Versteckte Realität

Bild von Amber
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Ich möchte euch von einem Traum erzählen. Geträumt in der Nacht vom 5.2.21/6.2.21

Ich stehe an einer Art Bahnhof. Es sind hunderte, wenn nicht tausende Menschen da. Der Bahnhof ähnelt etwas dem ****platz. Aber die Häuser haben etwas englisches. Wie in Hogwarts. Ich bin nicht alleine da. Da sind Leute bei mir, die ich kenne. Nicht im realen Leben. Aber sie gehören anscheined zu mir. Wir warten auf Amir. Er soll gewogen werden. Da ist er dann auch schon. Er sagt mir, er würde immer weiter zunehmen, aber er sieht schlanker aus. Fast so wie früher. Er stellt sich auf eine Waage. Ich sehe flüchtig sein Gewicht. 170kg. Ich kann es nicht glauben. Er sieht so aus wie damals mit 80 kg. Bevor ich etwas sagen kann, geht er weiter. Ich weiß nicht wo er hin will, aber er wollte gleich zurück sein.
Im allgemeinen ist die Stimmung so, als würde sich gleich etwas spektakuläres ereignen. Wie bei einem Konzert. Nach einer gewissen Zeit merke ich, das Amir nicht mehr wieder kommt. Plötzlich fahren Züge ein und ich denke, da müsste er doch vielleicht bei sein. Aber ich sehe ihn nicht.

Plötzlich geht alles ganz schnell. Die Stimmung wechselt. Alles geht durcheinander. Irgendetwas greift uns an. Es fallen Schüsse, Menschen schreien und rennen panisch los. Nach und nach scheinen die Häuser um uns herum einzustürzen. Ich versuche zunächst, mich hinter einer Betonwand zu verstecken. Sie hat Löcher auf Höhe meiner Augen, sodass ich noch beobachten kann was passiert. Da sind Fremde neben mir...
Undefinierbare Wesen fliegen an uns vorbei und schießen auf alles und jeden. Diese Fremden schießen auf diese Wesen, sie scheinen mich zu beschützen. Aber ich kann hier nicht bleiben. Also renne ich los. Überall werden nun Handgranaten geworfen und ich muss aufpassen, dass ich nicht in ein Bodenloch falle. Denn diese Handgranaten reißen riesige Löcher in den Boden und darunter scheint es zu brennen. Dann höre ich eine düstere, angsteinflößende Stimme. Sie sagt so etwas wie:'' Du musst es tun. Komm zu uns. Du weißt es!''. Ich wehre mich dagegen und renne weiter. Unter mir brennt es überall. Irgendjemand gibt mir im vorbei gehen eine dieser Handgranaten. Irgendwie scheine ich zu verstehen, wann und wie ich sie werfen muss. Und das mache ich dann auch.
Dann sehe ich aus der Vogelperspektive, wie eine Reihe Handgranaten hinter mir explodieren. Ich werde von der Druckwelle erfasst und weit nach vorne geworfen. Ich lande relativ sanft. Anscheinend hat mich diese Druckwelle irgendwie gerettet. Aber dann ist da wieder diese Stimme. Sie sagt mir wieder, dass ich zu ihr kommen soll. Ich soll anscheinend unter die Erde kommen. Sie will mich in einen dieser Krater locken. Ich denke, es ist eine Falle und laufe weiter. Ich laufe in eine Seitenstraße. Plötzlich sind da zwei Frauen in schwarzen Gewändern. Sie bedrohen mich mit einem Messer und deuten auf eine Art Falltür im Boden. Ich öffne sie. Darunter unendliche, schwarze Tiefe. Sie deuten an, dass ich springen soll. Ich versuche noch mich dagegen zu wehren, aber als sie mit den Messern nach mir werfen, springe ich. Ich würde so oder so sterben, dachte ich.

Ich lande auf etwas weichem. Es ist dunkel und still. Nur Umrisse sind zu erkennen. Dann ist da wieder diese Stimme. Aber nun hört sie sich nicht mehr bedrohlich an, sondern beruhigend.
Sie sagt so etws wie:''Du hast es geschafft. Du musst etwas essen. Deine Seele war so lange in dieser Menschenhülle gefangen, wer weiß wie vergiftet sie noch ist. Es wird dauern all das Gift abzubauen.'' Jemand reicht mir Stoff zum essen. Viel Stoff. Ich wundere mich erst darüber, aber dann stelle ich fest, dass ich eine Art Motte bin. Ein dunkler, schwarzer Falter.
Dann führt mich diese Person herum. Ich sehe ihn nicht, aber ich höre seine Stimme. Ich fühle mich ruhig. Ich habe keine Angst mehr. Nach und nach scheine ich zu begreifen, dass ich nun meine wahre Existenz wieder bekommen habe. Jemand wollte mich endlich holen. Das Wesen zeigt mir in einer Art holographischem Bild, wie nun die Oberfläche aussieht. Das Hologramm nimmt den ganzen Raum ein, sodass wir einfach durchlaufen können. So als wären wir wirklich an der Oberfläche.
Alles ist zerstört. Die Gebäude, die Straßen, alles ist kaputt. Überall ist Rauch. Alles ist grau. Kein Geräusch, kein Wind. Gar nichts. Auch keine Menschen, keine Leichen. Ich bin plötzlich froh und erleichtert. So als wäre ich endlich aus einem bösen Traum aufgewacht.
Aber dann bekomme ich wieder Angst. Was ist mit Amir? Ist er Tot? Ich frage das Wesen neben mir.''Kannst du jemanden für mich suchen? Kannst du sehen wo Amir ist und ob er noch lebt?'' Das Wesen tippt seinen Namen auf eine Art Handy ein. Ich spüre wie meine Hoffnung schwindet. Es wäre ein Wunder wenn er all das überlebt hätte. Aber irgendwie will ich nicht glauben das er tot ist. Ich schaue auf mein Handy. Auch ich versuche ihn anzurufen, aber er geht nicht dran. Das Wesen neben mir gibt mir auch keine klare Antwort.... Aber ich weiß, dass ich ihn finden will und werde.

Dann wache ich auf.

****platz ist deshalb nicht ausgeschrieben, da es einen deutlichen Hinweis darauf geben könnte wo ich wohne. Und ich wollte mir keinen Namen ausdenken. ;.)
Amir ist nicht der echte Name dieser Person

Dieser Traum spiegelt einen inneren Kampf bzw Zwiespalt wieder, den ich nicht besser hätte in Worte fassen können. Das zeigt mal wieder wie kreativ das Gehirn ist.

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