Deutsche Bahn – Weg zum Leichtsinn

von Leo K.
Mitglied

19 Jahre alt und schon Bahn.Bonus-Mitglied. Da stimmt doch etwas nicht. Klar könnte man sagen, ich habe viele Freunde außerhalb, reise gerne oder nutze die freie Zeit. Irgendwie wäre das nicht die Wahrheit. Ist es nicht eher ein Fliehen vor dem Alltag? So weit weg wie möglich vor den Problemen des Alltags. Das ist eben das Unangenehme, wenn man zu Hause auszieht und auf eigenen Füßen steht. Nicht wegen des Geldes oder der neuen Umgebung. Vielmehr fehlt der Anker. Man muss alles neu aufbauen: Neue Freunde suchen, Selektieren und der ganze Scheiß mit dem Vertrauensaufbau fängt wieder von vorne an. Das kostet viel Kraft. Die Sache ist eben die, man muss alles selbst machen. Keiner sagt einem, wann man zu Hause sein muss, keiner geht einem auf den Sack, wenn man eigentlich lernen sollte. Aber genau das ist es, was fehlt. Mir zumindest. Mir geht keiner auf den Sack. Das muss ich eben lernen, irgendwann kommt das schon.

Man gibt den Trieben nach, man trinkt gerne mal ein Bierchen mehr als sonst, man verbringt die Zeit, wie es einem gefällt. Das Leben ist perfekt. Aber was ist mit der Leistung? Wo ist die Motivation? Mache ich einen Fehler? Keine Ahnung, das sehe ich wohl erst nach meinem Studium. Aber ist nicht alleine die Tatsache, dass ich mich das frage, eine Warnung?

Und da bin ich wieder an dem Punkt, wo die Motivation fehlt. Die Motivation, etwas zu verbessern und Dinge wieder geradezubiegen. Ich leide wieder unter dem Ungleichgewicht zwischen Leichtsinn und Realität.

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