Entzifferung der alten Schriften

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Am 2. Januar 1799 stieß ein unbekannter napoleonischer Soldat bei Befestigungsarbeiten von Rosette im Nildelta auf einen polierten Stein aus schwarzem Basalt, Er war so groß wie eine Tischplatte, fein gekörnt und außerordentlich hart. Außerdem war wer mit Schriftzeichen bedeckt, und das machte ihn zu einem der berühmtesten Steine der Welt. Der Soldat, konnte nicht ahnen, welchen Schatz er gefunden hatte. Und da er weder von Schriften noch von Sprachen etwas verstand, ist es ihm um so höher anzurechnen, dass er den Stein nicht mit einer Spitzhacke zertrümmerte, sondern den Fund bei seinem Vorgesetzten Bouchard meldete. Und Bouchard gab die Nachricht von dem Stein an Dhautpoul, den Chef der Genietruppen weiter. Auf dem Dienstweg, nahm die Sache ihren Lauf. Ein napoleonischer General, Kenner Griechenlands, sah sich den Szein näher an. Er stellte fest, dass die Inschriften in drei Sprachen eingegraben waren. Eine davon, war die griechische. Der General fand heraus, dass der griechische Text eine Widmung der Priesterschaft von Memphis war, die Ptolemäus V. im Jahre 196 v. Christus für empfangene Wohltaten pries. Schon das war eine Sensation! Aber was war mit den anderen Schriften? Neben einer Kolumne mit 53 Reihen griechischer Buchstaben, enthielt der Stein je eine weitere Kolumne mit 32 Reihen demotischer Schriftzeichen und mit 14 Reihen von Hieroglyphen. Handelte es sich jedes mal um den gleichen Text? Man hielt sich von vornherein an diese Hypothese. Der Entschleierung dies Geheimnisses der Hieroglyphen schienen keine besonderen Schwierigkeiten im Wege zu stehen, War der Schlüssel nicht gefunden, wenn man von der griechischen Sprache ausging?

Aber es gelang nicht, das Tor zu öffnen. Die besten Köpfe ihrer Zeit, mühten sich vergeblich hinter des Rätsels Lösung zu kommen. Mit dem immer wieder holten Vergleichen der Texte war es nicht getan. Außerdem richtete man sich nach den Angaben Horapollon 400 n. Chr. , der zwar eine ausführliche Beschreibung der schon von Herodot, Strabo und Diodor genannten unlesbaren Schrift der alten Ägypter hinterlassen, aber immer nur von einer "Bilderschrift" gesprochen hatte - und das war sie nicht!. Erst E. J. Champollion gelang es 1822 die Hieroglyphen als altägyptische Schriftzeichen zu identifizieren.,
sie lesbar zu machen. Er konnte gleichzeitig nachweisen, dass sie keine ausgesprochene Buchstabenschrift waren. Ihre 24 Zeichen bedeuteten nur, die Wortlaute, die Konsonanten, Die Selbstlaute mussten beim Lesen ergänzt werden.
Damit war der Zugang gefunden,- nicht nur zu einer rätselhaften Schrift sondern zu allen verschlossenen Toren Ägyptens überhaupt.

Ihre Entzifferung ist eine Großtat der jüngsten Zeit. Einem finnischen Forscherteam gelang es, nach vierjähriger Arbeit, auf logisch-mathematischem Wege einen gro0en Teil der Rätsel dieser Bilderschrift zu lösen und damit zugleich das Geheimnis ihrer Träger zu lüften. Fast 2000 Siegelschriften mussten systematisch untersucht, zehntausende von Zeichenkombinationen registriert werden,-

Das Original des berühmten Steins von Rosette befindet sich im britischen Museum in London!

Veröffentlicht / Quelle: 
Die letzten Rätsel dieser Welt
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