Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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von patricia erne

Falls ich Dich finde,
klopf ich Dir auf die Schulter.

Falls ich Dich sehe,
schlag ich in Dein Herz ein.

Falls Du was merkst,
ich weiß es bereits.

Und falls Du da bist,
ich bin schon dort.

von René Oberholzer

Jeden Weg
2x gehen

Einmal nach links
Einmal nach rechts

Jede Liebe
2x gehen

Einmal nach oben
Einmal nach unten

Jedes Leben
2x gehen

Einmal zum Tod
Einmal zur Geburt

von Heiner Brückner

Du beruhigende Stille,
schweige dich aus.
Deine Stummheit ruft
aus dem Lärmberg zu mir,
unter dem deine Stimme verschüttet liegt.

In der Scherbe des Tonkruges knistert
die erhärtende Hitze des Brennofens,…

von Juliane Wiedenhöft

Bist die Zuflucht an traurigen und schlechten Tagen,
egal ob Regen oder Sonnenschein.
Bist die Trauminsel,
an der man immer möchte sein.
Bist mit deiner vielseitigen Art Inspiration
für all die Dichterein.

Ich…

von Michael Jörchel

Du verlöschst so leicht,
ein kleiner Hauch
und du bist fort.

Deine Liebe, die ich brauche
für immer und jetzt.
Wie soll ich leben so allein,
ohne dich und dein Lächeln?

Dein Herz, das so stark war.…

von Dieter Strametz

Die weltweite Dummheit
und grenzenlose Arroganz
der Bürokratenheere
überspringt alle Grenzen
wuchert alds Krebsgeschwür
allüberall und deutlich
sichtbar den Sehenden

Wenn wir wählen könnten

von René Oberholzer

Der Mann in der Pyjamahose
Der dasitzt die Zeitung auf dem Tisch
Ich sehe ihn im Wohnzimmer

Der Mann in der Pyjamahose
Der dasitzt das Bier auf dem Tisch
Ich sehe keine Frau neben ihm

Der Mann in der…

von René Oberholzer

Über die Strasse gingen wir zu viert
Und liessen uns fotografieren

Später waren wir noch zu zweit
Und dachten an GOLDEN SLUMBERS

Vor dem Fotografen und seinem Auge
Gehe ich jetzt alleine über die Strasse

von René Oberholzer

Werdet wie die Kinder
Hatte man uns früher gepredigt

Damals dachte ich noch
Man müsse sich dafür anstrengen

von Walter W Hölbling

pappeläste umklammern verzweifelt
blaudunkle wolken
sodass sie nicht
sturmgejagt
ihnen die arme ausreissen
getrieben von donner und blitz

die bäume ducken sich
beinahe waagrecht
und du…

von René Oberholzer

Ich gehe
In Deckung
Vor den Strahlen
Deines tödlichen
Lächelns

von René Oberholzer

Gestern lag ich im Bett
Und er im Graben

Dann nahm ich die Zeitung
Und er das Gewehr

Dann begann ich zu lesen
Und er zu feuern

Dann kämpfte ich mich von Seite zu Seite
Und er sich von Mann zu Mann…

von Susanna Ka

Ich brauche Strukturen.
Bei fließenden Übergängen bringe ich alles durcheinander.

Dann verliere ich die Orientierung,
meine Sicherheit.

Dann treibe ich ab in geistige Gefilde,
die mich zerstören können.

Ich…

von René Oberholzer

Schläfrig die Sprache der Nüsse
Verändert das Moos im Herbst
Der Wald davongelaufen

Eine Hand schleudert das letzte Wort
In den weiten Schlaf

von Johanna Weiß

Ich sah Licht in deinen Augen,
das strahlende Leben in deinem Gesicht.
Ich sah die unbändige Freude
in deinem Lachen.
Ich spürte Sinn in deinem Dasein
und Klarheit in deinen Gedanken.
Ich spürte die Schönheit…

von Michael Jörchel

Manchmal möchte ich einfach davonlaufen,
vor den Problemen des Alltags,
vor mir selbst,
nur weg.
In solchen Momenten laufe ich einfach los,
immer nach vorne,
ohne einen Blick zurück.
Solange bis ich…

von Brigitte-Hanna-Dorit Lebelt

Der Tag neigt sich dem Ende zu
Ich leg mich nieder nun zur Ruh
Träumt seelig und still,
weil`s der Hergott es will.

von Lydia Kraft

Die Stadt wird schön gemacht
kaum einer hat Zeit
der dafür ein Auge hat
Noch gibt es Orte
an denen
die Nacht lachen kann
ohne gleich
ihr Gesicht zu verlieren

