Das Wesen der Liebe

von Melina Keuer
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Ein neues Jahr. Für mich hat die Zahl, die sich am Ende des Datums nun ändert genauso viel Bedeutung wie jede andere Sekunde und Stunde, wie jeder andere Tag der Illusion, die wir Zeit nennen. In diesem wertvollen Moment so wie jenen anderen strebe ich danach ihn zum Ausdruck meiner tiefen und inneren Wahrheit zu nutzen.
Es gibt einen Unterschied zwischen etwas sein und etwas sagen. Zwei verschiedene Ebenen. Das verstehen viele irgendwie nicht. Die eine Ebene bedarf keiner Worte. Es ist leiser, subtiler und gibt dem Gegenüber Zeit es zu bemerken, wenn er es will und wenn nicht, wird die Bedeutung der Botschaft nicht geschmälert, da sie nicht davon abhängig ist bemerkt zu werden. Anders als Worte, ein beschränktes Werkzeug, um anderen in Symbolen etwas vermitteln zu können, was unendlich ist. Meine innere Dimension, von dem, was ich gerade bin und fühle. Diese Ebene sinnvoll zu nutzen ist eine Kunst. Die Ebene des Seins. Sie ist einfach. Zu jeder Zeit durch mich und dich und wenn sich unsere Augen begegnen macht sie sich wie ein unterschwelliges kontinuierliches Surren simultan existierend neben den Worten bemerkbar. Wenn wir uns aufeinander beziehen verbinden sich zwei Punkte im Raum-Zeit-Kontinuum. Liebe.
Ich bin es, so, wie ich es am Besten für dich sein kann von da wo ich stehe. So wie ich es gegenwärtig begrifflich sehe. Etwas, dass sich wie ein lebendiges Wesen in mir verändert und heranwächst zu etwas, das uns entspricht und Erfahrungen kreiert. Erfahrungen, die ich unabhängig von der Form liebe. Welche für die ich dankbar bin, weil ich mich in dir erkennen und erfahren darf. Ich liebe den individuellen Ausdruck von dir. Wirklich sehr. Zutiefst. Gebe uns die Freiheit dich nicht zu brauchen, dich weder zu gebrauchen noch zu missbrauchen, denn eins habe ich mir gemerkt: Kein anderer Mensch wird je die Lösung meiner Probleme sein. Diese Verantwortung werde ich dir nicht geben, denn ich bin die Quelle meiner Liebe für dich und nicht meine Erwartungen, die ich auf dich projiziere. Es kostet nur unnötig Kraft und führt zu Separation. Ich hingegen will Einheit und die Freiheit sich in dieser Einheit individuell und vollkommen frei ausdrücken zu können. Eine Perspektive, die durch ein Geflecht aus Werten einen Rahmen bieten und uns als Nährboden für unsere Gefühle dienen. Es kommt nicht auf die Form des Endergebnisses an, sondern darauf, dass ich bestrebt bin deine innere Wahrheit zu erleben, mitzufühlen und zu erfahren, so wie meine. Ich will dich und mich als lebendig erfahren und am Ende mit einem Blick auf mein Leben sehen und feststellen, dass ich wahrhaftig geliebt habe. Das ist mein Sinn. Dem einzigen dem ich mich verschreiben will. Das ist mein wertvollstes Geschenk, das ich geben und dadurch erfahren kann.

Meine aktuelle Antwort auf die Frage, die das Wesen der Liebe in Worte versucht zu beschreiben.

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