Sweet Desire, Kapitel 4: Die lodernde Flamme

von Katharina Dotzki
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Kapitel 4: Die lodernde Flamme

"Wow! Was war das denn gerade bitte?"

Ich hatte so eben den geilsten Sex überhaupt. Er hatte mich von allen Seiten genommen. Ich schaute auf die Uhr, es war bereits 04:42 Uhr. Claas schlief tief und fest. Ich brauchte etwas frische Luft, also zog ich mir schnell das Hemd meines Chefs an. Das schöne Seidenhemd roch nach ihm. Ein wunderbarer Duft! Auf dem Balkon nahm ich mir einen Klappstuhl den ich letztes Jahr auf dem Juicy Beats Festival gekauft hatte. Normalerweise bin ich so gar nicht der Festivaltyp - aber die 257ers spielen zusehen war einfach traumhaft! Ich roch noch einmal an Maiers Seidenhemd. "Verdammt!" Warum zieht mich dieser Mann denn nur so an. Echt nicht mehr normal. Vor allem ist er auch noch mein Chef! Das würde doch nie und nimmer gut gehen. Oder? Mir wurde allmählich kalt, deshalb beschloss ich wieder rein zugehen. Claas sah unglaublich heiß und süß zugleich aus. Ich hätte am liebsten seinen ganzen Körper geküsst. Es war nun kurz nach 05:00 Uhr. Vorsichtig zog ich die Bettdecke über mich. Ganz realisieren, dass mein Chef neben mir lag, konnte ich immer noch nicht. Ich strich ihm eine Strähne aus seinem Gesicht. Plötzlich strahlten mich zwei meeresblaue Augen an. Oh Gott! Lass das bitte kein Traum sein.

"Hey Baby."

Scheisse. Kam das gerade aus seinem Mund oder drehte ich nun komplett durch?! Seine Stimme klang sau sexy, sodass ich vor Lust mir auf die Unterlippe biss.

"Hey... Ich wollte dich nicht wecken. Verzeih!"

Er guckte mich mit einem stechenden Blick an. Sein Mund öffnete er leicht und schloss ihn daraufhin wieder. Er räusperte sich. Ich musterte Claas weiter. Er sah so... so gelassen aus. Doch auf ein mal drehte er sich zur Seite und sah gar nicht mehr friedlich aus. Ich konnte dieses Gefühl nicht genau zu ordnen. Er war sonst immer der harte Boss. Nun erschien er mir wie ein einsamer Mann. Für einen kurzen Moment hatte ich wirklich geglaubt, dieser Mensch brauchte einfach nur viel Liebe. Dann schaute er wieder zu mir rüber. Auf seinen Lippen zeichnete sich ein leichtes Lächeln ab.

"Schon passiert. Schlaf du weiter."

"Wie? Ich? Und was ist mit dir?"

Ich schaute ihn verblüfft an. Fand er den Sex etwa nicht gut und wollte jetzt verschwinden? Es war früh. Zu früh am Morgen.

" 'Tschuldige Baby. Ich habe heute ein wichtiges Meeting."

"Ein...ein Meeting?"

"Ja Lorna. Ein Meeting."

Irgendwie hatte er in mir ein Gefühl ausgelöst, sodass ich große Augen machte. Ich erwartete eine schnelle Antwort. Er zuckte zusammen. Plötzlich fing er an zulachen. War ich eine Witzfigur oder Ähnliches? Er verstand wohl den Ernst der Lager nicht. Claas konnte mich doch nicht einfach so zurücklassen, nur weil er ein Meeting hatte.

"Mensch Lorna! Du bist echt süß, wenn du eifersüchtig bist. Ich sehe diese lodernde Flamme in deinen Augen."

"Ich bin nicht eifersüchtig!"

"Doch, das bist du."

Unglaublich. Der Typ war einfach unglaublich! Er war immer noch der gleiche arrogante - aber gutaussehender Chef. Claas zog seine Hose, sein Hemd und seine Schuhe an. Dann nahm er seine Tasche, ging zu Tür und blieb im Türrahmen stehen.

"Lorna?"

"Was ist? Musst du nicht schnell gehen?! Du verpasst sonst noch dein wichtiges Meeting."

Claas ließ seine Tasche fallen, kam auf mich zu und packte mich am Hals. Dann drückte er mich gegen meine Schlafzimmerwand und küsste mich voller Leidenschaft. Der leidenschaftliche Kuss wurde wilder, dann löste er sich von mir und ging wieder zu Tür. Nun stand ich perplex mit offenem Mund da.

"Meine Mutter hat heute Geburtstag."

Und mit diesen Worten verschwand er aus meiner Wohnung. Ich hielt kurz inne und verstand was gerade geschehen war.

"Oh man... Lorna du bist so dumm!" ,schrie ich beinahe schon auf.

Ich war eine blöde Kuh. Seine Mutter hatte heute Geburtstag und ich Doofe dachte ernsthaft, dass er direkt eine andere vögelt. Anscheinend hatte mich Amor mit dem Liebespfeil total mitten ins Herz getroffen. Heißer Flirt? Niemals. Ich will diesen verdammten Mann.

© Katharina Dotzki

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