Limerick ✓ über 200 Limericks in der Sammlung

Bild Lexikon Limerick

Die Gedichtform des Limericks geht zurück auf das 19. Jahrhundert. Ihr erster und bisher größter Meister war Edward Lear, der den Limerick um 1820 ins Gespräch brachte. In seinem 1843 veröffentlichten Werk "A Book of Nonsense" sind 107 der scherzhaften Gedichte enthalten - diese wurden von Lear zusätzlich illustriert. Sie finden hier moderne und klassische Limericks verschiedener Autoren.

empfohlene Limericks
neue Limericks
von Olaf Lüken
von Olaf Lüken
von Walter W Hölbling
die schönsten Limericks
von Olaf Lüken
von Olaf Lüken
von ulli nass
Mitglied

easy ist der selbstmord im Knast
wenn Du ein T-Shirt hast…

von Walter W Hölbling
Mitglied

es war ein präsident der staaten
der haßte faktische daten…

von Annelie Kelch
Mitglied

Eine süße Spätzin aus Marbach
tanzte lieblich Ballett auf…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Ein lediger Landwirt aus Au
betrank sich und hatte dann blau…

von Annelie Kelch
Mitglied

Der lichtscheue Küchenschaberich Kai
nahm Quartier in Pias…

von René Reimzwang
Mitglied

Ein Mann mit dem Namen Rossini*,
der liebte Giana Nannini.…

von Walter W Hölbling
Mitglied

the seesaw of political smacks
sounds like fabrics by…

von Annelie Kelch
Mitglied

Sich fürchterlich langweilen, ach ja!
Und andere schuften…

von Jürgen Wagner
Mitglied

Die Menschenkinder, sie hatten
von jeher auch einen Schatten…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Die Lustgreisin Erna aus Witten
hat Karl, einen Lustgreis,…

von René Reimzwang
Mitglied

Ein Sänger aus Buxtehude,
der sang einst im Chor bei der…

von Walter W Hölbling
Mitglied

the way I consider the world
as one who has rarely been…

von Annelie Kelch
Mitglied

Eine Gammaeule streifte einst durch Amerika,
war auf der…

von Annelie Kelch
Mitglied

Ein "Großer Schillerfalter" mit Geist
rezitierte gern Goethe…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Zwei Hochleistungssäufer aus Scheyern
bestiegen beim Sauf-…

von Annelie Kelch
Mitglied

Neun spießt er auf Dornen.
Neun: mausetot, nicht mehr…

von Walter W Hölbling
Mitglied

when winter is saying goodbye
our nature prepares for a high…

von Walter W Hölbling
Mitglied

oh Corona

einst gab’s nur das bier Corona
für…

von Alfred Mertens
Mitglied

Der runden Erika aus Bingen,
der wollte gar nichts mehr…

von Annelie Kelch
Mitglied

Zwei musikalische Kastanien
liebten Tschaikowskys Symphonien…

von Annelie Kelch
Mitglied

Im Nadelwald eine Trunkelbeere
verursachte wonnig-warme…

von Oswald Petersen
Mitglied

There was once a nutty old bloke
Who told us a silly old…

von Walter W Hölbling
Mitglied

the problems of mice and men
were supposedly cared for by…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es buhlte der Teufel in Plauen*
Um Seele und Herz zweier…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Ein Jasager trank nahe Flein
im Wirtshaus zehn Viertele Wein…

von Peter H. Carlan
Mitglied

1.

Zum großen Duell der Giganten
kamen zahlreiche…

von Michael Wardemann
Mitglied

Mein eigenes Wort geriet ins Schwanken
Ich sah es auf den…

von Annelie Kelch
Mitglied

Eine Kreuzspinne pilgerte einst nach Rom,
besichtigte dort…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es tanzte hoch über dem Dorfe Ayl*
ein Sayltänzer auf seinem…

von Volker C. Jacoby
Mitglied

Ich hieb dem Monster Frankenstein
nach dem Genuß von…

von Annelie Kelch
Mitglied

Wie ein Zilpzalp zilpen wollt' einst ein kleiner Fitis,

von Annelie Kelch
Mitglied

Zwei junge kesse Dörobstmotten
verschmähten Pias…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Man erkennt die Leute aus Jabel*
an den Brandwunden über dem…

von Klaus Mattes
Mitglied

Der Loddar aus Lollar,
Die beste Polenta,
Erkennta…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Ein Aasgeier aß an der Maas
im feinen Lokal Toter Fraß.…

von Annelie Kelch
Mitglied

Ein Ahorn erschlug einst einen fleißigen Bibermann.
„Weshalb…

von Robert K. Staege
Mitglied

Ein Mauerblümchen aus Peine
hatte Fingernägel - nur kleine.…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es schloss ein Uhrmacher aus St. Wendel
mit dem Tod einen…

von Volker C. Jacoby
Mitglied

Das Buchenholz wie auch das Eichholz
ist Hartholz und lang…

von Volker C. Jacoby
Mitglied

Es trank mir ein Mädchen aus Oxford
drei Cocktails und vier…

von Volker C. Jacoby
Mitglied

Es tauchte in Thailand Kai Weiland
nach Hai’n weiland nah…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Ein Dichter saß ratlos in Wurzen
und kippte aus Frust einen…

von Annelie Kelch
Mitglied

Im Aquarium schwärmte ein melancholischer „Güster“,
dass in…

von Volker C. Jacoby
Mitglied

Der Freizeitpilot Junkers auf Ju-ist
ist von Berufs wegen Ju…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Vor Kurzem gelang in Peru
die Kreuzung von Masthahn und Kuh…

von Robert K. Staege
Mitglied

Ein Hundehalter aus Glowchow
erfreute sich an seinem Chow-…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Der Freiherr von und zu Oberroth*
soff sich im letzten…

von Volker C. Jacoby
Mitglied

.
Herrn Bush aus Dakota war Kabeljau
zu speisen stets…

von Jürgen Wagner
Mitglied

Im Meer, da schwamm 'ne Flunder
Die fraß und wurd‘ immer…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Ein ehrlicher Heiler aus Düren
erklärte: »Von allen…

von Dietmar Hoehn
Mitglied

Ein Pfarrer, dem Weiber nicht reichten,
ging jammernd, dem…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Paris a.d. Seine I

