Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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von Reim Ereien

fort gezogene Vogelschar, lang gezogener Winter, warten auf die Sonne, bin meinen Trost los, vermisse meine Laune, bloß, dieser kleine Wink von dir, ich warte hier

von Michael Jörchel

Je älter ich werde
umso intensiver blicke ich in den Spiegel .
Ich sehe nicht mehr nur meine Oberfläche.

Ich sehe in meine Seele.
Ich sehe mein Leben.

Ich sehe jedes Kapitel dieses Lebens.
Manche sind für…

von Birgit Mancevski

Stille.
Das bin ich.
Sie begleitet mich.
Sie ist da, wohin ich auch gehe,
was ich auch tue,
wem ich begegne,
wann immer ich spreche.
Darunter in der Tiefe,
bin ich.
Still, ewig,
ohne…

von Monika Laakes

Siehst du
am Bordstein
das braunzerfallene Blatt
von Glanzpartikeln
durchwoben?

Siehst du
auf der Straße
die Pfütze im
Asphaltloch von
hüpfenden Lichtern
übersät?

Siehst du…

von René Oberholzer

Sie sagte immer
Ich würde
Wenn ich könnte
Wäre da nicht

Ich sagte immer
Ich würde
Wenn ich könnte
Wäre da nicht

Eines Tages
Sagte der Indikativ
Zum Konjunktiv
Deine Zeit ist…

von René Oberholzer

Ich verliere die Kilos
Ich verliere die Hose
Ich verliere die Unterhose
Du brauchst nur noch
Das Hemd aufzuknöpfen

von Michael Jörchel

Im Laufe meines Lebens
sind mir einige Träume abhanden gekommen.
Aus Zeitmangel,
ich hatte ja Verpflichtungen.
Aus Angst,
dass ich sie nicht realisieren kann.
Aus Altersgründen,
ich habe sie so lange vor…

von René Oberholzer

Am Fensterkreuz
Farben gezählt

Schlafend ein Mann
Wachend eine Frau
Zwei Schatten daneben

Ich klopfe ans Fenster
Die Sterne drehen sich um

von Peter H. Carlan

Nimm hin
mein aus fliehenden Fäden
geflochtenes Träumen,

das in einsamen Kreisen
der Leere verglüht

Nimm hin, mein Herz,
nimm hin!

Nimm hin
mein aus spiegelnden Wassern
geschnittenes Hoffen…

von Susanna Ka

Ich trage deinen Schmerz aus,
wie ein fremdes Kind.

Ich konnte es nicht ertragen,
dich leiden zu sehen.

Wollte bei dir sein,
dich halten und trösten,
wollte auf mich nehmen,
was so schwer auf deinen…

von René Oberholzer

Sie hat ihren Garten
Mit Männern angepflanzt

Wenn sie blühen
Wird sie die Männer pflücken

Wenn sie kompostiert sind
Wird sie die Erde verkaufen

von René Oberholzer

Hinter Glas
Im Museum
Der Tod
Als Marionette

Hinter Glas
Die Frage
Was ist aus dem
Schnitzer geworden

von Marcel Strömer

Ich halt mich fest an dir, du reumütiges, von Stille umgebenes Schweigen - nicht der Verstummtheit oder irgendeiner Furcht zuliebe, sondern aufgrund deiner - aus der Tiefe gehobenen Einsicht und deren Logik - die Lehre der kraftvollen Einsamkeit…

von René Oberholzer

Und so weiter
Sagte der Punkt
Als das Wort
Nicht mehr weiter
Wollte

Fertig Schluss
Sagte der Punkt
Als das Wort
Nicht mehr weiter
Konnte

Wie weiter
Fragte der Punkt
Als das…

von René Oberholzer

Dass sich der Selbstmordattentäter
Im Gefängnis nach seiner Festnahme
Das Leben genommen hatte
War für den Justizminister
Ebenso unerwartet gekommen
Wie die Meldung der Polizei
Dass ein flüchtiger Vegetarier…

von René Oberholzer

Da war dieser Morgen
Der mit seinen kalten Fingern
Die Autoscheiben berührte

Da waren diese Lippen
Die nur eine halbe Armlänge
Von einem Kuss entfernt waren

Da waren diese Tränen
Die vor lauter…

von Michael Jörchel

Die Zeit des Herbstes
lädt uns ein,
über uns nachzudenken,
über das,
was gewesen ist
über das,
was noch sein wird,
welche Rechnungen
wir noch begleichen können,
oder
welche Rechnungen…

von René Oberholzer

10 Jahre getrennt von dir
Wegen einer andern
Eine lange Zeit
Die fehlt mir jetzt
Sagt sie unter Tränen
Am Grab ihres Mannes
Ich konnte ja nicht wissen
Dass du vor mir sterben würdest

von bernd tunn tetje

Schaust auf das Meer.
Horchst der Stille.
Sitzt am Strand.
Gelassener Wille.

