Konzert im Sommer

Bild von RomanMaler
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In ihrer Stimme lag ein melodiöser Zauber, in dem ich mehr und mehr versank, während wir die Strasse entlang gingen. Sie war eingängig, aber kein Sommerlied. Zu nuanciert, zu facettenreich war ihre Persönlichkeit. Hin und wieder achtete ich auf den Text. Es lohnte sich hinzuhören. Und dann verlor ich mich wieder in ihr.
Sie war der perfekte Song und ich hatte einen Platz in der ersten Reihe.
Es hätte ewig so weiter gehen können und das ging es auch, bis wir des Gehens müde wurden, uns hinsetzten und schwiegen.
Schönheit ist Stille, kam mir in den Kopf und wir schwiegen, schauten herum und schwiegen.
Sie sah zu mir. Das Schweigen hauchte ein Versprechen, langsam, abtastend ein Vorgeschmack auf die Zugabe.
Man ist verschwitzt, verausgabt und fängt an zu stinken. Das Konzert war toll, aber irgendwie will man dann doch nach Hause.

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