Ehrenamtlich engagiert - Page 5

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vorbeizukommen und mich ausführlich beraten lassen.«
Schilderte eine Dame am Telefon.
»Oh … Sie wollen eine Matratze kaufen?«
Fragte Christopher Tageszeit.
»Liebend gern. – Mein Arzt hat mir empfohlen, ich solle mir eine Kaltschaummatratze anschaffen, damit die Rückenschmerzen vergehen. – Oder haben Sie vielleicht medizinische Matratzen?«
Offenbarte die Dame ihr Anliegen und schon kommt die mangelnde Matratzen-Erfahrung zum Vorschein.
»Medizinische Matratzen … Sowas werde ich leider nicht haben. Die sind alle ausverkauft!«
Antwortete Christopher.
»Oh … Welche haben Sie denn da? Polstermatratzen, Luftmatratzen, Federkernmatratzen oder Latexmatratzen? – Wie sind denn Ihre Öffnungszeiten? Kann ich gleich vorbeikommen?«
Beschrieb eine Dame.
»Ja … Aber das wird nicht nötig sein! – Ich habe alles verkauft und muss demnächst die Ware beschaffen, damit sich die erforderlichen Verkaufs-Geschäfte wieder ergeben können. – Es tut mir leid, Frau Braumann, Sie müssen mich wohl später aufsuchen. Oder Sie besuchen einen anderen Matratzenladen.«
Verkündete Christopher.
»Gut, danke für Ihre Offenheit und Bereitschaft! Ich werde mich woanders beraten lassen.«
Sagte aufdringlich die Dame und das Gespräch wird von ihrer Seite aus rasend schnell beendet. Aus welchen Gründen und Beweggründen dieses unbeabsichtigte Missverständnis beabsichtigt wurde, kann die Tarnung der Kriminalität nicht aufdecken, sondern sich wachsam und mit Bedacht als Matratzengeschäft verstecken und verbergen. Auch wenn der wahre Kundenkreis hier stets nach Hilfe ruft, ruft die Camouflage manchmal nach Vorschriftsmäßigkeit und Normalität. Unter normalen Umständen ergeben sich solche Anrufe häufig und dennoch sehr selten. Dementsprechend klingelt schon ansprechend das Telefon, und was nun folgen wird, wird so einiges durch Schlussfolgerungen verändern.
»Guten Tag! – Hier ist die ‚Matratze mit der Fratze‘. Mein Name ist Christopher Tageszeit. Was kann ich für Sie tun?«
Sprach Christopher, der nicht ahnt, dass die Veränderungen schon eintreffen.
»Hallo Christopher! Marco Müller ist hier! – Das sage ich dir!«
Erklärte Herr Müller.
»Moin, Marco! Endlich rufst du mich mal an! – Wie geht es dir? Wie läuft dein Parkhaus?«
Erfragte anmerklich Christopher, und da merkt man beim Reden deutlich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die einen Platz in seinem Herzen haben.
»Es bleibt alles beim Alten! – Erzähl mir lieber, wie dein Urlaub beim Stanglwirt war?«
Erwiderte Marco Müller und diese Freundschaft ist verständlich.
»Zwei Monate waren genug! Die Alpen und die Landschaft sind echt herrlich und doch so regnerisch. – War wohl keine so gute Idee, sich im Herbst dort blicken zu lassen. Außerdem habe ich meine Arbeit so sehr vermisst, dass ich so einige Geschäfte und Aufgaben per Telefon und Post erledigt habe …«
Erzählte Christopher.
»Als Poet hat man wohl nie Freizeit!«
Schilderte Marco Müller die Wahrheit.
»Du sagst es! – Lass mich raten, die Erhöhung der Rundfunkgebühren hat dich zur mir gebracht und du brauchst wohl bei der Sache meine Errettung?«
Erkundigte sich Christopher.
»Ach … Gegenüber den 10 € empfinde ich eine große Gleichgültigkeit und wegen so einem Betrag würde ich dich nicht anrufen, Christopher. – Das sage ich dir!«
Antwortete Herr Müller.
»Warte! Lass mich weiterraten! – Ich soll die Steuererklärung mit zahlungskräftigen Ergänzungen und Einfügungen neu verfassen, damit eine hohe Erstattung erzielt wird?«
Erzählte Christopher und verbreitet gute Laune.
»Daneben!«
Offenbarte Herr Müller sein Anliegen.
»Dann brauchen deine Parkhäuser eine unbefristete Zusatzfinanzierung, die steuerfrei und mit Unüberprüfbarkeit ausgestattet werden soll?«