In Paris an den Ufern der Seine

von Peter H. Carlan
Mitglied

Romeo und Julia I

Herr Montague, Frau Capulet
fuhren…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es fiel einst ein Einsiedler aus Goch
weit abseits der Stadt…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es klaute ein Bettler aus Nehren *
Im Pfarrgarten Pflaumen…

von Robert K. Staege
Mitglied

Ein Tourist erstand dort in Stams,
nebst dem Hut, auch den „…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es krepierte Herr X. aus Meinerzhagen*,
so wird vermutet, an…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Hamlet, der Prinz, traf zum Stelldichein
sich mit Ophelia,…

von Volker C. Jacoby
Mitglied

Als Einmannbetriebsbien aus Gronig
kein blühendes Kelchlein…

von René Reimzwang
Mitglied

Beim Wettkampf der besten Chorsänger
flog singend vorbei ein…

von Ekkehard Walter
Mitglied

Was sagt ein bayrischer Polizist zum Salafist:
"Du kloaner…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es leben in China Chinesen,
im Libanon Libanesen,
dann…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es ritten sechs Kinder aus Bullerbü
bei Wolkenbruch auf…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Die Bürger im Städtele Enger
erhängten im Zorn einen Sänger…

von Robert K. Staege
Mitglied

Ein bildhübsches Mädchen aus Bergen,
das floh vor der…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Ein blinder Schneider aus Kirn
ist geschickt mit Nadel und…

von Martin Gehring
Mitglied

Es verliebte ein Hering aus Zwolle
sich im Januar in eine…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Es wünschte ein Geizhals aus Warstein:
Feudal und geräumig…

von Martin Gehring
Mitglied

Es lebte einst Tarzan in Hindelang.
Sein Schrei wie ein rost…

von Volker C. Jacoby
Mitglied

Dem Alientouri aus Nordostgalaxis
is Sternhagelvollsein die…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Einst lebte ein Mädchen in Kapstadt,
das hatte die Stadt am…

von Thomas Elbrecht
Mitglied

Es sprach ein Fruganer in Sperenberg
zum Sohne: »Du musst…

von Hans Harress
Mitglied

"Herr Zeuge, Sie haben's vernommen,
was Sie hier für Meineid…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Herr Ribbeck von Ribbeck im Havelland
sein Haus vor dem…

von Peter H. Carlan
Mitglied

Das Verhalten eines Vampirs aus Togo
Ist meines Erachtens…

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Die besten Limericks enden mit einer Schlusspointe

Obwohl der Engländer die noch heute bekannte Struktur mit dem Reimschema aabba, also erste, zweite und fünfte sowie dritte und vierte Zeile schließen mit dem gleichen Reim ab, in drei Zeilen mit je zwei Binnenreimen zusammenfasste, wird der klassische Limerick zumeist in fünf Zeilen dargestellt. Der gesamte Limerick folgt dabei dem anapästischen Versmaß, wobei Zeile eins, zwei und fünf dreihebig, Zeile drei und vier aber zweihebig sind.

Kennzeichnend für die Form des Limericks ist außerdem der Inhalt. In der Regel laden die kurzen Gedichte, die sich zumeist um eine Person und eine mit dieser Person einhergehenden Besonderheit befassen, durch eine Schlusspointe zum Schmunzeln ein. Während Lear in der fünften Zeile noch zum Reimwort der ersten Zeile zurückkehrt, durchaus auch in einem amüsanten Kontext, hat sich die fünfte Zeile im Laufe der Zeit zum unumstrittenen Höhepunkt des Limericks entwickelt. In dieser werden Hauptperson oder die Gesamtsituation neu bewertet, oft mithilfe eines Adjektivs, manchmal auch durch eine Wortneuschöpfung.

Deutsche Limericks erlebeten in den 70er Jahren eine erneute Hochzeit

Der deutsche Limerick erfuhr durch die Liedermacher Schobert&Black in den 1970er Jahren eine erneute Hochzeit. Die beiden Sänger vertonten in verschiedenen Stücken moderne Limericks der beiden Dichter Georg Bungter und und Günter Frorath. Der deutsche Schriftsteller Dieter Höss bediente sich ebenfalls der Gedichtform und verpasste ihnen einen satirischen oder parodistischen Charakter. Auch der US-amerikanische Dichter Odgen Nash und der russisch-amerikanische Biochemiker Isaac Asimov haben den Limerick weiter geprägt.

Moderne Limericks müssen nicht immer lustig sein

Auch wenn es relativ klare Vorgaben zur Erstellung des Fünfzeilers gibt, so halten nicht alle modernen und klassischen Dichter das Versmaß ein und es sind auch nicht zwangsläufig alle Limericks lustig. Jedoch wird ein moralisierender oder anklagender Tenor der Gedichtform nicht gerecht - und der betreffende Dichter sollte, auch wenn er die metrische Form wahrt, sein Werk in eine andere Kategorie Gedicht einordnen.