Kapitel 1 - John -

von The Notebook
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John
11:45 – Kaum machte er die Augen auf, schlüpfte er auch schon in seine Laufschuhe, zog sich seine kurze Sporthose und ein T-Shirt über, welches mit dem Logo einer Zahnarzt Praxis verziert war. Auf den weg nach draußen genehmigte er sich ein Glas Wasser und ein paar Para Nüsse, zog die Tür hinter sich zu, die Treppen der vier Stockwerke, welche von seinem Loft mit Dachterrasse nach unten führten, übersprang er größtenteils. Von oben hatte man einen fantastischen Blick über den Alstersee, den er regelmäßig früh am Morgen ab joggte. Anders als sonst begann er seine heutige Laufrunde mit mehr Zeitdruck im Rücken als üblich. Sehr viel länger als seine Bestzeit dürfte er nicht brauchen, wenn er noch pünktlich zum darauffolgenden Termin kommen wollte. Die Zeit verflog, genau wie seine Füße über den Boden flogen. Der Laufweg führte entlang kleiner Bäche, die ab und an mit Steinbrücken zu überqueren waren, von denen aus man eine wunderbare panorama Sicht auf das flache Gewässer werfen konnte. Beim kurzen betrachten des Alstersees während der Laufrunde streifte der Blick immer wieder weiße Segelboote, markante Punkte an der Küste, wie angesagte Restaurants und berühmte Segel Yachtclubs. Die Sonne und Abends auch der Mond erscheinen stets am Horizont, um die vom frischen Nordwind verwehten Wolken von unten in allen erdenklichen Farben anzustrahlen. Die dadurch kreierte Atmosphäre vermochte es einem Tag für Tag Energie mitzugeben. Nach seiner 10km Runde wieder zuhause angekommen, wechselte er nach einer kurzen dusche rasch die Lauf- gegen Lackschuhe und zog sein Dinnerjacket über. 13:20 – Es war Zeit um zu seinen Fahrer Frank nach unten zu gehen, sicher wartete er bereits seit mehreren Minuten auf ihn. Der Motor sprang an, die Schranke ging auf.
“Was für ein schöner Tag Frank!”
“Wie recht Sie haben Sir!”
“Haben wir wie abgesprochen auch an alles gedacht und das Geschenk bereits besorgt?”
”Selbstverständlich Sir! Wie Sie es gewünscht haben, ist der Wein bereits eingeladen”
” Sehen Sie Frank ich habe gewusst ein eigener Weinladen in der Nachbarschaft macht sich gleich doppelt bezahlt! Sie sollten auch überlegen sich einen zuzulegen!”
“ Sicher Sir! Ich werde mir Gedanken machen”
“Ich hoffe ich habe sie heute morgen um vier nicht zu sehr mit meiner Bitte danach gestört, Sie wissen hoffentlich, wenn es sich nicht um meinen Bruder handeln würde, hätte ich Sie zu so einer Unzeit nicht gestört, es ist mir erst nach dem letzten Notfall Meeting gestern Nacht wieder eingefallen”
“Ich bin froh wenn ich helfen konnte Sir!”
“Wunderbar, wie lange noch bis zur Ankunft?”
“Eine halbe Stunde dürfte es noch dauern Sir, der Landsitz ihres Bruders ist um diese Zeit ohne Stau am besten über die Landstraße zu erreichen”
“Nehmen sie ruhig die Landstraße , sehr schön! Ich werde mich etwas zurückziehen wenn genehm”
“selbstverständlich Sir! Ich schließe das Sichtfenster Sir!”
“Tut mir Leid wenn ich sie wecke Sir! Wir wären dann am Ziel angekommen”
“Danke Frank! Bitte warten sie nicht auf mich ich melde mich sobald ich Sie wieder benötige, ach und bringen Sie ihrer Frau doch eine Kleinigkeit mit, als Entschädigung für gestern Nacht, geht selbstredend auf mich!”
“Danke Sir! Vielen Dank!”
“Nun gut”


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04.08.2018

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