Wasserzungen lecken
mit sanften Schwung.
Kommen und gehen
wie die Erinnerung.

Die Haut liebkost
vom weichen Wind…

von René Oberholzer

Mit dir urlauben
Auf der Insel
Im herzförmigen See

Dabei die Nähe ausloten
Und dich umarmen
In einem Ruderboot

Dabei die Wolken studieren
Und sie interpretieren
Bis Regen aufzieht

Dann…

von Robert K. Staege

Golden sind Sonne und Blattwerk
vom Maler der Natur eingefärbt

Blau sind Himmel und See
stillstrahlend im Winde liegend

Grün sind Tannen und die Augen
der Liebsten, die mir lächeln

Farben will ich speichern…

von Michael Perkampus

Vielleicht schafft einer ein Gedicht
in einem Jahr, schreibt es so nieder,
wie er sitzt, und hat dann Worte gemacht,

über die er nachdenken muss, früh und spät
(nur mittags ruht er sich aus),
nach zwei Wochen hat er…

von W. Löffler

Zeit!
Der Urknall!
Die Geburt der Zeit!
Die Zeit ist da.
Wer sagt uns, wo sie gestern war?
Die Zeit ist Grundlage des Lebens
und alles and're wär' vergebens.
Die Zeit ermöglicht Gegenwart
und ebenso…

von René Oberholzer

Alle Bäume stehen senkrecht
Und ragen in den Himmel

Nur einer ist geknickt
Er liegt waagrecht
Und zeigt den Weg zum Meer

Der ist mir lieber
Als alle andern

von René Oberholzer

Du hast gesagt gehen wir
Auf den zersägten Berg

Ich folgte dir
In schwindelerregende Höhen

Auf dem Gipfel sagtest du
Schau dir unsere Liebe an

von Robert K. Staege

In der lichten Kathedrale
der spätherbstlichen Chaussee
läutet der Wind die Glocken.

Letzte Blätter verwehen
wie erlöschende Kerzen,
die im Weihrauch des Nebels
verschwimmen.

Schwarz stehen die Linden…

von René Oberholzer

Das neue Jahr
Spaltet die Glocken

Verlassen steht der Turm
Hinter den Sandkästen

Wer schreit das Chaos
In den Winter

Sag bist du es

von M. K.

Dunkelheit. Eine bekannte Größe, in der ich jedes Licht um mich herum deutlich sehen kann, so, dass ich weiß, es ist nicht vorbei. Die Dunkelheit hat mich nicht verschlungen mit ihren warmem und schlanken Fängen, sie umhüllt mich nur, scheinbar,…

von Michael Jörchel

Gerüchten
mehr geglaubt als deinem Verstand.

Deine Eitelkeit
übertönte dein Herz.

Dein Stolz
verbat dir nachzufragen.

Deine Selbstzweifel
regten deine Phantasie an.

Durch deine Phantasie

von René Oberholzer

Als sie im Ausland zur Schule ging
In ihrer Heimat wurde verhaftet
Interessierte sie sich nicht
In ihrer Heimat wurde gefoltert
Für die Menschenrechte

Als sie in ihre Heimat zurückkehrte
Im Ausland gab es…

von Juliane Wiedenhöft

Was erwartest du vom Leben?
Was würdest du für die Erfüllung deiner Träume geben?
Wonach sehnt sich dein Herz am meisten?
Wie viele Fehler kannst du dir auf deinem Weg leisten?

Hast du den Sinn des Lebens schon gefunden?…

von Uwe Röder

Ich sehne mich nach dir,
ach, wartest du auf mich,
wie ich bekümmert
auf dich warte?

Sehnsucht stellt
so dumme Fragen,
gibt die Antwort im Voraus,
und die fällt traurig aus.

Ich sehne mich nach…

von René Oberholzer

Als er einen Nachbarn beschimpft
Geld gestohlen
Und einem Huhn den Kopf umgedreht hatte
Sagte die Mutter
Der würde so was nie tun
Ich kenne meinen Sohn

Als er eine Bank überfallen
Eine Geisel genommen…

von René Oberholzer

Die Hügel
Gegen das Meer getauscht
Und die Berge darauf gelegt
Für den Wind in meinem Haar

von Kerstin Vivien Schmidt

Kalter Wind
Eisige Stille
leeres Schweigen
an den Wänden
Stummer Schrei
Nur noch Scherben
in den Händen
Wan wird das
enden???

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