Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

empfohlene
von Franz Kafka
von Donatien Alphonse François Marquis de Sade
von Alexander Zeram
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von Franz Kafka
von Johann Wolfgang von Goethe
von Angélique Duvier
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 169 Texten in dieser Kategorie
von Tobias Neu

Gierig schlug Hector seine Zähne in den Hamburger, welcher zu seiner Erleichterung zumindest nicht aus Algen bestand.
Dr. Schleyer hatte ihn in einen Pub gebracht, in dem sie wohl Stammgast war. Nun saß sie ihm amüsiert gegenüber und meinte…

von Thomas Möginger

Schicksale in 500 Wörtern!
Ich möchte mich gerne selber dazu zwingen, zumindest täglich 500 Wörter zu schreiben und ihnen einen Zusammenhang geben.

Fangen wir an

Tag 1 - Kapitel 1 - Freiheit

Das Licht in Prismen brach…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau Mitte Ende 20, sie heißt Sophia. Emma hat bereits alles vorbereitet, steht bereits an der Tür und da klingelt es auch schon. Sie bittet Sophia herein und sie begrüßen sich recht freundlich. Sophia wirkt…

von Klaus Mattes

Die erste Nacht mit dem Jungen im Bett war eher eine Enttäuschung.
Der Junge hat ihn nicht ran gelassen.

Der Mann hatte dem Jungen verschwiegen, dass es einen Schlafsack gibt. Er hatte gesagt, dass sie in einem Bett schlafen müssten…

von Klaus Mattes

Monate vergingen. Peter und Helmut, sein Kumpan, trafen sich mittlerweile wieder alle Nächte im Park. Sie genossen Wundernächte des Sommers, wenn um halb drei ein interessanter Neuer noch auftauchen konnte. Den September, wenn man auf dem Rasen…

von claire brady

Zurück zu dem Zeitpunkt als Patrick mich abserviert hat. Die ersten Tage waren schmerzhaft. Ich dachte immer wieder darüber nach warum kein Mann mich um meinetwillen lieben würde, sondern nur für meine Kunst (so nannte ich es tatsächlich). Ich…

von Klaus Mattes

Noch mal ein Herbst und dann wieder ein Winter waren vergangen. Der Mann war allein geblieben und immer noch ohne eine feste Arbeit. Den Filmclub Reuenthal hatte er nach einem Streit verlassen. Stattdessen war er zur Schwulengruppe gegangen, was…

von Annelie Kelch

„Nora?“
Ich richtete mich mühselig auf und drehte meinen Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam. Die ganze Bude drehte sich um mich. - 'Die ganze Bude' war ein Keller, stellte ich nach einer geraumen Weile fest – ein wunderschöner…

von Martha lds

1.
Den Kauf des Koffers plante sie schon Wochen vorher, als die Katastrophe sich bereits andeutete, aber sie noch Funken der Hoffnung zuließ. Sie plante den Kauf als Trockenübung von Zuhause aus, machte sich Überlegungen um Maß, Farbe und…

von claire brady

Nachdem Chris der selben Meinung wie Liz war, redete ich mir ein selbst Schuld zu sein. Ich war überzeugt davon Schuld an allem zu sein, am Missbrauch durch den Freund meiner Mutter, an der Vergewaltigung von Justin und Sean und das meine Mama…

von Annelie Kelch

"Ist Koska verletzt? - Hast d u geschossen, Marc?“
Ich war nicht in der Lage zu rekonstruieren, was sich während der letzten Minuten in Marcs Wohnung abgespielt hatte, so sehr hatte ich mich auf Koska konzentriert, weil ich endlich…

von claire brady

Es verging ein bisschen Zeit und Narben verzierten meine Handgelenke. Ich tischte immer die gleiche Story auf. Der Schrank war’s. Zu meinem Glück fragte nie einer näher nach. Warum auch ich stand ja niemandem Nahe, außer meiner Tante, aber ihr…

von Klaus Mattes

Erst ist der Junge nur für die eine Nacht beim Mann. Dann für die nächste noch. Dann übers Wochenende. Weil er am Montag sein Geld vom Arbeitsamt kriegt. Dann für länger, bis Monatsende. Weil das Geld erst da überwiesen wird. Am Monatsende kommt…

von Klaus Mattes

Und in derselben Nacht, noch mal zwei Stunden, später schlug dann auch die Türglocke noch an.

Das Haus war am Zittern. Diese Handschrift mit den nachdrücklich eingepressten Fingerkuppen, den geduldigen Pausen, dem unermüdlichen Nachfassen…

von claire brady

Ich war im letzten Jahr meiner Ausbildung, in einer glücklichen Beziehung mit Chris und hatte auch noch Liz als Freundin gewonnen, auch wenn ihr wahres Gesicht ein Arschloch war, aber das sollte ich später merken. Ich war das erste mal, bis auf…

von Tobias Neu

Der Besuch beim Kapselhafen war ergebnislos gewesen. Zwar hatte er seinen Koffer wieder bekommen, aber neben Kleidern, etwas Geld und einer Pistole war nichts vorhanden, das ihn an irgendetwas erinnert hätte.
Seine Brieftasche wurde wohl…

von claire brady

Ich war auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Sie musste ins Budget passen und am besten ein Zimmer mehr haben. Auf der Arbeit sprach sich herum, dass ich eine neue Bleibe brauchte. Eine Kollegin war mit jemandem befreundet, der einen Mieter…

von Annelie Kelch

Marc und ich betraten das Mietshaus, ein älterer Mehrfamilienbau am Ende der Wichertstraße. Brenda wohnte im dritten Stock. Wir befanden uns noch auf der Treppe im Hausflur, als mir das Siegel ins Auge fiel, das aufgebrochen war.

