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Bild von a.d.tiefe
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Jemand hadert. Jemand schaut die Straße hinauf und hat das Gefühl , als wäre die Straße nicht zu sehen. Aus der Unendlichkeit schält sich eine Straßenbahn. Als jemand in sie einsteigt, beginnt der Tag. Der Tag schlüpft. Der Tag schält sich aus der Straßenbahn, wie sich die Straßenbahn herausgeschält hat. Nach der letzten Nacht ist dieser Tag anders. Niemand reist in die Zukunft, aber jemand hat das Gefühl, als sei irgendjemand in die Zukunft gereist. Dort angekommen fährt irgendjemand täglich Straßenbahn. Zürich ist eine Kleinstadt. Weltweit bleibt sie eine. Eine verschneite kleine eingeschlossen offene Welt. Wertlose Kostbarkeiten. Gehen. Gehen oder strafrechtliche Verfolgung. Gehen oder Straßenbahn fahren. Von weiß über Licht bis graugrün. Von früh bis Mitternacht. Kalt im Winter und warm anziehen im Sommer. Im Sommer ist es hier total schön. Letzten Sommer ist irgendjemand in Zürich verhaftet worden, weil dieser jemand als Straßenbahn-Pilot tätig gewesen ist, als ein Schauspielstudent, erfasst von dieser Straßenbahn wurde. Als jemand dafür zur Verantwortung gezogen wird, laufen Tränen und Verträge, Intrigen oder Verleumdungen. Endlich aber, wird ein Meineid geleistet. Dieser belastet den Straßenbahn-Piloten zur Hälfte und begünstigt die Hinterbliebenen des Schauspielstudenten zur anderen. Dieser Meineid wird und wurde nicht erfasst. Niemand geht gelassen, mit dem Urteil um, das veranlasst, dass der Pilot den stark behinderten Schauspielstudenten monatlich besuchen zu habe. Weder die Familie des Studenten, noch des Piloten unterstützen es.

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