Fritzchen spielt krank

von Sabrina Jung
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Morgens am Frühstückstisch meint Fritzchen zu seiner Mama: „Du Mama, ich hab solche Kopfschmerzen.“ Mama ist ein wenig skeptisch, weil es Fritzchen nämlich Spaß macht, Mama anzuschwindeln und zur Schule geht er manchmal auch nicht so gern. Aber Fritzchen bleibt dabei, es geht ihm schlecht. Mama muss Fritzchens großen Bruder allerdings zur Schule bringen und schlägt Fritzchen vor, dass er mitkommt, damit Mama das dann auch gleich seiner Lehrerin mitteilen kann, dass es ihm schlechtgeht. Davon ist Fritzchen gar nicht begeistert, er sagt: „Kann ich nicht kurz alleine bleiben, wenn ich mitkomme, überredet mich meine Lehrerin wieder dort zu bleiben und als es mir das letzte Mal schlechtging, hat sie Dich auch nicht angerufen, dass Du mich abholen sollst.“ So langsam fängt Mama an, Fritzchen zu glauben, dass es ihm schlecht geht. Dann in der Schule sagt Fritzchens Mama seiner Lehrerin, dass Fritzchen heute starke Kopfschmerzen hat und heute nicht kommen kann und dass es besser ist, er ruht sich heute aus. Daraufhin Fritzchens Lehrerin: „Ausgerechnet heute, wir machen heute was Neues.“ Fritzchen sieht kurz so aus, als würde er überlegen, dann schüttelt er den Kopf und weiß nicht so recht, was er sagen soll. Seine Mama schaut ihn fragend an, Fritzchen gibt sich weiterhin Mühe vor Mama krank zu wirken, denn schließlich soll Mama nicht schon wieder denken, er hätte sie angelogen. Beide gehen nach Hause. Auf dem Nachhauseweg sagt Mama zu Fritzchen: „Na wenn Du so starke Kopfschmerzen hast, dann bekommst Du heute mal den speziellen Saft, der gegen Fieber hilft, der hilft auch bei Kopfschmerzen und dann trinkst Du noch einen Tee.“ Fritzchens Augen fangen an zu leuchten und er sagt irgendwie fröhlich: „Ah ist das der leckere Saft, der nach Erdbeere schmeckt?“ Jetzt weiß Mama, dass Fritzchen nicht ganz ehrlich war, Mama schaut Fritzchen fragend an, daraufhin Fritzchen: „Was ist, darf ich nicht fröhlich fragen, nur weil ich krank bin?“ Danach gibt Fritzchen sich Mühe weiter krank zu wirken. Mama ist am Zweifeln. Fritzchen betont und gibt sich so, als ob ihm schlecht wär: „Oh Mama, ich glaub, ich muss mich gleich übergeben, lass uns schnell nach Hause gehen.“ Zu Hause angekommen, ist Fritzchens erste Frage: „Was gibt es heute eigentlich zum Mittag?“ Mama schaut Fritzchen wieder fragend an, daraufhin Fritzchen: „Was ist, jeder Mensch hat Hunger, auch wenn man krank ist, ist doch eine ganz normale Frage.“ Fritzchen gibt sich weiterhin Mühe krank zu wirken und legt sich freiwillig in sein Bettchen, allerdings steht er dann nach fünf Minuten wieder auf und sagt: „Mama mir geht es jetzt eigentlich schon wieder viel besser, darf ich jetzt Fernsehen schauen?“

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Kommentare

14. Nov 2017

die gibt´s auch,
ist so ein Brauch,
unter so manchen Kindern,
rede hier nicht von Indern.
:-) LG, Sabrina

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