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Beitrag 1471 - 1505 von insgesamt 1891 Texten in dieser Kategorie
von Dieter Strametz

Wenn nichts mehr geht
aus und vorbei
wen interessiert das?

Mit dem Spiel
die Seele verloren
wo war sie?

Dem Verlierer
die letzte Wahl
wem nützt das?

Es geht schon
ist gegangen

von Annelie Kelch

Sterne wandeln hinab
fallen zierlich in eine Barke.
Unfern - ein Handy singt:
Die Welt ist ein Fest,
mein Tiger.

von Asja Aditi

Ich bin immer kurz davor zu sagen, kurz davor zu sprechen.
[Die Megafone sind an. Sprich nicht. Schrei!]
Aber es kommen nie Worte aus meinem Mund.
[Schrei! Schrei! Schrei!]
Wenn ein Wort mir entfährt, erreicht es nicht…

von Birgitta Zörner

Mit Hoffnungsblick
blickst du mir
mitten ins Herz,
weiße Hoffnungsblüte

Dunkle Schatten weichen,
haben keine Macht
über das Frühlingsleben

Hoffnungsgesicht

Mit Hoffnungsblick
strahlst du…

von Angélique Duvier

Früh am Morgen,
auf der regennassen Fensterscheibe,
glitzern kristallene Wasserperlen,
leichter Wind verwischt sie schnell
und
hinterlässt Wasserrinnen,
wie Zeichen,
die mir etwas sagen wollen,
sie…

von Annelie Kelch

Ein Mensch verschwindet
in der Verbannung!

Weck Mächte
Amnesty
tau den Tiger auf
Krallen härte
Sprache: unbezwingbar
unverwüstlich
kämpfe

von Monika Laakes

Da nehmt Ihr Maß
und maßt Euch an,
mir ein für Euch
maßgeschneidertes Leben zu liefern.
Nur eines habt Ihr nicht bedacht:
Es ist nicht mein Schnitt!

Es ist ein Abschnitt,
ein Zuschnitt,
der…

von * noé *

Nebel ziehen ...
Und dein Bild.
In welchen Farben?

Konturen nur
sind mir geblieben
und die inneren Szenen.

Nebeneinander, wir,
ohne Worte,
in allem eins,
Blicke über den Stausee,
so…

von Sabine Daus

Begegnung am Morgen

Dunkle Augen
wacher Blick
zaghaft Gestalt
mit viel Geschick

Elfengleich
im frühen Licht
ein Wunderwesen
durchs Dickicht bricht

Erobert still
des Weges Rand

von Annelie Kelch

13. August 1961:
Geburt
einer Mauer:
Leichen nährten
das spaltende
öde Tier
inmitten
eroberter
Insel.

von Walter W Hölbling

wenn wir die stille
in unsren augen hören
sie geschlossen in die seele spielen
wo sie ihr werk vollenden kann
uns ihre kraft bewußtsein wird

fernab des lärms der welt
wenngleich auch nur für augenblicke

von Mara Krovecs

Gnutfigrevnelees, f ü r c h t e r l i c h !

Es ist schon recht
dass jeder sein Schwert ziehen darf
ist er bedroht
Zungen wetzen, Augen blitzen
Herzen klopfen, Wut verbrüllen
Klingen klirren, Stürme tosen…

von Angelika Zädow

Wälderfelder Fahrt nach Wernigerode Juli 2017

Wälderfelder
so weit das Auge reicht
wellendurchformtes Land

Und wir fahren wie schwebend
hindurch - vorbei - entlang
legen Meile um Meile zurück

von René Oberholzer

Eisige
Frostige
Aufgetaute
Kalte
Unterkühlte
Lauwarme
Wohltemperierte
Aufgewärmte
Warme
Aufgeheizte
Heisse
Bienen

von Dieter J Baumgart

Ich meine,
wir haben unsere Köpfe nicht zum nicken,
sondern zum denken,
unsere Münder nicht zum Ja sagen,
sondern zum miteinander reden,
unsere Hände
nicht zum zerstören,
sondern zum aufbauen.

Und…

von Towanda P.

Sorgen mache ich mir, und Gedanken.
Jeden Tag – manchmal auch nachts.
Über mich, meine Beziehung.
Über meine berufliche Zukunft, Karriere oder auch nicht.
Über Lasten, die ich jeden Tag zu tragen habe
und Freiräume,…

von René Oberholzer

Da war dieser Blick
Nur kurz von Weitem
Da schob sich
Dazwischen ein Kopf
Ich trat zur Seite

Da war er wieder
Dieser Blick
Nur kurz von Weitem
Ein Lächeln
Und ein Geheimnis

von Heinz H.-K.

