Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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von René Oberholzer

8 Jahre sass sie im Gemeinderat
8 Jahre im Kantonsrat
8 Jahre im Nationalrat
8 Jahre im Ständerat
8 Jahre im Gefängnis
Jetzt muss sie wieder gehen lernen

von Michael Jörchel

Je älter ich werde
umso intensiver blicke ich in den Spiegel .
Ich sehe nicht mehr nur meine Oberfläche.

Ich sehe in meine Seele.
Ich sehe mein Leben.

Ich sehe jedes Kapitel dieses Lebens.
Manche sind für…

von Reim Ereien

fort gezogene Vogelschar, lang gezogener Winter, warten auf die Sonne, bin meinen Trost los, vermisse meine Laune, bloß, dieser kleine Wink von dir, ich warte hier

von Monika Laakes

Siehst du
am Bordstein
das braunzerfallene Blatt
von Glanzpartikeln
durchwoben?

Siehst du
auf der Straße
die Pfütze im
Asphaltloch von
hüpfenden Lichtern
übersät?

Siehst du…

von René Oberholzer

Ein Beben der Stärke 6
Hat Teile der Altstadt zerstört
 
Einst aufrechte Menschen
Liegen neben Schutt und Trauer
 
Eine alte Frau mit Platzwunde
Sucht nach Erinnerungen
 
Sie findet das Foto…

von René Oberholzer

An der Weggabelung 2 Schilder
Strand links TEXTIL
Strand rechts FKK
Meine Frau und ich losen
Meine Frau verliert jedes Mal

von René Oberholzer

Das neue Jahr
Spaltet die Glocken

Verlassen steht der Turm
Hinter den Sandkästen

Wer schreit das Chaos
In den Winter

Sag bist du es

von Frank Wartner

turmhohe kiefern fälle ich und werfe
stein auf stein zu tempeln auf,
tempeln mir aus illusion und trug

ein streichholz und ein hauch
benzin werden genügen sie
lodern zu sehen im flammenschein

wärme nicht noch…

von René Oberholzer

Du hast den Mond
Der wieder am Zunehmen ist
Zurechtgebogen

Ich warte auf den Vollmond
Dann werde ich in deinen Garten springen
Und wie eine Eule über deinem Gesicht wachen

Ich werde eine Nachtigall sein…

von W. Löffler

Über der Zeit steht die Ewigkeit
Die Ewigkeit ist geprägt von der Gegenwart.
Die Gegenwart ist immer da - nicht vergänglich.

Entsprungen aus der Ewigkeit
ist mit dem Urknall auch die Zeit.
Die Ewigkeit ist…

von René Oberholzer

Als er einen Nachbarn beschimpft
Geld gestohlen
Und einem Huhn den Kopf umgedreht hatte
Sagte die Mutter
Der würde so was nie tun
Ich kenne meinen Sohn

Als er eine Bank überfallen
Eine Geisel genommen…

von Michael Jörchel

Die Zeit des Herbstes
lädt uns ein,
über uns nachzudenken,
über das,
was gewesen ist
über das,
was noch sein wird,
welche Rechnungen
wir noch begleichen können,
oder
welche Rechnungen…

von René Oberholzer

Die Böcke versteckten sich
Während der Schonzeit
Im Doppelstall
 
Und als der Wind
Mit dem Schatten kam
Hiess es FEUER FREI
 
Das Leiden der Böcke
Sorgte noch lange
Für…

von Juliane Wiedenhöft

Was erwartest du vom Leben?
Was würdest du für die Erfüllung deiner Träume geben?
Wonach sehnt sich dein Herz am meisten?
Wie viele Fehler kannst du dir auf deinem Weg leisten?

Hast du den Sinn des Lebens schon gefunden?…

von René Oberholzer

Die Hügel
Gegen das Meer getauscht
Und die Berge darauf gelegt
Für den Wind in meinem Haar

von Hans-Walter Voigt

Herrenlosigkeit der Meere.
Tausend offene Kanäle,
hinaus, hinaus!

Verboten die Tränen des Heimwehs,
schließe die Lider,
das Nebelhorn
dröhnt.

