Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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von Peter H. Carlan

Ich hatte meine Hände
zu einer Schale geformt

so wie man Wasser schöpft,
um zu trinken

und trug darin
auf dreifache Weise

in meinen Händen
auf meinen Lippen
in meinem Herzen

Deinen Kuss…

von René Oberholzer

Wenn die Ebbe kommt zwischen dir und mir
Wachsen Berge im Untergrund

Ich warte
Auf die nächste Flut

von René Oberholzer

Allmählich spüre ich
Dass ich allmählich verschwinde
Dass ich mich vergesse
Und je mehr ich mich vergesse
Desto mehr vergesse ich
Was ich eigentlich sagen wollte

Ich wollte eigentlich sagen
Dass nichts…

von Michael Perkampus

Vielleicht schafft einer ein Gedicht
in einem Jahr, schreibt es so nieder,
wie er sitzt, und hat dann Worte gemacht,

über die er nachdenken muss, früh und spät
(nur mittags ruht er sich aus),
nach zwei Wochen hat er…

von Michael Jörchel

Manchmal möchte ich einfach davonlaufen,
vor den Problemen des Alltags,
vor mir selbst,
nur weg.
In solchen Momenten laufe ich einfach los,
immer nach vorne,
ohne einen Blick zurück.
Solange bis ich…

von René Oberholzer

Die Weltkugel
Im Visier der Zeit

Eine Kugel
Trifft irgendwann

Todsicher

von Peter H. Carlan

Zwischen bedruckten Seiten
Getrocknete Blüten

Eine einzelne Zeile
Ein winziges Gedicht
- nichts von Bedeutung -
Ist Zeugnis einstigen Seins

Die flüchtige Begegnung
Im Auge des Lesers
Löscht das…

von René Oberholzer

3x in der Woche
Steigt er zu ihr
In die Wohnung empor

3x in der Woche
Spielt er mit ihr
Stundenlang Blockflöte

3x in der Woche
Ist er Sohn
Wie schon immer

3x in der Woche
Denkt die…

von Peter H. Carlan

weiß weht der ausgehende Atem
des Sommers durch die Alleen
und der Nebel schleicht einsam um die Häuser

aber seltsamerweise sind Rotbuchen-
blätter im ziegelroten Widerschein der Sonne
am Horizont bescheiden gelb…

von René Oberholzer

Der blaue Himmel
Ein Backofen

Die Kastanienbäume
Schattenplätze

Der Waldboden
Unser Bett

Grillenkonzerte
Eine heisse Zeit

von Frank Wartner

turmhohe kiefern fälle ich und werfe
stein auf stein zu tempeln auf,
tempeln mir aus illusion und trug

ein streichholz und ein hauch
benzin werden genügen sie
lodern zu sehen im flammenschein

wärme nicht noch…

von René Oberholzer

Ich gehe
In Deckung
Vor den Strahlen
Deines tödlichen
Lächelns

von Robert K. Staege

Golden sind Sonne und Blattwerk
vom Maler der Natur eingefärbt

Blau sind Himmel und See
stillstrahlend im Winde liegend

Grün sind Tannen und die Augen
der Liebsten, die mir lächeln

Farben will ich speichern…

von Michael Jörchel

Die Zeit des Herbstes
lädt uns ein,
über uns nachzudenken,
über das,
was gewesen ist
über das,
was noch sein wird,
welche Rechnungen
wir noch begleichen können,
oder
welche Rechnungen…

von René Oberholzer

An einem fahlen Märzsonntag
Geht die herausgeputzte Liebe aus
Schaut sich nach allen Seiten um
Wartet auf den nächsten Frühling

An einem fahlen Märzsonntag
Hängt der Hochnebel schief
Hält sich die Sonne…

von Hans-Walter Voigt

Herrenlosigkeit der Meere.
Tausend offene Kanäle,
hinaus, hinaus!

Verboten die Tränen des Heimwehs,
schließe die Lider,
das Nebelhorn
dröhnt.