Im Krankenhaus bin ich allein
Leider ist es nötig, hier zu sein
+
Ich will es nicht, doch muss es sein
Fühl‘ ich doch immerfort die Pein
+
Die Schwester sagt, der Arzt kommt gleich
Ich fühl‘ in mir das…

von René Oberholzer

Gestern
Die Farbtöpfe
Offen vorgefunden

Heute
Die Landschaft
Kräftig übermalt

Morgen
Zufrieden
Mit dem Kellergewölbe

von Mara Krovecs

IHR SEID

voll Musik und Poesie
schneidert gar dem Wind ein Kleid
dass ihr ihn im Tanze schwingen seht
Worte - schön und golden schwimmen in der Luft und fliegen im Meer
nichts ist unmöglich - Paläste aus Marmor…

von Walter W Hölbling

der weisshaarige patriarch
mit bart und schnurrbart
lächelt wohlwollend
etwas kolonial
von seiner reklametafel
auf das UNO gebäude
den times square
und auf 8th avenue
wo frauen in…

von Martin Gehring

Am Kiosk lungern
Sportgymnastinnen
Wurfbereit die Keule
Schminke und Trikot
auf Gleichheit gebürstet
Betonierter Charme
selbst errichteter
Sportgaststätten
Eigenleistung bröckelt
an den…

von Annelie Kelch

Gespenst Melancholie
wehe Wolke
Blume Abschied
Enttäuschungsschrei!
Weine -
statt
schauriger
Empfindungen
mir Schmetterlinge
geschwind.

von Perdita Klimeck

Die Sonne brannte
Küsse in schwarz-weiß -
Irgendjemand hatte wohl
den Farbfilm vergessen
Vielleicht war es auch Absicht
Wer weiß das schon
Immerhin – es tut gut
den Himmel blau zu tünchen
Für das…

von Herbert Koller

Aus der Dunkelheit die mich umfing.
trat hervor ein wunderbares Bild.
Es begrüßte mich herzelich,
das beglückte mich innerlich.

Ich was überwältigt und überraschst,
denn auf diesen Empfang war ich nicht gefasst.…

von Walter W Hölbling

zu mancher zeit
erscheint dir deine zukunft
bloß als ein bündel von erinnerungen
einer verblassenden vergangenheit

öffne die tür, schau `raus,
lass‘ licht herein

und denk daran

dass leben immer…

von Annelie Kelch

Gestern sah ich einen wirklich
schönen Mann in der U-Bahn:
Typ "waschechter Hanseat" mit
vollem, fast eisgrauem Haar, breiten
Schultern - und Augen, Augen ...
so märchenhaft blau wie die von
Hans Albers. (Der…

von René Oberholzer

Der Regen und der Nebel
Haben einen Pakt geschlossen
Und lösen deine Schritte
In der Ferne auf

Ich senke den Blick
Auf den Holztisch
Neben den Kerzenständer
Auf ein altes Bild von dir

Ich zünde…

von Annelie Kelch

Eine Tafelente wollte mitnichten
auf Tischen aufgetafelt werden
zwischen Eisbein und Fischen,
verweigerte das Brot fütternder Frauen,
dachte: Die schlachten mich und frieren mich
ein, um mich Weihnachten aufzutauen;…

von Annelie Kelch

Und wenn ich die Stadt verlasse,
lasse ich ich zurück:
dort im Kaltstein des Tages,
wo am Abend die Lichter
Wärme vortäuschen,
wo die Nacht keine Ruhe mehr findet,
wo du immer einen Weg finden wirst

von Dieter Strametz

Woher gekommen?
Wohin gegangen?
Als ob das alles
noch wichtig wär

Nie Wurzeln geschlagen
und doch zu lange
verharrt an
zu vielen Orten

Da geblieben
wo es am wenigsten
weh tat und…

von Annelie Kelch

Handy kennt Zeit und Spiel;
ich einen Schwan in
seinem Element,
Heiterkeit und Sorgen,
eine Weide -
geheimnisvoll.

von René Oberholzer

Uns einfach mehr anstrengen
Sonst geschieht es uns Recht
Sagte einer

Ihn einfach nicht verlieren
Dann ist er schon sinnvoll
Sagte ein anderer

Ein Dritter sagte nichts mehr
Eine Granate hatte ihn…

von Annelie Kelch

Es schneit und schneit
und schneit und schneit
und schneit und ...

Ich freue mich,
dass er schaufeln muss
vor dem Haus.

von René Oberholzer

Das Abendrot spiegelt deinen Brombeermund
Deine Geschichte ist meine Heimat
Dein Knopfloch meine Lust

Den Reissverschluss werde ich
Bis an Weihnachten geöffnet haben
Ich putze mir schon einmal die Zähne

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