ab, in drei Zeilen mit je zwei Binnenreimen zusammenfasste, wird der klassische Limerick zumeist in fünf Zeilen dargestellt. Der gesamte Limerick folgt dabei dem anapästischen Versmaß, wobei Zeile eins, zwei und fünf dreihebig, Zeile drei und vier aber zweihebig sind.

Kennzeichnend für die Form des Limericks ist außerdem der Inhalt. In der Regel laden die kurzen Gedichte, die sich zumeist um eine Person und eine mit dieser Person einhergehenden Besonderheit befassen, durch eine Schlusspointe zum Schmunzeln ein. Während Lear in der fünften Zeile noch zum Reimwort der ersten Zeile zurückkehrt, durchaus auch in einem amüsanten Kontext, hat sich die fünfte Zeile im Laufe der Zeit zum unumstrittenen Höhepunkt des Limericks entwickelt. In dieser werden Hauptperson oder die Gesamtsituation neu bewertet, oft mithilfe eines Adjektivs, manchmal auch durch eine Wortneuschöpfung.

Deutsche Limericks erlebeten in den 70er Jahren eine erneute Hochzeit

Der deutsche Limerick erfuhr durch die Liedermacher Schobert&Black in den 1970er Jahren eine erneute Hochzeit. Die beiden Sänger vertonten in verschiedenen Stücken moderne Limericks der beiden Dichter Georg Bungter und und Günter Frorath. Der deutsche Schriftsteller Dieter Höss bediente sich ebenfalls der Gedichtform und verpasste ihnen einen satirischen oder parodistischen Charakter. Auch der US-amerikanische Dichter Odgen Nash und der russisch-amerikanische Biochemiker Isaac Asimov haben den Limerick weiter geprägt.

Moderne Limericks müssen nicht immer lustig sein

Auch wenn es relativ klare Vorgaben zur Erstellung des Fünfzeilers gibt, so halten nicht alle modernen und klassischen Dichter das Versmaß ein und es sind auch nicht zwangsläufig alle Limericks lustig. Jedoch wird ein moralisierender oder anklagender Tenor der Gedichtform nicht gerecht - und der betreffende Dichter sollte, auch wenn er die metrische Form wahrt, sein Werk in eine andere Kategorie Gedicht einordnen.