Gedanken über die Zeit

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Interessant was die Zeit mit uns macht. In der Zwischenzeit macht die Zeit mit uns nichts. Denn Zeit ist zeitlos,
unterliegt lediglich einem Prozess universaler Natur. Es ist nur eine, von einem Laien geäußerte Theorie, aber
auch die Wissenschaften haben da so ihre eigenen aufgestellt. Das zieht sich hin, angefangen mit der Philosophie,
über die Mathematik, Relativitätstheorie und Astronomie selbst.
Die Frage ist doch eher, was machen wir aus unserer Zeit in der wir leben. Wie gehen wir mit der Summe, dem Zeitkapital,
persönlich um. Denn für uns ist sie physisch definiert nicht zeitlos. Metaphysisch betrachtet (Weiterleben nach dem Tode/Seele)
kann man natürlich auch seine eigenen Theorien aufstellen. Also kommt es auf den Inhalt an, mit dem wir unser Zeitfenster
ausfüllen, sprich auf unsere Lebensinhalte, die uns einen zeitlich begrenzten Spielraum gewähren.
Wie aktiv ist die Zeit als Zeit an sich selber? Aus was setzt sie sich zusammen? Ist die Zeit ein Fluss?
Besteht sie etwa sogar aus einer physischen Masse? Fragen reihen sich an Fragen und Theorien folgen Theorien.
Lässt sich Zeit zurückdrehen? Auch zu diesem Thema, Zeitreisen, machen sich heutzutage Physiker
so ihre Gedanken, stellen Theorien auf; sprechen von Wurmlöchern im All, von Einflüssen rotierender schwarzer Löcher,
schwarzer Masse, bis hin zu Raumkrümmungen, die theoretisch eine Zeitreise voraussetzen könnten. Nun ja,
der Mensch hatte schon immer seine Träume. So sprechen Physiker ebenfalls von der Geburt der Zeit in Verbindung mit dem Urknall.
Aber war die Zeit eventuell schon vor dem Urknall da? Auch das wurde schon in Erwägung gezogen.

Kommen wir mal auf das ganz gewöhnliche, alltägliche zurück. Wir Menschen wollen ja auch in gewisser Weise an der Uhr drehen.
Die Zeit können wir nicht zurückdrehen, lediglich umstellen, dass ja auch schon zum Problem geworden (Diskurs Zeitumstellung).
Optisch können wir allerdings einiges tun, z. B. an unserem Aussehen – allerdings auch nur nach außen hin, denn wer sechzig Jahre
alt ist bleibt es auch, auch wenn er wie vierzig aussehen sollte. Egal ob er jetzt gesundheitlich aktiv dazu beigetragen hat oder chirurgisch nach half,
bzw. auch genetische Vorteile in sich trägt.
Welche Rolle spielt das Gehirn, wie definiert unser Gehirn Zeit und wie sieht es mit unserem Zeitempfinden überhaupt aus.
So ist Zeit auch nicht eine All-universale gleichbleibende Einheit. Die Zeit hat unterschiedliche Geschwindigkeiten, wenn wir die Planeten,
Universen, Galaxien etc. betrachten. Zeit ist Zeit mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die sich in dieser Beziehung auch messen lassen.
Zeit ist aber wohl auch eine Bewusstseins Empfindung, z.B., wenn wir von der Langeweile und Kurz weile sprechen; aber gemessen
an diesen Empfindungen liegt hier kein Zeitunterschied vor. So ähnlich soll sich auch Kant zum Thema geäußert haben, dass auch
Wahrnehmungen durch die Sinne eben Einfluss aufs Bewusstsein nehmen. Also ist Zeit dann ein periodischer Prozess mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten, wenn wir hier das gesamte Universum einbeziehen. Ursache und Wirkung, also auch Masse, spielen,
lt. Physikern und Astronomen, eine Rolle, was ja auch irgendwie nachvollziehbar ist. Beinahe alle großen Philosophen und Wissenschaftler
haben sich mit ihr auseinandergesetzt. Sie bleibt weiterhin ein ungelöstes Phänomen.
Interessant ist, und das ist keine Theorie, was mit einem Menschen passiert, wenn er nach und nach sich dem Lebensdruck, Zeit, entzieht;
sprich seinen Tagesablauf in die Zeit, mit der Zeit fließen lässt. Wenn er mehr und mehr Alltagsstress abbaut, Ängste sich abgebaut haben
oder im Begriff sind sich vom Menschen zu lösen. Wenn innere Ruhe sich ausbreitet und dieses Phänomen ganz bewusst erlebt.
Ein Prozess der mit der Zeit nach und nach mit der Zeit verschmilzt, die Sinne ruhiger werden und sich der reinen Existenz des Lebens
hingibt und zwar jeglichem Leben. Dann ist man auf dem Wege sich mit der universalen Natur zu verbinden und alles vollzieht sich von selbst.
Hier beginnt mit diesem Schritt das Erkennen, das Sehen und letztendlich das Verstehen.
So viel zum spirituellen Teil der Zeit.

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Kommentare

27. Mai 2019

Lieber Jürgen,
nun hast du mir endlich, und auch noch so gescheit, erklärt, wieso ich nie Zeit habe.
Weil es die gar nicht gibt, wie ich sie "absolut" bräuchte.
LG an dich und die Zeit. Aber das ist ja schon wieder von mir falsch gedacht.

28. Mai 2019

Eine tief schürfende gedankliche Abhandlung über die ZEIT, die mich zum Nachdenken bringt; lesenswert, bereichernd - wie alle Deine Gedichte, Texte, lieber Jürgen,

liebe Grße zu Dir
Marie

31. Mai 2019

Zeit, eine Vorgabe, Mensch gemacht. Nicht überall auf der Welt hat sie oberste Priorität, tickt anders. Und ich muss gestehen, wenn ich diesen Einblick gewinnen kann, werde ich fast etwas neidisch ...

Liebe Grüße
Soléa

31. Mai 2019

Danke Marie, Soléa und dir lieber Uwe für eure Kommentare.

Die Zeit mal von einer anderen Seite aus betrachtet, das habe ich in der Vergangenheit schon diverse Male. Immer im Kontext Leben, Lebensinhalt, Natur und Universum. Vor allem die wissenschaftliche Seite finde ich sehr herausfordernd wie sie die Zeit sieht.
Wir nutzen den Begriff ja werweiswieviele Male am Tag. Meistens haben wir keine oder? Oder haben zu viel davon und können sie nicht mit Inhalten füllen. Oftmals abhänig von Lebenstufen und -schwerpunkten, gesellschaftlicher Integrität etc..

LG Jürgen