„Was ist…

von Sabrina Jung

Emma, die Wahrsagerin, 6. Sitzung:
Ohne wirklich zu wissen, welchen hohen Besuch Emma heute erwartet, bereitet sie wie gewohnt alles vor und stellt sich schon einmal innerlich darauf ein. Heute kommt ein Mann, der seinen richtigen Namen…

von Bruno Schulz

12

„Lieber Bruno,

Ich möchte Dich gerne etwas fragen. Reine Hypothese. Und vielleicht doch ein bisschen mehr. Entscheide einfach selbst. Du hast in den letzten Wochen eine Menge über Island gelesen und vielleicht auch gelernt. Und…

von claire brady

Danny und ich nutzten jede Gelegenheit in der wir unbeobachtet waren um uns um den Hals zu fallen. Es war so aufregend, wir waren schließlich auf der Arbeit und uns würde die fristlose Kündigung drohen, wenn wir erwischt worden wären. Wir waren…

von Klaus Mattes

Das Telefon klingelte. Wenigstens ruft er dieses Mal an, dachte der Mann.
Am Telefon dann Stille.
„Hallo? Hallo?“
Kein Laut.

Vielleicht eine Störung. Er legte auf.

Der Junge hatte geduscht und war gegangen. Dieses…

von claire brady

Um meiner Tante ihren Freiraum wieder zu geben, beschloss ich zurück zu Mama zu ziehen. Mama war mittlerweile wieder Single und lebte mit meinen beiden kleinsten Geschwistern in einer Dreizimmerwohnung. Sie war immernoch nicht sehr bedacht, was…

von Annelie Kelch

„Glaubst du, dass unsere Forensiker noch DNA aus dem Skelett des Kindes extrahieren können, um Leander Koska definitiv als Vater auszuschließen?“, fragte ich.
„Kannst du nicht wenigstens ein einziges Mal auf meine Fragen antworten, Nora?“,…

von claire brady

Patrick und ich saßen noch eine Weile auf der Mauer. Er wusste alles über mich, immer wenn wir uns schrieben kotzte ich mich über alles aus. Er war der einzige, der jedes Detail von mir kannte und auch der einzige dem ich blind vertraute. Er trug…

von Annelie Kelch

Ich lag im Bett und wälzte mich von einer Seite zur anderen, ohne in den Schlaf zu finden, obwohl ich mich hundemüde fühlte.
Das lag allerdings weder an Marcs Matratze, die hervorragend war, noch an der fremden Umgebung, sondern einzig und…

von Klaus Mattes

Beim nächsten Mal setzte es eine Überraschung.
„Ich hab die Wohnung. Es ist drüben in Warmbrunn. Ist Scheiße. Aber die Wohnung ist gut, vierhundertachtzig ist nicht viel. Oder? Man muss das Öl in die Heizung tun. Ich glaub, ich nehm sie…

von Martin Gehring

El Pollo

El Pollo war eine Gestalt von sagenhaftem Ruf. Wenn man den aberwitzigen Erzählungen und Spekulationen, die rund um die Sierra Chica kursierten, Glauben schenken durfte, war El Pollo mindestens doppelt so groß wie ein normaler…

von claire brady

Ich erwähnte bereits den Kollegen mit dem ich mich so gut verstand. Der mit der Freundin erinnert ihr euch? Er wird meine Geschichte bald vollenden. Zuerst erzähle ich euch von ihm. Danny war ein eher unscheinbarer Typ. Er war sehe humorvoll und…

von Eva Anna Delamar

Nun floh das Kind, einmal bezaubert und einmal verflucht über das Meer und suchte Heilung gegen den Schmerz und einen neuen Zauber gegen den Fluch der Hexe, die es einst errungen hatte ,mit Hilfe einer Täuschung und Frevel beging an der wahren…

von Klaus Mattes

Bernhard hatte er seinerzeit als Student in Freiburg kennen gelernt, wo der immer noch lebte und einiges Ansehen genoss als Sonderpädagoge und Stadtrat der Grünen. Bernhards Familie saß im Saarland, sein Vater war einer der Chefärzte von einer…

von Katharina Dotzki

Kapitel 2: Ein ungewöhnlicher Arbeitstag

Ich hatte nicht viel Zeit - nur noch 2 Stunden, dann hieß es "Tschüss altes Leben. Das Neue wartet bereits!". Nach der frischen Dusche, zog ich mir meinen schwarzen Lieblingsrock an. Passend zur…

von Klaus Mattes

Dieses Mal hatte der Junge also sein eigenes Bett, sogar ein Zimmer für sich, im Wohnheim, in Litterkrauch. Aber das hatte keine große Zukunft. Ach was, er werde schnell was Eigenes bekommen. Er kostete den Lehrer erheblich weniger, weil er nur…

von Klaus Mattes

Wie so oft, wenn er, wie jetzt mal wieder, schon früh am Nachmittag durch die Fußgängerzone tigert, denkt der Mann, wie viele Jungen es in dieser Stadt gibt, auf der ganzen Welt eigentlich.

Sie fahren auf Rädern, mit Rollschuhen hängt…

von claire brady

Denise, meine Schwester, und ich gingen fast jedes Wochenende zusammen in die Bar. Sie war 17 Jahre alt und bildhübsch. Lange schwarze Locken umspielten ihr perfektes Gesicht, rehbraune große Augen und volle Lippen rundeten diese Schönheit ab.…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.