Der Ananas-Blues

Bild von Gerfried Bedenkirch
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Letzte Woche erhielt ich von der Tafel eine Ananas. Ich musste heftig grinsen. Auch eine Form von subtilem, latentem Zynismus, dachte ich. Meine IRIS, so nenne ich meine Innere Stimme (Interner Richter Innere Stimme, auch 'das Gewissen' genannt) hat mir unter dem Siegel der Verschwiegenheit mitzuteilen gewusst: Die von der „Tafel“ ahnen noch nicht einmal etwas von diesem augenzwinkernden Zynismus. Sonst, das war mir klar, hätte IRIS gesagt: "Die zeigen aber auch einen gewissen Humor bei der Tafel. Und zwar einen reichlich schwarzen." Vergessen haben die allerdings, so eine Art Gebrauchsanweisung an die stachelige Frucht zu pinnen. Wie soll Unsereins, in aller Bescheidenheit gesprochen, denn wissen, wie man mit einer Ananas umgeht?

Nun hoffe ich auf die große Austern-Sause.

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Kommentare

09. Okt 2020

Da lobe ich mir Goethe. In seinem Faust (I) lässt er sagen: "Du gleichst dem Geist, den du begreifst. Nicht mir !"
HG Olaf

10. Okt 2020

Deine Einlassung, liebwerter Olaf, habe ich aber
mal sowas von nicht begriffen... Habe sehr lange
gebrütet und komme nicht hinter den Sinn. Der
Kontext, um des lieben Himmels Willen, dieser
verflixte Kontext zur Ananas erschließt sich mir
rein gar nicht. Höchstwahrscheinlich gleiche ich
einem eher schlichten Gemüt. Das ist traurig...

Herzliche Grüße an Dich,

Gerfried