Buckelbäumende Katzen
scharren den Schnee
über…

von Monika Laakes

Möcht‘ mich erinnern an jene Gassen
aus plattgewalzter Erde, wo der Wind
seinen staubigen Tanz drehte, erinnern
an straßendeckende Träume aus Linien,
geheimen Zeichen, geschaffen von
Kinderhand, mit abgerissenen…

von Brigitte-Hanna-Dorit Lebelt

Der Tag neigt sich dem Ende zu
Ich leg mich nieder nun zur Ruh
Träumt seelig und still,
weil`s der Hergott es will.

von Michael Perkampus

Vielleicht schafft einer ein Gedicht
in einem Jahr, schreibt es so nieder,
wie er sitzt, und hat dann Worte gemacht,

über die er nachdenken muss, früh und spät
(nur mittags ruht er sich aus),
nach zwei Wochen hat er…

von Michael Jörchel

Manchmal möchte ich einfach davonlaufen,
vor den Problemen des Alltags,
vor mir selbst,
nur weg.
In solchen Momenten laufe ich einfach los,
immer nach vorne,
ohne einen Blick zurück.
Solange bis ich…

von René Oberholzer

Mit dir urlauben
Auf der Insel
Im herzförmigen See

Dabei die Nähe ausloten
Und dich umarmen
In einem Ruderboot

Dabei die Wolken studieren
Und sie interpretieren
Bis Regen aufzieht

Dann…

von Peter H. Carlan

Zwischen bedruckten Seiten
Getrocknete Blüten

Eine einzelne Zeile
Ein winziges Gedicht
- nichts von Bedeutung -
Ist Zeugnis einstigen Seins

Die flüchtige Begegnung
Im Auge des Lesers
Löscht das…

von Ekkehard Walter

Eine alte Frage wird derzeit wieder neu gestellt:
Warum herrscht so viel Leid und Chaos in dieser Welt?
Der Mensch ist nun mal des Menschen Wolf sagte man einst im alten Rom.
Man sah also auch dort das Böse im Menschen schon.…

von René Oberholzer

Ich hatte meiner Freundin gesagt
Ich würde mich von ihr trennen
Meine Gedichte wären zu schlecht

Seit der Trennung
Geht es stetig bergauf
Mit der Qualität der Texte

Irgendwann kommt die nächste Auszeit

von Peter H. Carlan

weiß weht der ausgehende Atem
des Sommers durch die Alleen
und der Nebel schleicht einsam um die Häuser

aber seltsamerweise sind Rotbuchen-
blätter im ziegelroten Widerschein der Sonne
am Horizont bescheiden gelb…

von René Oberholzer

Rennen und rennen
Aber der Schmerz
Überholt mich

Als ich im Ziel ankomme
Steht der Schmerz da
Und lacht mich aus

von René Oberholzer

Ich bin gerne in Belgien
Sagt sie
Und als ich sie frage
Ob sie Heimweh habe
Sagt sie
Nein ich telefoniere
Jeden Tag
Mit meiner Familie
In Mexiko

von Mara Krovecs

Aus einem Gedichtzyklus 1/8

Lippenberührungen

*

Mit deinen Lippen
führst du mich in Tiefen
kosmischer Glashäute
in denen es schwingt
wie auf einer Kirmes

nur in der Stille

kräuseln sich…

von Martin Gehring

Hirn entspannend leer
Mädchen in Sommerfetzchen
Lachen in der Mittagssonne
Eis das über Finger tropft
Kleidung verlottert
Oder kaum noch
Der Strand die Terrasse
Milder Westwind vom Atlantik

von Mara Krovecs

23.05.2013 - 7.50 Uhr - ich bin gefangen

Straßen reisen durch mich hindurch
geisterhaft - Schweben von Nebeln auf Gras und Baum
meine Augen fischen - wachen - träumen - wachen
sie rennen mir aus Feldern entgegen

von René Oberholzer

Er steht in der Küche
Und schält Kartoffeln
Er steht in der Küche
Und schneidet die Flecken
Mit seinem Messer heraus
Morgen wird er
Zum Doktor gehen

von René Oberholzer

Der Patient im Wagen
Ist über 60
Die Rettung stockt
Bei der Ausfahrt
Ein platter Reifen

Mutwillig zerstochen
Die Luft ist draussen
10 Minuten Verzögerung
Der Patient stirbt
Die Polizei…

von René Oberholzer

Alle sind im Garten
Braque isst einen Fisch
Calder macht ein Mobile
Jawlensky meditiert
Léger stürzt von der Treppe
Matisse schneidet aus
Magritte sucht die Melone
Oppenheim trinkt aus der Pelztasse…

von René Oberholzer

Zum Meer
Sagte sie
Und am Meer
Sagte sie
Noch mehr

Ich folgte ihr
Ins Meer
Und sagte
Nichts mehr
Und sie sagte

Noch mehr
Und ich wurde
Zum Meer
Immer mehr
Immer…

von Angélique Duvier

Ich sah die Sterne und machte mich auf den Weg sie zu ergreifen.
Eine lange Reise durch die Jahre meines kurzen Lebens.

Viele Sterne sah ich kommen und gehen.
Erreichen konnte ich keinen.

Was sind 2000 Jahre im Universum…

Rezitation:

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