Existenzkrise

von Marc Bucher
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„Wach auf!“, schrie er.
Er schrie nicht wirklich, aber nach den Kopfschmerztabletten und dem Bier neben Peters Nachttisch zu urteilen musste es ihm so vorkommen, als wäre er auf koffeinhaltigen Tabletten. Allgemein sah Peter sehr verwirrt aus, so als wüsste er nicht einmal mehr was er hier machen würde. Peter hob die Hand vors Gesicht da das schwache Licht ihn wohl schon Blendete.

Peter wacht auf, er hat Migräne, alles um ihn herum findet er Beschissen seine Arbeit, Freunde, Wohnung kurz zusammengefasst: er leidet an Chronischer Migräne, da sein Leben ihn zum Trinken verleitet. Er steht auf und versucht die Treppe zur Küche zu herunter zu gehen, dabei Fühlt sich jede Treppenstufe an wie ein versuch in einem abgehalfterten Dojo Ziegelsteine mit seinem Kopf zu zerschlagen. Warum in einem Abgehalterten Dojo? Peter hat keinen Plan was er gerade denkt, er hat noch nicht mal mehr sein Kopf unter Kontrolle, doch das aller schlimmste was ihm gerade auffällt ist, dass es Sonntag ist und nach Sonntag kommt normal wie gewohnt Montag. Wie er den Überraschungslosen Wochenzyklus gerade hasst. Er schläft ein. Oder wacht auf. Was auch immer denkt er sich und steht aus dem Bett auf um rechtzeitig zu seinem Ausbildungsplatz zu kommen. Er hat jetzt schon keine Lust mehr auf seinen Chef, da er letztens erst einen massiven Materialschaden an dem Kundenauftrag zustande brachte und sein Chef, auch wenn er erst im zweiten Lehrjahr war, ihn ansah als würde er ihn dafür sein Leben lang büßen lassen. Er stolperte aus seiner Wohnung heraus, als halbangezogener halbwacher und Unmotiviertester Nachbar von Ruth, der grantigen alten Dame von neben an die ihn im Treppenhaus vor seiner Wohnung Abfing. Die schrecklichste unliebenswerteste alte Dame sein die es gab. Als Peter so Zielgerichtet wie nur möglich versuchte an ihr vorbei zu sprinten und ja nicht auf das einzugehen womit ihn die Dame dieses mal wieder anschrie. Es reichte nicht sie schon wegen ihrem Perfekten Leben hassen zu dürfen, nein sie musste ja unbedingt alles aufzählen was in seinem schief lief oder an jeder Kleinigkeit herummeckern. Von der innerlichen Hasstirade wurde Peter so in Anspruch genommen das er die Treppe vergaß und versuchte geradeaus in der Luft weiter zu gehen was mit der Schwerkraft nicht vereinbar war.

Ich wache auf. Ich liege mit meinem Körper quer auf der Treppe der IPod in meiner Hosentasche spielt über die Kopfhörer „Where is my mind“ von den Pixies. Ich versuche aufzustehen. Anscheinend bin ich, als ich von der Schulabschlussfeier heimkam auf der Treppe eingeschlafen und hab mir, wie ich schmerzlich bemerkte, auch alles verstaucht was er ich nur verstauchen konnte. Als ich mich endlich Aufgerappelt hatte, mache ich das, was ich den letzten Abend wohl nicht schaffte, ich gehe die Treppe hoch und lege mich in mein Bett, in dem ich mit dem immer noch dröhnenden Sound in meinen Ohren einschlief und gleich darauf anfing zu träumen, wie ich versuche einzuschlafen.

Geschrieben am 11.7.2018;

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Kommentare

16. Jul 2018

Ich würde mich sehr über Rückmeldungen und allgemein Feedback freuen. Ihr könnt gern auch auf meine Rechtschreibfehler eingehen :( aber als kleine Vorwahrnung, das werden wohl so einige sein. Bitte tut euch keinen zwang an und nehmt die Geschichte auseinander ich kann das Feedback gebrauchen.
Danke

17. Jul 2018

Das ist kein schlechter Text, Marc und auch nicht schlecht geschrieben. An Deinen Rechtschreib- und Grammatikkenntnissen solltest Du jedoch unbedingt arbeiten. Es gibt da einige Bücher, daraus man das lernen kann: den "Duden der Deutschen Rechtschreibung", "Richtiges und gutes Deutsch" und viele andere mehr. - Und nicht verzagen ...

Liebe Grüße,
Annelie

17. Jul 2018

Danke für die Rückmeldung Annelie, auch wenn das mit der Rechtschreibung mir selbst schon klar war und in diesem Fall auch etwas Faulheit mitspielt ;). Dennoch werd ich mal etwas Korrigieren.
Mfg Marc