Neulich im Hinterhof...

von Sascha Grosser
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Wenn ich in den Städten unterwegs bin, sind es meistens die kleinen Gassen und Hinterhöfe, die mich in ihren Bann ziehen. Oft nur wenige Schritte abseits der Hauptadern städtischen Lebens, finden sich häufig kleine Ruhe-Oasen und Orte der Stille. Nette Hinterhöfe mit kunstvoll angelegten Gärten, zauberhaftem Wasserspiel und ausgelassenem Vogelsang laden dazu ein, eine Zeit zu verweilen, vielleicht ein paar Minuten Platz zu nehmen, auf einer Bank, dem Vogelzwitschern zu lauschen und zur Ruhe zu kommen. Und vielleicht ist es eines dieser halb geöffneten Fenster zum Hof, aus dem dabei ganz leise ein tief berührendes Klavierspiel zur Untermalung dringt. Dann sind da noch die schrulligen Alten, die mit wuchtigen Weidenbesen die Kopfsteinflächen vom Laub der schmucken Birken befreien und mir einen skeptischen Blick entgegen werfen, bevor sie nach einigen wartenden Blicken aber dann doch zu mir herüber kommen und ein neugieriges Gespräch beginnen. Und ich teile mit ihnen meine Begeisterung für ihren wunderschönen Garten, lobe ihre farbenprächtigen Blumenbeete und die vielen dekorativen Details. Dafür ernte ich dann ein stolz erhabenes Lächeln und einen dankbaren Händedruck, während sie mir aus ihrem Leben erzählen, wie sie dort aufgewachsen sind und dass bereits schon ihre Eltern den Hofgarten gepflegt hätten. Immer mehr verlieren wir uns in diesen alten Geschichten, schwelgen in vergangenen Zeiten, halten dabei unsere Hand und bemerken, dass wir schon viel zu lange geplaudert hatten. So vergeht die Zeit und ich verabschiede mich dann doch irgendwann, tief dankbar für diese kurze Auszeit in einem wundervollen Hinterhof...❤

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Kommentare

01. Apr 2020

Traurig fühlt sich Hand in Hand,
es ist für eine dunkle Zeit verbannt.
LG Uwe

01. Apr 2020

Das sind die kleinen Momente des Glücks :) Ich liebe sie. Und irgendwann werden wir neue finden.
Grüße von Britta