Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

empfohlene
von Ria Klug
von Donatien Alphonse François Marquis de Sade
von Alexander Zeram
die schönsten
von Franz Kafka
von Angélique Duvier
von Annelie Kelch
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 179 Texten in dieser Kategorie
von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einem Mann namens Robert. Emma hat wie immer alles vorbereitet. Kräutertee steht auch schon auf dem Tisch, da klingelt es auch schon oben an Emmas Wohnungstür. Sie öffnet und bittet Robert, einen Mann Mitte 40, der…

von Annelie Kelch

Es geschah vor zehn Jahren ... auf den Tag genau vor zehn Jahren, dass mir Marc nach einer kurzen Phase gemeinsam verbrachter Schulzeit zum zweiten Mal über den Weg lief, und noch bevor wir den Mord an Brenda vollständig aufgeklärt hatten, wurden…

von Annelie Kelch

Ich eilte hinüber ins Wohnzimmer und blickte Marc, der sich in einen der beiden Sessel neben dem Couchtisch hatte fallen lassen und die Beine weit von sich streckte, fragend an.
„Jemand hat Leander Koska gestern gesichtet, auf Sankt Pauli,…

von Klaus Mattes

Als im April der Dauerregen aufhörte, fand Helmut es merkwürdig, dass der Lehrer nicht an seiner Seite auftauchte, auch keinen Ton hören ließ von sich. Aber dann, eines Abends, sah er ihn hertrippeln, mit dem Jungen Timo an seiner Seite.

von Sabrina Jung

Emma hat sich glücklicherweise nach der letzten Sitzung schnell wieder erholt und es geht ihr wieder gut. Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau namens Magdalena. Emma bereitet daher wie gewohnt alles vor. Da klingelt es auch schon unten an der…

von Klaus Mattes

Fast gegen des Mannes Erwartung ging der Junge am Montag wirklich weg und blieb einige Tage abgängig.

Am Freitagabend klingelte es. Ob er die Nacht bleiben könne. Er halte es draußen nicht mehr aus. Wo draußen? Wisse er noch nicht, er wäre…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  III
LESEPROBE aus dem 2. Kapitel

Etwas unsicher führen der Signore und Ricci die Mannschaft an. Sie wissen nicht, in welcher Richtung man sich halten sollte und werden schon kurz nach dem Aufbruch immer…

von Annelie Kelch

„Ich gehe jetzt runter und öffne die Haustür,“ sagte ich.
„Nein, Cordula,!“, schrie meine Mutter. „Ich will dich nicht auch noch verlieren. Bitte tu mir das nicht an!“
„Das ist zu gefährlich, Cordula“, mischte sich Georg ein. „Die…

von Annelie Kelch

„Nora, mir ist ein verdammt fieser Verdacht ins Hirn geschossen“, flüsterte Marc mir zu. „Ich kann dir jetzt auf die Schnelle nicht auseinandersetzen, worum es sich handelt.“
Wir standen neben dem Krankenwagen, und ich erklärte mich bereit…

von Annelie Kelch

Marc und Knut hatten nicht lange graben müssen: Bereits nach wenigen Spatenstichen waren sie auf Knochenteile gestoßen, die unleugbar zu einem Säuglingsskelett gehörten.
Ich verabschiedete mich hastig von Stefan und begab mich auf dem…

von Annelie Kelch

Obwohl das düstere Gehöft, das Alma mit ihrem um viele Jahre älteren und vermutlich psychisch kranken Bruder "verwaltete", einen verheerenden Einfluss auf meinen Schlaf und insbesondere auf die ihm innewohnenden Träume hatte, schreckte ich eines…

von Annelie Kelch

Wir überließen den schrecklichen Tatort der Spurensicherung und begaben uns über das Treppenhaus zu Kollbergs Appartment. Einige teils verstörte, teils neugierige Hausbewohner hatten sich bereits im zehnten Stockwerk vor Marcs Wohnung eingefunden…

von Sabrina Jung

Emmas 2. Sitzung:
Heute kommt jemand, namens Anton, gleich ist es wieder soweit. Emma setzt gleich nochmal Tee auf und das übliche Prozedere vor der Sitzung. Es klingelt auch schon, aber diesmal noch nicht an der Wohnungstür, sondern unten…

von Annelie Kelch

Offenbar wusste Jensen, dass Marc im besagten Hochhaus eine Wohnung besaß, anderenfalls hätte er nicht sein Küchenfenster nahezu zielsicher ins Auge gefasst – als wolle er prüfen, ob ich in den Finstergang hinabschaue. Oder hatte ich mich…

von Sabrina Jung

Emma, die Wahrsagerin, 6. Sitzung:
Ohne wirklich zu wissen, welchen hohen Besuch Emma heute erwartet, bereitet sie wie gewohnt alles vor und stellt sich schon einmal innerlich darauf ein. Heute kommt ein Mann, der seinen richtigen Namen…

von Klaus Mattes

Beim nächsten Mal setzte es eine Überraschung.
„Ich hab die Wohnung. Es ist drüben in Warmbrunn. Ist Scheiße. Aber die Wohnung ist gut, vierhundertachtzig ist nicht viel. Oder? Man muss das Öl in die Heizung tun. Ich glaub, ich nehm sie…

von Thomas Möginger

Tag 2 - Kapitel 1 - Heimat

Zwischen dem Erzgebirge und den Karpaten befand sich einst der schmalste Grat der Geschichte, der scharf wie ein Schwert, das ehemalige Band zwischen Menschen und ihrer Heimat zerschnitt. Ein Volk, das sich nun,…