Buckelbäumende Katzen
scharren den Schnee
über…

von René Oberholzer

Einer starb mit 40
Alle weinten

Einer starb mit 90
Niemand weinte

Alle haben nichts
Begriffen

von René Oberholzer

Seine Kinder sagen
Jeden Tag zur gleichen Zeit
Hätte er alles protokolliert
Das Wetter
Die Temperaturen
Die Namen der Mitarbeiter
Die Arbeitszeiten
Die Reparaturen
Die Anzahl Gäste
Die…

von Mara Krovecs

Über's Land
weht der Herbst
bläst Rot und Gelb
in Sommerwelk
Weberknechte
knüpfen Tau
in brennenden Wein

mein Katerchen
stolziert auf Holzstapeln
unter'm Baum
die reifen Äpfel…

von René Oberholzer

An Silvester
Sassen wir im Hotelzimmer
Schulter an Schulter
Vor einer weissen Wand

Das ist das neue Jahr
Sagte sie
Das ist das neue Jahr
Fragte ich

Am Neujahrsmorgen
Sassen wir wieder…

von René Oberholzer

Kürbissuppen schmecken immer nach Kürbis
Spargelsuppen immer nach Spargeln
Tomatensuppen immer nach Tomaten
Buchstabensuppen schmecken immer nach dir und mir

von Lydia Kraft

Die Stadt wird schön gemacht
kaum einer hat Zeit
der dafür ein Auge hat
Noch gibt es Orte
an denen
die Nacht lachen kann
ohne gleich
ihr Gesicht zu verlieren

Dort kann ich vergessen
dass es…

von Robert K. Staege

In der lichten Kathedrale
der spätherbstlichen Chaussee
läutet der Wind die Glocken.

Letzte Blätter verwehen
wie erlöschende Kerzen,
die im Weihrauch des Nebels
verschwimmen.

Schwarz stehen die Linden…

von Michael Jörchel

Der Kampf
gegen die Krankheit,
wurde verloren.
Das Leben,
sozusagen,
als Verlierer beendet.

Niemand redet von den Jahren,
die gewonnen wurden.
Hart erkämpft,
unter Schmerzen, Leid und…

von Juliane Wiedenhöft

Was erwartest du vom Leben?
Was würdest du für die Erfüllung deiner Träume geben?
Wonach sehnt sich dein Herz am meisten?
Wie viele Fehler kannst du dir auf deinem Weg leisten?

Hast du den Sinn des Lebens schon gefunden?…

von Uwe Röder

Wird es dunkel,
geht sogar dem Mohn
die rote Farbe aus.

Entzieht dein Schlaf dich mir,
so komme ich in deine Träume,
sie begreifen wollen.

In die Wangen meiner Seele
weht es Farbe,
rot wie Mohn…

von Volker C. Jacoby

Günter Grass zugeeignet

Ein Feld, sehr weit, gewiss.
So vieles las ich, ja
kämpfte konsequent mir's ein.
Erfolgreich hier,
und dort auch resigniert.
Doch lang nicht alles.

Gilt nun es, mir für dich,…

von Juliane Wiedenhöft

Schon vergessen, was war,
hör ich auch nur ein Lied von MDMA.
Hatte vergessen, was wirklich zählt
und dann hab ich einen Track von deinem Album in der Playlist gewählt.

Deine Musik gibt mir die Leichtigkeit im Leben…

von René Oberholzer

Veröffentliche keine Gedanken
Und keine Gefühle
Nur deine Geschichten
Und erzähle sie oft
Und immer wieder anders
Bis niemand mehr weiss
Wer du wirklich gewesen bist

von René Oberholzer

Auf dem Gipfel sehe ich
Dich und mich klarer

Bleiben wir doch hier oben
Bis der Herbst zu Ende ist

von patricia erne

Sag mir,
wohin Du
gegangen bist.

Nicht einmal warum,
sondern einfach nur,
in welche Himmelsrichtung.

Und sag mir,
was Dich
getrieben hat.
Damit ich weiß,
wo ich Dich
suchen soll…

von Mara Krovecs

Aus einem Gedichtzyklus 1/8

Lippenberührungen

*

Mit deinen Lippen
führst du mich in Tiefen
kosmischer Glashäute
in denen es schwingt
wie auf einer Kirmes

nur in der Stille

kräuseln sich…

von René Oberholzer

GEGENVERKEHR steht auf der Tafel
BITTE VORSICHTIG FAHREN

Nur ich wünsche mir
Einen richtigen Zusammenstoss

Am liebsten 1 Meter 70 gross
Mit kurzem schwarzem Haar

von Dieter Strametz

Kurz vor dem Giftgas
einen Wimpernschlag
vor der Neutronenbombe
kam der Friede, war einfach da

Die Strategen aller Länder
hingen ratlos an den Schaltpulten
in den Waffenfabriken
machte Verzweiflung sich…

von René Oberholzer

Eine grüne Fabrikfront
Fenster an Fenster
Eine Cafeteria
Tisch an Tisch

Auf einen Schlag
Wie aus heiterem Himmel
Die Ankündigung
Von 700 Entlassungen

Auf Plakaten
In grosser Schrift

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