Dort kann ich vergessen
dass es…

von René Oberholzer

Ein Duft von Fritteuse
Ich stehe auf

Ein Duft von Schweiss
Ich gehe weg

Ein Duft von Scheisse
Ich biege ab

Ein Duft von Lavendel
Ich bleibe stehen

Und werde Mitglied
Der Provence

von Uwe Röder

Noch nie schriebst du
mir ein Gedicht,
nur hingeschmiert
auf einen Zettel:

"Ein Sehndräng
reißt mich hin zu dir,
das malmt und schieft,
das quengelzerrt und
bazzt und quillt,
wonnwummt und…

von René Oberholzer

Da war dieser Morgen
Der mit seinen kalten Fingern
Die Autoscheiben berührte

Da waren diese Lippen
Die nur eine halbe Armlänge
Von einem Kuss entfernt waren

Da waren diese Tränen
Die vor lauter…

von Peter H. Carlan

Zwischen bedruckten Seiten
Getrocknete Blüten

Eine einzelne Zeile
Ein winziges Gedicht
- nichts von Bedeutung -
Ist Zeugnis einstigen Seins

Die flüchtige Begegnung
Im Auge des Lesers
Löscht das…

von René Oberholzer

Immer wieder dieser Blick
Zwischen den Fensterläden hindurch
Auf das weite Meer

Immer wieder diese Erinnerung
Zwischen den Palmen hindurch
An die Sonnenuntergänge mit dir

Immer wieder diese Frage

von Peter H. Carlan

weiß weht der ausgehende Atem
des Sommers durch die Alleen
und der Nebel schleicht einsam um die Häuser

aber seltsamerweise sind Rotbuchen-
blätter im ziegelroten Widerschein der Sonne
am Horizont bescheiden gelb…

von Oliver Schrot

Als du mir dein liebstes Lächeln geschenkt hast,
dir das schwarze Haar nach hinten strichst,
das Rot deiner Lippen wütete,
ich zwischen Schein und Reiz zerbrach,
alles sich zu verlieren begann,
hast du nach nichts…

von Frank Wartner

turmhohe kiefern fälle ich und werfe
stein auf stein zu tempeln auf,
tempeln mir aus illusion und trug

ein streichholz und ein hauch
benzin werden genügen sie
lodern zu sehen im flammenschein

wärme nicht noch…

von Dieter Strametz

Kurz vor dem Giftgas
einen Wimpernschlag
vor der Neutronenbombe
kam der Friede, war einfach da

Die Strategen aller Länder
hingen ratlos an den Schaltpulten
in den Waffenfabriken
machte Verzweiflung sich…

von René Oberholzer

Ein Beben der Stärke 6
Hat Teile der Altstadt zerstört
 
Einst aufrechte Menschen
Liegen neben Schutt und Trauer
 
Eine alte Frau mit Platzwunde
Sucht nach Erinnerungen
 
Sie findet das Foto…

von René Oberholzer

Mit Roger vielleicht einmal
Mit Vanessa nie und nimmer
Mit Günter nur im äussersten Notfall
Mit Susanne wenn es die Zeit erlaubt
Mit Peter in der Dunkelheit
Mit Wilhelm nur am Zahltag
Mit Silvia manchmal

von Lydia Kraft

Ich wollt dir folgen
du hast zurück
geblickt
auf dem Weg
in das andere Leben
Dem Hades entwichen
ich kann dich nicht
mehr vermissen
der Anschein läßt
dich besser sein

Sie wird dir…

von Michael Jörchel

Die Zeit des Herbstes
lädt uns ein,
über uns nachzudenken,
über das,
was gewesen ist
über das,
was noch sein wird,
welche Rechnungen
wir noch begleichen können,
oder
welche Rechnungen…

von Hans-Walter Voigt

Herrenlosigkeit der Meere.
Tausend offene Kanäle,
hinaus, hinaus!

Verboten die Tränen des Heimwehs,
schließe die Lider,
das Nebelhorn
dröhnt.

Buckelbäumende Katzen
scharren den Schnee
über…

von René Oberholzer

Er trainiert jeden Tag
Rennt mehrmals
Durch den Wald

An seiner Trainingsjacke
Ist ein Schweizerkreuz
Aufgenäht

Fehlte es
Würde ich den Mann
Für einen ganz anderen halten

von René Oberholzer

Die Böcke versteckten sich
Während der Schonzeit
Im Doppelstall
 
Und als der Wind
Mit dem Schatten kam
Hiess es FEUER FREI
 
Das Leiden der Böcke
Sorgte noch lange
Für…

von René Oberholzer

Ein Schrei
Schiefert durch die Nacht
Verstummt
Vor der Allmacht der Kristalle

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