von claire brady

Ich erwähnte bereits den Kollegen mit dem ich mich so gut verstand. Der mit der Freundin erinnert ihr euch? Er wird meine Geschichte bald vollenden. Zuerst erzähle ich euch von ihm. Danny war ein eher unscheinbarer Typ. Er war sehe humorvoll und…

von Annelie Kelch

Ein Geräusch auf dem Korridor schreckte mich auf, ein Scheppern und Klacken – irgendeiner fuhrwerkte mit einem Gegenstand im Schloss an der Wohnungstür umher … Leander? - Ich sprang von der Couch, zog meine Dienstwaffe, eine Walther P99, aus dem…

von Klaus Mattes

Bernhard hatte er seinerzeit als Student in Freiburg kennen gelernt, wo der immer noch lebte und einiges Ansehen genoss als Sonderpädagoge und Stadtrat der Grünen. Bernhards Familie saß im Saarland, sein Vater war einer der Chefärzte von einer…

von Annelie Kelch

Leander Koska war geflüchtet, vermutlich in Marcs Klamotten, obwohl es ihm keineswegs an Kleidungsstücken mangelte – ganz im Gegenteil: Sein circa drei Meter langer Kleiderschrank, der fast bis unter die Decke reichte, war gut bestückt.

von Klaus Mattes

Zu Hause steckten sie in der Sackgasse. Der Mann war nicht gewohnt, die ganze Zeit jemanden um sich zu haben. Er hatte sich danach gesehnt, sein Leben möge eine Richtung bekommen. Diese Richtung, die sollte ein Mensch sein. Aber jetzt war da…

von Annelie Kelch

Tut mir unendlich leid, aber die Fortsetzungen verschieben sich aus Fieber- und Grippegründen: "Loverboy": Fortsetzung vermutlich und hoffentlich morgen schon, am Freitag, den 13. Januar 2017, "Im Dickicht der Zeichen" dann vermutlich und…

von Klaus Mattes

Wie so oft, wenn er, wie jetzt mal wieder, schon früh am Nachmittag durch die Fußgängerzone tigert, denkt der Mann, wie viele Jungen es in dieser Stadt gibt, auf der ganzen Welt eigentlich.

Sie fahren auf Rädern, mit Rollschuhen hängt…

von claire brady

Denise, meine Schwester, und ich gingen fast jedes Wochenende zusammen in die Bar. Sie war 17 Jahre alt und bildhübsch. Lange schwarze Locken umspielten ihr perfektes Gesicht, rehbraune große Augen und volle Lippen rundeten diese Schönheit ab.…

von Eva Anna Delamar

Es war einmal eine arme , traurige Frau, welche voll Wut ein Kind verlangte. "Ich will" sprach sie zu ihrem Gatten"ein Kindlein mein eigen nennen.ganz so, wie alle anderen auch! " Die Jahre gingen ins Land ,aber nichts wuchs zwischen dem Ehepaar…

von Klaus Mattes

Die Tage hatten zärtliche Momente, immer an ihren Enden.

In Wahrheit flüchteten sie doch alle beide den Tag über voreinander, obwohl sie sich im gleichen Zimmer befanden. Timo setzte den Kopfhörer auf und schloss die Augen. Der Mann legte…

von claire brady

Heute war es soweit. Ich stand für Patrick zwei Stunden früher auf als sonst und hatte mir für den Abend frei genommen. Zum wach werden brauchte ich immer erst zwei Tassen Kaffee und Zigaretten. Typisches Nuttenfrühstück, wie man es bei uns in…

von Annelie Kelch

Ich drehte die Fotografie um, las die sechs Worte, die in noch relativ kindlicher Handschrift auf der Rückseite geschrieben standen, und ließ die Aufnahme sinken. Jensen verrenkte sich den Hals - als hinge sein Leben davon ab, wen oder was das…

von Annelie Kelch

„Nora?“
Ich richtete mich mühselig auf und drehte meinen Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam. Die ganze Bude drehte sich um mich. - 'Die ganze Bude' war ein Keller, stellte ich nach einer geraumen Weile fest – ein wunderschöner…

von Klaus Mattes

Irgendwann kamen Zeitarbeitsfirmen aber dann doch in Betracht. Am Dienstag griff er nach dem Telefon und rief Persona aktuell an. Die Nummer stand im „Wochenecho“. Weil das „Wochenecho“ in der Kiste mit dem Altpapier lag, rief er gleich die…

von claire brady

Ich war mittlerweile 20 Jahre alt. Liz war sieben Jahre älter als ich. Sie hatte in allem mehr Erfahrung als ich und ich sah sie als sowas wie einen Mentor. Sie war sehr beliebt, hatte viele Freunde und es fiel ihr nicht schwer Kontakte zu…

von Annelie Kelch

"Ist Koska verletzt? - Hast d u geschossen, Marc?“
Ich war nicht in der Lage zu rekonstruieren, was sich während der letzten Minuten in Marcs Wohnung abgespielt hatte, so sehr hatte ich mich auf Koska konzentriert, weil ich endlich…

von Martha lds

1.
Den Kauf des Koffers plante sie schon Wochen vorher, als die Katastrophe sich bereits andeutete, aber sie noch Funken der Hoffnung zuließ. Sie plante den Kauf als Trockenübung von Zuhause aus, machte sich Überlegungen um Maß, Farbe und…

von Klaus Mattes

Erst ist der Junge nur für die eine Nacht beim Mann. Dann für die nächste noch. Dann übers Wochenende. Weil er am Montag sein Geld vom Arbeitsamt kriegt. Dann für länger, bis Monatsende. Weil das Geld erst da überwiesen wird. Am Monatsende kommt…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.