Als

von Christof Bauersch
Mitglied

Als er versuchte das Unmögliche zu mögen
und sich das Wahrhaftige versagte.
Er, anstatt zu sehen, was da war, den Wahnsinn kultivierte, um sich selbst in dem Moment der Ernüchterung noch zu betäuben, mit Gedanken, die ihn im Kreise beherrschten.
Als die Spirale des Eigengeruchs der verzerrten Erlebniswelt ihn weiter und weiter entfernte, von den Welten, die Gutes für ihn beherbergten, sich seine Freunde nicht mehr Freunde nennen konnten, da sie ihn fremd und verkommen bemerkten.
Als es nicht möglich schien, ihm nahe zu kommen.
Als Alles er ließ um nur Eines zu haben,
Da verließ er sein Haus und schloss ein sich in die Unendlichkeit.
Doch wie seltsam.
Er konnte nicht erkennen , was nun die Gefangenschaften unterscheiden würde.
Zu guter Letzt, als endlich er seinen Verlust, den scheinbar tödlich anmutenden, verließ, um sich auf den Gewinn einzulassen,
erkannte er die letzte Wahrheit.

DU KANNST LIEBE NICHT KREIEREN.
Das gelingt nicht einmal Gott.
Oder doch?

Foto von C.Bauersch

Hörbuch:

Text und Klang Christof Bauersch
Rechtshinweis:
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