Die Beschwerde

Bild von Gerfried Bedenkirch
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...und es wird ein Aufschrei, durch Mark und Bein gehend, vom Christenvolke her...

Entrüstet kommt Jankele Himmelblau, ein Wein-Großhändler aus Bet Schemesch, zu seinem Rabbiner, um sich massiv zu beschweren. Wild gestikulierend berichtet er, mit viel zu lauter Stimme:

„Erst säuft mir dieser langhaarige Hippie fast ein ganzes Fass meines edelsten Tropfens mit Namen „Tempel der Sonne“ aus, und dann geht der besoffene Uhu auch noch hin und verwandelt 18 riesige Fässer des besten Weines hier im Heiligen Land, mit Namen „Freude Jerusalems“, in völlig unbrauchbares Brackwasser.... ACHTZEHN FÄSSER! Das wird mich ein Vermögen kosten! Was gedenkst du nun zu tun, sag, was willst du tun, mein Rebbe?“ Und nach einer Pause setzt er nach: „Ich bin so sauer, dass ich nicht übel Lust hätte, den Präfekten davon in Kenntnis zu setzen. Ich denke, Pontius Pilatus wüsste diesem Krawallhansel sehr wohl Manieren beizubiegen... Zumal ja der Präfekt meine Weine zu schätzen weiß. Ja, ich melde diesen Vorfalll dem Präfekten! Jawohl, das mache ich! (Brüllt) Soll der dann meinetwegen mit ihm machen, was immer er will. Von mir aus mag er den Stressschädel sogar ans Kreuz nageln lassen!“

Rabbi Grünkern wollte noch begütigend auf Himmelblau einreden, doch sah er nur noch die flatternde Tunika des Wein-Großhändlers in einiger Entfernung wehen, dessen Sandalen eine Menge Staub aufwirbelten, so schnell war der feiste Mann unterwegs.

Tja, Leute: So hat sich diese Geschichte tatsächlich zugetragen! Wir werden wohl nicht umhin kommen, das komplette Neue Testament in sehr großen Teilen umzuschreiben. Das ist nun einmal die Wahrheit... Ich kann ja auch nichts dafür, und wasche meine Hände in Unschuld. Gute 12 Minuten lang.

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