Verzeih, liebste Freundin

von Asja Aditi
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Du hast mich verletzt und diesmal denke ich nicht: „Ach, Schwamm drüber! Sie meint es sicher nicht negativ und verletzend.“ Ich weiß, dass du mir mit deinen Worten nicht wehtun wolltest. Es schmerzt trotzdem. Natürlich habe ich es überspielt. Wie immer. So wie immer. Denn ich will dich keinesfalls schwer treffen, nur weil du mich gekratzt hast. Von außen gesehen, bist du die sensiblere. Generell zeigst du deine Emotionen lautstark. Es tut trotzdem weh. Ich kann es ertragen, wenn du mich schlecht reden würdest. Wenn du mich runtermachen würdest, aber du gingst nie so weit. Doch zu weit. Und doch zu weit. Ein schlechtes Wort über meinen Liebsten, eine negative Bemerkung zu meinen Liebsten könnten mich sicher nicht beeindrucken und meinen Wohlwollen wecken. –Es waren doch nur dein [Liebster] und deine [Liebsten]! Ich hatte bloß keine Lust auf sie! Verstehst du denn nicht, dass ich euch nicht beim Lachen zugucken möchte!- Ich verstehe vollkommen, dies macht es kein bisschen besser. Kennst du mich so wenig nach so langer Zeit? Ich meide dich. Ich gebe es zu, ich meide den Kontakt zu dir. Schließlich ist in mir noch etwas Wut enthalten. Warten. Ich will noch etwas warten bis zu unserem nächsten Zusammentreffen, da ich dich mit einem ehrlichen Lächeln empfangen möchte. Das kann ich zurzeit nicht über mich bringen, ich kann mir kein Lächeln abzwingen und mir ein „WirSindAllerBesteFreunde-Gesicht“ aufzwingen.

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