Schlug Christopher das vor, was er vermutet.
»Auch nicht! – Ich komme nun zum Punkt … Unsere Arbeitskollegen haben eine neue und sonderbare Geldquelle entdeckt, die augenblicklich ein ‚Niemand‘ betreibt. Noch ist er sich nicht im Klaren, dass unsere geheime Vereinigung diese Tätigkeit überprüft und die Nutzung der Betreiberei erlaubt. – Wir sind der Sache gründlich nachgegangen und haben zweifellos erfahren, dass etliche Kunden und Auftraggeber seine Dienstleistungen konsumieren.«
Berichtete Herr Müller.
»Über welche Geldeinnahme-Quelle reden wir?«
Erfragte Christopher.
»Filmverkauf! – Der Betreiber bedient sich im Internet und stiehlt etliche Filme, die noch nicht mal im Kino laufen! – Anscheinend ist er so ein Computerfreak, der sich bedienend bei Filmstudios reinhackt und diverse Filme runterlädt. Was er damit anschließend macht, kannst du ja leicht begreifen! – Das sage ich dir!«
Offenbarte Herr Müller.
»Ja, du sagst es mir … Wie viel Geld bringen solche Handlungen überhaupt ein?«
Stellte Christopher die Frage.
»Die Einschätzung und Beurteilung von Lennart hat erstaunlicherweise gezeigt, dass er 2000 € pro Woche verdient. Allem Anschein nach hat die Erhöhung der Rundfunkgebühren dem Film-Fritzen finanzielle Unabhängigkeit verschafft … Zurzeit wird der Film-Mann streng von der ‚Spionage unter Druck‘-Druckerei überwacht und seine Einnahmen werden umgehend festgehalten. – Es ist zwar kein wirtschaftliches Unternehmen oder ein herkömmlicher Geschäfts-Laden, aber die Einnahmen sind erstaunlich stark … Dafür, dass er es alleine und ohne viel Aufwand betreibt, sind die Einnahmen schon maßlos hoch!«
Schilderte Herr Müller.
»Und ich nehme an, ich soll diesen ‚Niemand‘ beseitigen?«
Fragte Christopher und die Arbeit ruft.
»Nicht nur! – Wir werden sein Geschäft und diese sonderbare Idee übernehmen und es anschließend selber betreiben. – Wer sich dafür als geeignet erweist, kann ich noch nicht sagen. Nicht viele können solche Taten per Computer und Internet meistern. Außerdem wird der Rat diese Entscheidung der Übernahme uns später verkünden.«
Legte Marco offen.
»Dann solltest du auf schnellem Wege den Rat einberufen und diesen Film-Fritzen zum Geschäftspartner ernennen. – Wenn er viel Geld einnimmt, wird sein Anteil regelrecht angemessen für die Vereinigung sein!«
Erkundigte sich Herr Tageszeit.
»Diese Behauptung habe ich schon in die Gesprächsrunde auf einem Schrottplatz reingeworfen und dabei ist rausgekommen … Vielleicht sollte ich es nicht sagen, aber die Leute glauben, dein Bruder betreibt diese Film-Geschäfte …«
Vermerkte Herr Müller das bittere Missverständnis.
»Was, mein Bruder? – Ich habe gar kein Bruder …«
Erwiderte Christopher.
»Das weiß ich! Sind doch nur Vermutungen und geistlose Annahmen! – Der ‚Niemand‘ heißt: Wesley Tagesarbeit. Sein Nachname ist: Tagesarbeit.«
Offenbarte Herr Müller.
»Wie toll … Mein Nachname ist ‚Tageszeit‘ und nicht ‚Tagesarbeit‘!«
Erklärte Christopher Tageszeit.
»Das ist mir auch bekannt, Christopher! – Die Vergesslichkeit kann schon eine ansteckende Krankheit sein … Habe es dir zwar nie erzählt, aber ein Arbeitnehmer von mir ist manchmal sehr …«
Schilderte Herr Müller und wird beim Reden unterbrochen.
»Kannst mir später erzählen! – Ich werde nun diesen Wesley Tagesarbeit bürokratisch vernichten und aus dem Verkehr ziehen. Anschließend dem Kollegium vor die Nase reiben, dass der Film-Fritze nicht mein Verwandter sei.«
Erklärte ruhig Christopher.
»Die Idee und die Vorgehensweise gefällt mir! – Ich bin froh, dass wir dich haben und dein Einsatz für uns ist echt lobenswert, Christopher! – Das sage ich dir!«
Äußerte sich Herr Müller dazu.
»Ja,

Lektor: Axel C. Englert

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