Sehnsucht nach dem Paradies

Die Fragen und Antworten des Lebens tragen wir in uns, genauso wie das Gute und das Übel.
Es wird immer nur zeitlich begrenzten Frieden geben, weil eben auch das Zerstörerische erst
diesen immer wieder gebären muss.
Da wo die Vernunft gereift ist, nur da kann sich Frieden etablieren, aber nicht unbegrenzt.
Eine Nervosität macht sich Zunehmens breit, je mehr Sättigungsgrad erreicht wird.
Dann beginnt der Kreislauf aus Neue. Allerdings steigert sich das Übel bis hin zur Selbstvernichtung,
somit auch das Ende des Homosapiens in seiner Wesenheit.
Liegt darin der Sinn der Religion zu mahnen?

Aber sollte die Erkenntnis über das Übel durch Vernunft heranreifen und seinen Sitz im Willen gefunden haben,
dann wird wohl die Sehnsucht aller Suchenden ein Ende finden.
Dann ist der Zustand des Paradieses erreicht, nach dem die Menschen, seit sie denken können, gesucht haben,
und über Jahrtausende, Überlieferungen und Schriften davon erzählen und es ankündigen.

Selbst über den Tod hinaus, wird die Seele nicht befriedet, solange die Sehnsucht sich in Krieg und Frieden verliert.
Es scheint aber, naturwissenschaftlich betrachtet, dass eine Beabsichtigung dahinter steckt,
denn warum sonst wurde die Natur so eingerichtet, und hält die Balance durch Fressen und Gefressen werden.
In diesem Zyklus ist auch der Mensch fest mit eingebunden und es scheint, dass die Zeit heranreift
und er vor sich selbst Angst haben muss, da mit jedem Jahrzehnt mehr und mehr Erkenntnis über sein Potential
wächst, dass unweigerlich auch zur Selbstzerstörung neigt.
Er sägt bereits an seinem Stuhl:
Natur und Klima und übt sich daran „Gott“ zu spielen. Manipulierte Natur, manipulierter Mensch.
Schon das Märchen vom Fischer und seiner Frau, mahnt an wohin übersteigertes Selbstwertgefühl hinführt.

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Kommentare

14. Aug 2020

Die Menschen sehnen sich nach dem Paradies, weil sie durch ihr Wissen, Denken und Glauben sich vielleicht nicht vorstellen wollen oder können das es nach dem Tod einfach nichts mehr gibt. Warum soll es uns anders ergehen wie Pflanzern und Tieren, Natur allgemein! MUSS man weiterleben, darf und kann man nicht einfach tot sein? „Ruhe in Friede", hört sich sehr gut und gnädig an. Und das wir uns selber zerstören und nur durch Krieg zu Frieden kommen ist auch eine Art Natur, wenn auch in ihrer primitivsten Form, finde ich.

Liebe Grüße nach Tunesien
Soléa

18. Aug 2020

Jeder macht sich irgendwie doch seine Gedanken zum Thema. Es gab sogar Forscher, die nach einem physischen Beweis des Paradieses suchten. Ist das Paradies überhaupt ein physischer Ort, ein metaphysisches Gedankenspiel oder nur eine Vorstellung?
Hätten wir auf Erden tatsächlich Frieden, wäre das doch ein paradiesischer Zustand oder nicht?

Grüße zurück nach Frankreich

Jürgen